Anis

Anis ist ein intensiv schmeckendes Gewürz, dessen charakteristischer Geschmack schwer in Worte zu fassen ist. Er kann gefühlvoll dosiert Backwerk, Gerichte und Getränke verfeinern – vor allem zur Weihnachtszeit. Aber Vorsicht: im Übermaß schmeckt er stark hervor!

Anis wird auch als Süßer Kümmel oder als Brotsamen bezeichnet.Anis wird auch als Süßer Kümmel oder als Brotsamen bezeichnet. (Foto by: cristina.melenciuc.mail.ru / Depositphotos)

Bei Anis denkt wohl fast jeder Europäer sofort an Anis-Schnaps – den berühmten griechischen Ouzo. Dieser Schnaps wird gerne nach gutem und fettigem Essen gereicht, um die Verdauung anzukurbeln. Damit nutzt man die stark entkrampfende Wirkung des Anises auf das Magen-Darm-System. Anis, welcher auch als Süßer Kümmel oder als Brotsamen bezeichnet wird, ist der Samen der Anispflanze. Diese wächst bis zu 80 cm hoch und bildet verzweigte, behaarte Stängel. Mit dem Sternanis hat Anis botanisch gesehen übrigens nichts zu tun.

Herkunft & Saison

Anis stammt ursprünglich vermutlich aus Ägypten und verbreitete sich von dort aus in den östlichen Mittelmeerländern. Heutzutage finden sich die Hauptanbaugebiete vor allem in der Türkei, in Spanien und im Süden Russlands. Die Erntesaison beginnt im April. Anis ist aber als ganze Gewürzsamen oder in Form eines Pulvers das ganze Jahr über erhältlich.

Geschmack

Anis hat ein intensives und charakteristisches Aroma, das etwas an Lakritze erinnert. Die meisten Menschen kennen den süßlichen und aromatischen Duft vom griechischen Schnaps „Ouzo“.

Verwendung in der Küche

Anis ist ein sehr starkes Gewürz und schmeckt schon leicht überdosiert stark hervor. Deshalb sollte er vorsichtig dosiert werden und keinesfalls mehr zugegeben als im Rezept vorgesehen. Anis wird vor allem in der Weihnachtszeit verwendet, beispielsweise für Honig- und Lebkuchen, aber auch um einen guten Glühwein mit einer Prise Anis zu verfeinern. In der deftigen Küche findet sich Anis in Rotkohlgemüse und Fleisch- und Fischgerichten.

Außerdem wird Anis zum Würzen von Brot und Anisöl zur Schnapsherstellung eingesetzt. Um das volle Anisaroma und die volle Würzkraft zu erhalten, nutzt man am besten ganze Samen und mörsert sie direkt vor der Verwendung. Wem das zu aufwendig ist oder wer sich mit der Dosierung nicht absolut sicher fühlt, kann auf Anispulver zurückgreifen.

Wirkung

Anis wird aufgrund seines hohen Gehaltes an ätherischen Ölen, Flavonoiden, Phenolcarbonsäuren und Pflanzenöl als pflanzliches Arzneimittel eingesetzt. Anis ist ein Bestandteil des Still-Tees, denn er regt die Milchbildung an und lindert zugleich Blähungen beim gestillten Säugling. Auch nicht gestillten Babys kann zur Linderung von Bauchweh Anistee gegeben werden. Aufgrund seiner schleimlösenden Wirkung hilft Anis auch bei Erkältungskrankheiten und verschafft Linderung bei Asthma und Bronchitis.


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