Tees mit heilender Wirkung

Zwar ist reihum bekannt, dass man koffeinhaltige Tees nicht in rauen Mengen trinken sollte. Und doch verfügen auch diese über heilende Wirkungen. Noch zahlreicher jedoch sind jene Aufgussgetränke, die heilend oder lindernd wirken, aber kein Koffein beinhalten. Ein paar bekannte Vertreter davon wollen wir Ihnen hier vorstellen.

Kräuter können als Aufguss mit heißem Wasser hilfreich für die Gesundheit seinKräuter können als Aufguss mit heißem Wasser hilfreich für die Gesundheit sein (Foto by: madorf / Depositphotos)

Kamillentee

Beim Kamillentee handelt es sich um den Klassiker schlechthin unter den heilenden . Nur wenige Leute trinken ihn aus purem Vergnügen. Die Kamille als Heilpflanze hat eine lange Tradition und wird auch in Salben und Cremes verwendet. Kamillentee kommt bei folgenden Leiden zum Einsatz:

  • Wundheilung
  • Bauchweh, Koliken
  • Entzündungen im Mund- und Rachenraum

Zubereitung: 1 TL Kamillenblüten auf eine Tasse Tee. Das Wasser sollte beim Aufgiessen nicht mehr kochen, ansonsten sich die heilenden Substanzen verflüchtigen könnten.

Brust- und Hustentee

Beim Brust- und Hustentee handelt es sich um eine Teemischung. Sie setzt sich unter anderem zusammen aus Süssholzwurzeln, Spitzwegerichblättern, Thymian, Eibischblättern und -wurzeln, Isländisch Moos und Klatschmohnblüten. Brust- und Hustentees verfügen über Reiz mildernde, entzündungshemmende und schleimlösende Eigenschaften und werden eingesetzt bei:

  • Husten, Heiserkeit
  • übermässiger, zäher Schleimbildung
  • Brustschmerzen
  • Erkältungen

Zubereitung: 1 Teebeutel auf eine Tasse Tee. Ziehdauer etwa 5 Minuten.

Lindenblütentee

Der Lindenblütentee gehört zu den beliebtesten Tees hierzulande und gilt als ausgezeichneter Durstlöscher. Darüber hinaus ist er bekannt als Tee mit schweisstreibender Wirkung. Als Heilmittel entfaltet er seine Wirkung bei folgenden Beschwerden:

  • Fieber
  • Krampfzustände
  • Appetitlosigkeit
  • Nervosität

Zubereitung: 1 TL Lindenblüten pro Tasse mit kochendem Wasser übergiessen. Ziehdauer etwa 10 Minuten.

Hagebuttentee

Hagebutten werden nicht nur pur getrunken, man findet sie auch in zahlreichen . Sie verleihen dem Tee eine wunderschön himbeerrote Farbe. Hagebutten sind kleine Vitamin-C-Bomben und deshalb ideal, um Erkältungen vorzubeugen. Man sagt ihnen folgende Heilwirkungen nach:

  • Steigerung der Abwehrkräfte
  • Durchspülen von Nieren und Harnwegen
  • verdauungsfördernd
  • belebend
  • fiebersenkend

Zubereitung: 2 gehäufte TL zerkleinerte Früchte auf 2.5 dl kochendes Wasser. Ziehdauer etwa 15 Minuten.

Johanniskraut wirkt positiv auf die StimmungslageJohanniskraut wirkt positiv auf die Stimmungslage (Foto by: blackboard1965G / Depositphotos)

Johanniskrauttee

Johanniskraut ist bekannt dafür, seelischen Tiefs entgegenzuwirken. Unter den Naturheilmitteln findet man Johanniskrauttabletten als pflanzliche Alternative zu chemischen Antidepressiva. Dem Tee wird eine ähnliche Wirkung nachgesagt. Man verwendet ihn bei:

  • Stimmungstiefs
  • leichten Depressionen
  • allgemeiner Lustlosigkeit

Zubereitung: 2 TL Johanniskraut auf eine Tasse kochendes Wasser. Ziehdauer etwa 10 Minuten.

Pfefferminztee

Die beliebte Pfefferminze ist ein hervorragender, kühlender Durstlöscher und vor allem an heissen Tagen ein hochwillkommenes Getränk. Dem erfrischend und intensiv duftenden Menthol ist es zu verdanken, dass Pfefferminztee heilende Kräfte aufweist. Er hilft, folgende Beschwerden zu lindern:

  • Blähungen
  • Magenkrämpfe
  • Migräne, Kopfschmerzen
  • Halsschmerzen
  • Gallenprobleme

Zubereitung: 1 TL getrocknete oder frische Pfefferminzblätter auf 2.5 dl kochendes Wasser. Ziehdauer etwa 10 Minuten.

Himbeerblättertee

Tee aus den Blättern des Himbeerstrauchs schmeckt zwar nicht gerade so, dass man ihn gleich auf die Liste der Lieblingsgetränke aufnehmen würde. Doch seine entzündungshemmende Wirkung bei zahlreichen Beschwerden ist unbestritten. Himbeerblättertee hilft wirkungsvoll bei:

  • Durchfall
  • Magenschmerzen
  • chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Bronchitis
  • Infektionen im Mund- und Rachenraum
  • Hautausschlägen

Zubereitung: 1 TL getrocknete, zerkleinerte Blätter eine Stunde in einer Tasse mit kaltem Wasser ziehen lassen. Danach 5 bis 10 Minuten aufkochen und abseihen.

Ingwertee

Ingwertee findet man als Teebeutel beispielsweise mit Zitrone kombiniert im Angebot. Doch sollte man sich die Mühe nehmen, diesen Tee mit einem Stück der frischen Ingwerwurzel zuzubereiten. So schmeckt der Tee ungleich viel besser. In Asien wird Ingwer schon lange nicht nur als Gewürz verwendet, sondern auch in der Heilmittelkunde eingesetzt. Ingwer regt die Durchblutung sowie die Verdauung an, deshalb ist Ingwertee ein prima Getränk, um schwungvoll in den Tag zu starten. Gingerol und ätherische Öle sind die Ursache für die Schärfe des Ingwers und liefern zahlreiche Vitamine. Man sagt dem Ingwer folgende Heilkräfte nach:

  • entzündungshemmend
  • Bakterien abtötend
  • verdauungsfördernd
  • Linderung bei Erkältungen

Zubereitung: 4 TL frisch geriebener Ingwer in 4 dl Wasser 10 Minuten leicht köcheln lassen. Abseihen und mit etwas frischem Zitronensaft und bei Bedarf einem TL Honig verfeinern.

Fencheltee

Das nach Anis duftende Gemüse mundet nicht bloss auf dem Teller. Fenchel ist auch als Tee äusserst beliebt und wird nicht nur zu Heilungszwecken gerne getrunken. Bereits im Altertum verwendete man Fenchel in der Naturheilkunde. In China galt er einst als wirkungsvolles Mittel gegen Augenleiden. Heute wird Fencheltee gegen folgende Leiden eingesetzt:

  • Blähungen
  • Verdauungsstörungen
  • Appetitlosigkeit
  • Erkrankung der oberen Atemwege

Zubereitung: 1 bis 2 TL Fenchelsamen mit dem Mörser zerstossen und mit 1.5 dl kochendem Wasser übergiessen. Aufguss rund 10 Minuten ziehen lassen und danach abseihen.

Eisenkrauttee

Eisenkrauttee ist auch bekannt unter dem Namen Verveine. Wenn immer möglich sollte man frische Blätter verwenden und nur notfalls auf Teebeutel zurückgreifen. Denn die nach frischer Zitrone duftenden Blätter ergeben einen wunderbaren, anregenden Tee, den man gerne zwischendurch geniesst. Eisenkraut war bereits im Altertum als Naturheilmittel im Einsatz. Eisenkrauttee wird heute hauptsächlich bei folgenden Beschwerden empfohlen:

  • Blähungen
  • Krämpfen
  • Appetitlosigkeit
  • Verdauungsbeschwerden
  • Erkrankung der oberen Atemwege
  • allgemeinen Schmerzen

Zubereitung: 1 gestrichener EL getrocknete oder frische Blätter mit 2.5 dl kochendem Wasser übergiessen, 10 Minuten ziehen lassen und danach abseihen.


Bewertung: Ø 0,0 (0 Stimme)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Teerituale und Teekulturen

Teerituale und Teekulturen

Vielmehr gehört der Teegenuss in vielen Ländern zu einem gesellschaftlichen Ereignis, dessen Ritual nach fix festgelegten Zubereitungsschritten abläuft. Erfahren Sie hier mehr über den Mythos Teeritual.

WEITERLESEN...
Die richtige Zubereitung des Tees

Die richtige Zubereitung des Tees

Für den vollendeten Teegenuss braucht es ein bisschen mehr an Wissen. Erfahren Sie hier das Wichtigste über die Kunst der Teezubereitung.

WEITERLESEN...
Die verschiedenen Teesorten

Die verschiedenen Teesorten

„Teekunde“ ist eine Wissenschaft für sich, und zwar eine faszinierende. Mit ein bisschen Hintergrundwissen geniesst und schätzt man seine Tasse Lieblingstee umso mehr.

WEITERLESEN...
Die Geschichte des Tees

Die Geschichte des Tees

Tee gehört zu den beliebtesten Getränken überhaupt. Ob ein stilvoll inszeniertes Teeritual, die morgendliche Tasse Schwarztee zum Frühstück oder ein Eistee zum Löschen des Dursts: Kaum ein Getränk erfreut sich grösserer Beliebtheit. Es lohnt sich, in seine über 5000-jährige, abenteuerliche Geschichte einzutauchen.

WEITERLESEN...

User Kommentare