Kochen mit Induktion

Induktionssystem, Elektroherd, oder doch der übliche Gasherd – wo liegen die tatsächlichen Vorteile für Hobbyköche? Wir haben einen kurzen Überblick für Sie zusammengestellt.

Kochen mit Induktion (Foto by: simpson33 / Depositphotos)

Induktionskochfelder sind gerade in den letzen Jahren zu einer beliebten Modeerscheinung geworden. Sie zeichnen sich vor allem durch ihren geringen Energieverlust beim Kochen aus und das spart wiederum Geld.

Kochen mit Induktion wird sehr oft in modernen Restaurants verwendet, ist aber auch ein absolutes Muss für jeden Hobbykoch.

Speisen können problemlos zubereitet werden, da die Temperatur sehr gezielt reguliert werden kann.

Die Energie breitet sich nur dort aus, wo sie wirklich gebraucht wird – im Topf.

Es geht keine Energie an die Umgebung verloren. Ein normaler 220V Stromanschluss reicht für das Induktionssystem.

Gasherdplatten

Auch ein Gasherd verschwendet relativ viel unnötige Energie beim Kochen.Auch ein Gasherd verschwendet relativ viel unnötige Energie beim Kochen. (Foto by: Zoooom / Depositphotos)

Das Induktionssystem ist gewissermassen mit Gasherdplatten vergleichbar. Die Hitze der Gasplatte trifft gezielt auf den Kochtopf, das Resultat davon ist, dass die Zubereitung von Speisen in viel kürzerer Zeit erfolgt, als zum Beispiel beim Kochen mit einem Elektroherd.

Weiters kann die Temperatur jederzeit präzise reguliert werden. Der grosse Nachteil eines Gasherdes ist allerdings, dass während des Kochens sehr viel Wärme an die Umgebung abgegeben wird, was zu einem unnötigen Energieverlust führt.

Elektroherdplatten

Üblicherweise finden sich in vielen Haushalten Elektroherde, allerdings ohne Induktion. Der Unterschied dabei liegt in der Heizspirale, die unter der Glaskeramikplatte angebracht ist. Bei Induktionsherden befindet sich dort eine spiralförmige Spule.

Das Prinzip des Elektroherdes ist ganz einfach: Zuerst muss die Glaskeramikplatte erhitzt werden, dann erfolgt die Erwärmung des Kochtopfes durch die Hitze der Kochplatte. Dieser Vorgang dauert eine Zeit lang, weshalb die Ankochzeit bei Elektroherden um einiges höher ist, als jene bei Gas- bzw. Induktionsherden.

Dementsprechend kann man sich auch den immens hohen Energieverlust vorstellen, der wiederum die Geldbörse stark belastet. Einen höheren Verlust gibt es eigentlich nur bei den ganz alten Kochplatten.

Induktionsplatten

Die Kochtöpfe beim Induktionsherd müssen leicht magnetisch sein.Die Kochtöpfe beim Induktionsherd müssen leicht magnetisch sein. (Foto by: nd3000 / Depositphotos)

Die Technik der Induktion basiert auf eine physikalische Erscheinung, die in anderen Zusammenhängen gerne vermieden wird, da viel Wärme erzeugt wird. Beim Kochen allerdings hat man diesen Effekt genützt, um eine geringe Ankochzeit und vor allem eine preiswerte Zubereitung zu erreichen.

Wie bereits erwähnt, befindet sich unter den Kochplatten statt der üblichen Heizspirale eine Induktionsspule. Damit das ganze System einwandfrei funktionieren kann, ist es vor allem wichtig, dass die Topfböden ferromagnetisch, das heisst leicht magnetisierbar, sind.

Geeignete Töpfe sind Emailpfannen, Eisenbratpfannen, Gusseisenpfannen etc.

Die Neuanschaffung der geeigneten Töpfe könnte am Anfang teuer sein, zumal ein Induktionsherd selbst teurer ist, als der herkömmliche. Allerdings hat man schon sehr bald Freude mit dem Induktionsherd, da er vor allem die Ankochzeit stark verringert.

Aber bevor Sie sämtliche Töpfe zu Hause wegwerfen, kontrollieren Sie zunächst, ob diese magnetisierbar sind. Dies kann leicht mit einem Magneten getestet werden. Wird dieser angezogen, so eignet sich der Topf für das Kochen mit Induktion.

Kochen mit einer Induktionsplatte

Hat sich ein geeigneter Topf für das Kochen gefunden, so läuft der Rest wie folgt ab: Durch die Induktionsspule wird Strom geschickt und dadurch wiederum ein Magnetfeld aufgebaut. Ein elektromagnetisches Wechselfeld erzeugt nun die so genannten „Wirbelströme“. Diese Ströme sind für die Wärme zuständig, die sich jetzt nach und nach im Topfboden ausbreitet – und nur dort.

Praktisch gesehen heisst das, dass die Herdplatte kalt bleibt. Zunächst ist das System sicherlich gewöhnungsbedürftig, vor allem weil es so schnell geht. Der Erwärmungsvorgang wird sofort abgebrochen, sobald der Topf von der Platte gezogen wird – das Induktionssystem erkennt, ob ein Topf auf der Herdplatte steht.

Qualität und Pflege von Induktionsplatten

Auch das Reinigen der Induktionskochplatten geht kinderleicht von der Hand.Auch das Reinigen der Induktionskochplatten geht kinderleicht von der Hand. (Foto by: AndreyPopov / Depositphotos)

Die Kochplatten sind erstaunlich pflegeleicht. Dennoch sollte man beim Kauf auf die Qualität der Kochplatten achten. Der Kauf der billigsten Form, nämlich einer üblichen Keramikplatte, kann durch die raue Oberfläche zu unschönen Schleifspuren führen.

Induktionsfelder mit Ceranplatten sind von der Qualität her die besten. Neben den ganzen Vorteilen gibt es aber auch Nachteile: Sehr teuere Anschaffungskosten, sowie das magnetische Feld, das aufgebaut wird. Laut Hersteller soll dieses allerdings so klein sein, dass es den menschlichen Körper kaum beeinflusst.

Das Induktionssystem birgt hauptsächlich die vorher genannten wirtschaftlichen Vorteile, aber vor allem für leidenschaftliche Hobbyköche führt das Kochen mit Induktion zu schnellen und präzisen Ergebnissen.


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