Der perfekte Kartoffelsalat

Was wären Plätzli, Hackfleisch oder Fischchnusperli ohne Kartoffelsalat als Beilage? Auch im Sommer passt er hervorragend zu Gegrilltem. Traditionell kommt am Weihnachtsabend bei vielen Kartoffelsalat mit Würstli auf den Tisch.

Viele Arten von Kartoffelsalat verlocken zum GenussViele Arten von Kartoffelsalat verlocken zum Genuss (Foto by: fudio / Depositphotos)

Kartoffelsalat Herkunft

Die Kartoffel hat ihre Heimat in Südamerika und kam erst im 16. Jahrhundert nach Europa. 1597 wurde das erste Rezept von einem Briten niedergeschrieben, indem die Kartoffel mit Essig und Öl als Salat zubereitet wird. Schon vor vielen Jahrhunderten war der Kartoffelsalat also ein beliebtes Gericht, das bis jetzt viele Freunde und Anhänger findet.

Zubereitungs-Tipps

Welche Zubereitungsart von Kartoffelsalat wirklich perfekt ist, das entscheidet ganz alleine der Geschmack. Auch regional lässt sich kein bestimmtes Verfahren oder eine bestimmte Zutatenliste erkennen.

Jedoch gibt es ein paar grundlegende Punkte, die man beachten sollte, um den für sich perfekten Kartoffelsalat zu zaubern:

  • Damit die Kartoffel beim Schneiden und Durchrühren nicht zerfällt oder gar zu Mus mutiert, verwendet man festkochende Kartoffeln.
     
  • Leicht zu merkende Mengenformel: 2 mittelgrosse Kartoffeln pro Person.
     
  • Die Kartoffeln sollten alle ungefähr die gleiche Grösse haben, damit alle zur gleichen Zeit durch sind. Wer seinen Salat jedoch lieber sämiger geniesst, der darf auch Kartoffeln mit dazu schneiden, die schon sehr weich sind.
     
  • Für eine gesunden Salat kocht man die Kartoffeln mit Schale (das sitzen die meisten Nährstoffe drunter) und pellt die Kartoffeln erst nach dem Abkühlen.
     
  • Noch warm schneidet man die Knolle in möglichst gleichgrosse Scheiben oder auch in Würfel, wobei die Scheibenvariante die bekanntere ist. Ganz fix geht das, wenn man einen Eierschneider verwendet.
     
  • Um mit Schwung den Salat zu mischen, wählt man am sinnvollsten eine wirklich grosse Schüssel. Wer die ganzen Scheiben im Salat nicht zerstören will, der gibt alle Zutagen in die Schüssel, setzt einen dichten Deckel auf und kippt das ganze sanft um 180° und wieder zurück. Das ganze ein paar Mal wiederholen, so ist alles gut gemischt und die Kartoffelscheiben sind nicht vom Salatbesteck durchstochen.
     
  • Kartoffelsalat ist sehr leicht verderblich, vor allem, wenn frische Zwiebeln und selbstgemachte Mayonnaise als Zutat dienen. Um zu Vermeiden, dass Reste vom Kartoffelsalat am nächsten Tag bitter schmecken, hier noch ein Tipp für Rezepte mit Zwiebel: Gehackte Zwiebeln andünsten oder in der Bouillon kurz aufkochen. Ein weiterer positiver Effekt besteht darin, dass sie nach dieser Behandlung auch verträglicher sind. Gekühlt kann Kartoffelsalat (ohne Mayonnaise) rund 2 Tage aufbewahrt werden. Zum Einfrieren ist Kartoffelsalat jedoch nicht geeignet.
     
  • Wenn der Kartoffelsalat zu sauer geworden ist, dann kann etwas Bouillon oder Schlagobers die Säure neutralisieren.
     
  • Ist dieser zu trocken, dann kann der Salat mit etwas Gurkenwasser, warmer Bouillon oder mit einem kleinen Schuss abgekochtem und abgekühltem Wasser verdünnt werden.
     
  • Wenn der Salat versalzen schmeckt, dann einfach noch einmal fünf bis sechs Kartoffeln kochen, schneiden und zu dem Salat hinzufügen. Zusätzlich eine Prise Zucker, Mayonnaise, Schlagrahm und einige geschnittene Gewürzgurken hinzufügen.

Kartoffelsalat klassisch mit Essig und Öl

Der klassische Kartoffelsalat mit roten Zwiebel, Zucker, Salz, Essig und Öl.Der klassische Kartoffelsalat mit roten Zwiebel, Zucker, Salz, Essig und Öl. (Foto by: Martin Rettenberger / fotolia.com)

Für einen richtig guten  klassischen Kartoffelsalat kommen zu den Knollen gehackte Zwiebeln, Weinessig und hochwertiges Öl (z.B. Sonnenblumenöl), Pfeffer und Salz, sowie Rinderbouillon (Fleischwürfelsuppe). Für die vegane bzw. vegetarische Variante verwendet man Gemüsebouillon .

Dazu erst die Brühe aufkochen, die gehackten Zwiebeln darin pochieren, Salz und Pfeffer nach Gusto dazugeben und zum Schluss das Öl mit einem Schneebesen einrühren.

Diese Marinade wird immer warm über die noch warmen Kartoffel gegossen. Kartoffeln sind nach dem Kochen „durstig“ und saugen sich mit Flüssigkeit an.

Je länger der Kartoffelsalat steht, umso trockener wird er und muss deshalb evtl. vor dem Servieren noch mal mit warmer Bouillon und Wasser angegossen werden.

Bevor sie den warmen Kartoffelsalat zu Tisch bringen, wird er noch mit frischgehackten Kräutern, wie Schnittlauch, Petersilie oder mit Dill garniert.

Abwandlungen

  • Zu den Kartoffeln in feine Streifen geschnittenen Endiviensalat, frischen Rucola oder gehobelte Gurken mischen.
  • Zur Marinade einen Teelöffel mittelscharfen Senf mischen.
  • Statt der Zwiebel Radieschen verwenden.
  • Das Ganze mit gebratenen Speckwürfeln verfeinern.
  • Anstelle von Öl warmes Gänseschmalz nehmen, Äpfel und Gewürzgurke dazumischen.
  • Statt der klassischen Marinade kann der Kartoffelsalat mit einem Dressing/Sauce aus Mayonnaise, Joghurt oder Quark verfeinert werden.

Sommerlicher Kartoffel-NüsslisalatSommerlicher Kartoffel-Nüsslisalat (Foto by: Peteer / Depositphotos)

Kartoffelsalat mit Mayonnaise

Hier werden die gekochten Kartoffelscheiben erst gesalzen und gepfeffert und dann mit Mayonnaise (beispielsweise aus dem Glas oder selbstgemacht) überzogen.

Eine flüssigere Konsistenz bekommt die Mayonnaise, wenn man sie mit lauwarmen Wasser verquirlt.

Zum Schluss kann nach belieben ein Schuss Essig das Ganze verfeinern.

Gerne gibt man bei dieser Variante auch gekochte Eier und gehackte Essiggurken dazu.

Oder die Amerikanische Variante, wobei die Frühlingszwiebel in feine Ringe geschnitten werden, Cornichons gewürfelt hinzugefügt werden und alles mit Mayonnaise vermengt wird.

Kartoffelsalat als Hauptgericht

Eine deftigere Variante ist der Kartoffelsalat mit Speck und einer leichten Senfmarinade.Eine deftigere Variante ist der Kartoffelsalat mit Speck und einer leichten Senfmarinade. (Foto by: duskbabe / Depositphotos)

Nicht nur als Beilage ist dieser Salat ein Hit, sondern auch als Hauptgericht kann er glänzen.

Mischen Sie doch zur Abwechslung mal den Klassischen Kartoffelsalat mit Würstchen und Tomaten oder auch angerösteten Speck.

Dazu schmeckt selbstgemachtes Weissbrot mit Kräuterbutter und schon hat man ein köstliches und sättigendes Hauptgericht.

Mediterrane Variante mit Schafskäse

Zwiebeln und Rosmarinnadeln in heissem Olivenöl dünsten, das warme Öl auffangen und mit der Mayonnaise vermischen.

Schafskäse zu den gekochten Kartoffelscheiben bröckeln, mit Salz und Pfeffer bestreuen, gedünstete Zwiebeln dazu und geschnittene Tomaten, dann alles mit der Mayonnaise mischen und mit Rosmarin bestreuen.

Dazu passt am Besten Weissbrot und ein Glas trockener, leichter Weisswein.

Kartoffelsalat gebraten

Eine weniger bekannte, aber sehr schmackhafte Variation ist der gebratene Kartoffelsalat, bei dem die Kartoffeln nicht im Ganzen gekocht, sondern als Würfel in Öl mit Frühlingszwiebeln und z.B. Pilzen gebraten werden.

Wenn Sie auch noch auf der Suche nach dem Rezept für den perfekten Kartoffelsalat sind, dann werden Sie bestimmt hier fündig:


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