Tomaten einlegen

Tomaten werden auch Paradiesäpfel genannt. Ein treffender Begriff. Denn Duft und Aroma von sonnengereiften Tomaten kann man wahrlich als paradiesisch bezeichnen. Um die kurze Tomatensaison zu verlängern, lohnt es sich, die Früchte einzulegen.

Tomaten in Öl einlegen ist eine Möglichkeit um Tomaten haltbar zu machenTomaten in Öl einlegen ist eine Möglichkeit um Tomaten haltbar zu machen (Foto by: ChamilleWhite / Depositphotos)

Die Tomaten gehören zu den Nachtschattengewächsen. Obwohl wir sie wie Gemüse verwenden, zählen sie zu den Früchten, genauer gesagt handelt es sich um eine Beere. Aber das kann uns egal sein. Solange die Tomate an der Sonne reifen und ihr volles Aroma entfalten durfte, ist alles gut.

Denn es gibt nichts Faderes als unreif geerntete Tomaten, die in einem Lagerraum nachreifen mussten.

Die Saison der hiesigen Tomaten dauert nicht allzu lange und beginnt erst im Sommer. Doch statt im Winter wässrige Tomaten aus fernen Gefilden zu kaufen, tun wir besser daran, im Sommer welche einzulegen oder zu Spezialitäten zu verarbeiten – um so etwas vom Sommer in die kalte Jahreszeit zu retten.

Tomaten haltbar machen

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die herrlichen Paradiesäpfel haltbar zu machen:

  • Tomaten einlegen in Öl

  • Tomaten einlegen in Essig

  • Tomaten trocknen und einlegen

  • Tomaten einkochen

Sogar einfrieren geht. Dazu schneidet ihr die Früchte beim Stielansatz übers Kreuz ein, taucht sie etwa eine Minute ins kochende Wasser und schreckt sie danach kalt ab. Nun könnt ihr die Haut einfach abziehen. So lassen sie sich luftdicht verpackt in der Tiefkühltruhe lagern.

Frische Tomaten einlegen

Tomaten könnt ihr in Öl oder Essig einlegen. Wascht die Früchte, entfernt den Stielansatz und schneidet sie in Stücke. Tomaten in gut ausgewaschene Einmachgläser schichten und nach Bedarf mit Kräutern, Kapern, Pfefferkörnern, Zwiebelringen oder Knoblauch ergänzen. Kocht eine Mischung aus Essig, Weisswein, Salz und Zucker während 15 Minuten und giesst sie dann in die Einmachgläser. Verschliesst die Gläser und stellt sie auf den Kopf, damit sie dicht sind.

Fürs Einlegen in Öl schichtet ihr die Tomaten ebenfalls in Einmachgläser. Bestreut jede Schicht mit etwas Salz. Gebt zusätzlich frische Gartenkräuter und Knoblauch dazu und übergiesst das Ganze mit erstklassigem Olivenöl. Wer will, kann die Tomaten mit Feta, Oliven oder Kapern ergänzen. Achtet darauf, dass die Zutaten vollständig mit Öl bedeckt sind.

Trocknen und einlegen

Tomaten könnt ihr problemlos selber trocknen. Halbiert sie, entfernt den Strunk und legt sie auf ein mit Backtrennpapier ausgelegtes Blech. Lasst die Früchte bei 100° während 6 bis 8 Stunden trocknen. Die Ofentür muss eine Handbreit geöffnet sein, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Getrocknete Tomaten legt ihr gleich ein, wie frische.

Ein Tomatensugo ist herrlich fruchtigEin Tomatensugo ist herrlich fruchtig (Foto by: ajafoto / Depositphotos)

Einkochen

Tomaten eignen sich hervorragend zum Einkochen. Dazu werden die Tomaten wie weiter oben beschrieben geschält, in Stücke geschnitten und mit erstklassigem Olivenöl und etwas Salz eingekocht. Diese puristische Variante zählt bei den Italienern als Favorit.

Gerne dürft ihr den Sugo nach Lust und Laune mit Zwiebeln, Knoblauch und Kräutern ergänzen. Eine gute Idee ist es, sie zu einem Gemüsesugo zu verarbeiten - die Zucchetti, Lauch und Rüebli vom eigenen Garten wollen ebenfalls verarbeitet sein. Mit dem Gemüsesugo geht das in einem Aufwasch. Aus Tomaten zaubert ihr verführerische Tomatenkonfitüren oder exotische Chutneys. Übrigens, hausgemachtes  Ketchup mundet viel besser als das gekaufte.

Rezepte mit eingemachten Tomaten

  Tomatensugo

oder Gemüsesugo auf der Basis von Tomaten gehören zu Pasta wie das Boccalino zum Wein. So ein Sugo ist vielseitig verwendbar, beispielsweise als Belag auf der Pizza . Gebt ihr gekochte Kichererbsen, gemahlenen Kreuzkümmel und etwas Zimt dazu, habt ihr eine vegetarische Basis für ein marokkanisches Couscous.

Im Winter bereitet ihr mit dem Tomatensugo im Handumdrehen eine wärmende Tomatensuppe zu. Sugo könnt ihr verwenden für Schmorgerichte, egal ob vegetarisch oder mit Fleisch. Tomatenchutney wiederum passt zu grilliertem Fleisch, zu einer Käseplatte und natürlich zu asiatischen Currys.

Es ist bestimmt nie verkehrt, eingekochte Tomaten vorrätig zu haben.


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