Brennnessel

Wenn Sie sich auf die Suche nach Informationen zur Brennnessel machen, werden Sie zahlreiche Tipps finden, wie man die als Unkraut verschriene Pflanze vernichtet. Dem wollen wir uns hier entgegenstellen! Denn die Brennnessel ist so vielseitig wie nützlich, dass es fast einer Sünde gleichkäme, sie zu vernichten.

Brennnesseln benötigen weder Pflege noch DüngungBrennnesseln benötigen weder Pflege noch Düngung (Foto by: vaivirga/ Depositphotos)

Anbau

Es gibt kaum jemand, der Brennnesseln willentlich in seinem Garten kultiviert. Schuld daran ist da sicher auch die Tatsache, dass man sie als Unkraut abgestempelt hat. Und allen, die sich schon einmal an dem Kraut verbrannt haben, ist sie bestimmt nicht sehr sympathisch! Eigentlich schade, denn Brennnesseln sind wahre Tausendsassas.

Wer sich von der gängigen Meinung des Mainstreams nicht beirren lässt und diese Wunderpflanze vorsätzlich in seinen Garten holen will, wird es vermutlich nicht ganz einfach haben, Samen zu finden. Doch ist diese Hürde einmal überwunden, geht’s ganz einfach. Sie müssen die Samen einfach nur in die Erde streuen.

Das war’s dann schon. Brennnesseln gedeihen zwar fast überall, doch am liebsten mögen Sie humusreiche, feuchte Böden. Stossen Sie irgendwo auf „wilde“ Brennnesseln, ist das ein sicheres Zeichen, dass es sich hier um einen stickstoffreichen, fruchtbaren Standort handelt.

Pflege, Düngen

Brennnesseln benötigen weder Pflege noch Düngung. Hingegen sind sie geeignete Helfer, um Ihre anderen, weniger problemlosen Gartenpflänzchen zu hegen. Beliebt ist die Brennnesseljauche, die als effizienter, biologischer Stickstoffdünger gilt und Ihre Pflanzen zum Wachstum anregt. Dank Brennnesseljauche lassen sich verschiedene Pflanzenschädlinge wirkungsvoll bekämpfen. Zudem lockt sie den für Böden so nützlichen Regenwurm an.

Sie können das Kraut als Mulch auf Ihrem Gartenbeet verteilen oder Ihrem Kompost beigeben. So entsteht wertvoller Humus. Zur Herstellung der Jauche übergiessen Sie einfach ein Kilo Brennnesselblätter mit etwa 10 Liter Wasser und lassen das Ganze ungefähr drei Wochen ziehen. Während dieser Zeit rühren Sie die Brühe regelmässig um. Bevor Sie die Jauche verwenden, müssen Sie sie im Verhältnis 1 zu 10 verdünnen.

Ernte

Brennnesseln können Sie in der Zeit von April bis Juni ernten, respektive sammeln gehen. In dieser Zeit sind die Blätter sehr zart. Schneiden Sie einfach jene Triebe mit vier bis sechs Blättern ab. Zwischen August und Oktober werden die Samen geerntet.

Achtung: Vergessen Sie nicht, zum Sammeln Handschuhe zu tragen. Sollten Sie sich dennoch brennen, reiben Sie die juckende Stelle mit dem Saft von Spitzwegerich ein. Das lindert die Schmerzen sofort.

Lagerung, Haltbarkeit

Sie können Brennnesseln unverarbeitet nicht lange lagern. Entweder Sie trocknen das Kraut, das Sie nicht sofort verwenden können. Oder aber Sie stellen daraus konservierbare Spezialitäten her.

Konservierung

Verarbeiten Sie doch Brennnessel als Pesto. So hält er etwa zwei bis drei Monate. Wer es etwas ausgefallen mag, kann das Kraut für die Zubereitung von Kräutersalz verwenden, bei dem Sie nebst Brennnesseln weitere Wildkräuter verwenden.

Verwendung in der Küche

Brennnesseln kann man als Gemüsebeilage mit etwas Knoblauch und Salz in Butter dünsten. In Suppen und Salaten mundet das nussig, herb und leicht bitter schmeckende Kraut unvergleichlich gut. Oder geben Sie zur Abwechslung einmal fein geschnittene Brennnesseln in Ihren Gnocchi- oder Crêpeteig.

Sie können zarte, junge Blätter durch einen Bierteig ziehen und in Öl ausbacken. Das passt hervorragend zu einem erfrischenden Glas Weisswein. Selbst in einer aromatischen Kräuterbutter machen die Brennnesseln eine gute Falle.

Wer Brennnesseln verzehrt oder sie regelmässig in Form von Tee zu sich nimmt, tut sich und seiner Gesundheit viel Gutes. Das Kraut enthält jede Menge Eisen und Vitamin C, wirkt blutreinigend, blutbildend, regt den Stoffwechsel an und vertreibt im Frühjahr die Frühlingsmüdigkeit.

Naturheilkundler konnten beobachten, dass Brennnesseln das Histamin reduzieren, das bei allergischen Reaktionen, beispielsweise bei Heuschnupfen, ausgeschüttet wird. Sogar in der Kosmetik werden Brennnesseln erfolgreich eingesetzt. Köstliche Brennnessel-Rezepte:


Bewertung: Ø 2,0 (3 Stimmen)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Rosmarin

Rosmarin

Der immergrüne Rosmarin steht für die Mittelmeerküche schlechthin. Das sonnenhungrige, intensiv duftende Gewürzkraut erfreut sich auch bei uns grosser Beliebtheit.

WEITERLESEN...
Oregano

Oregano

Oregano wird gerne mit dem weit intensiver duftenden Majoran verwechselt. Fans von knusprigen Pizzen ist das Gewürz bestens bekannt!

WEITERLESEN...
Thymian

Thymian

Thymian ist einfach ein Muss! Das wohlriechende Kraut, das Sehnsüchte nach der betörenden Natur der Provence weckt, gehört in jeden Kräutergarten.

WEITERLESEN...
Salbei

Salbei

Der Salbei ist eine äusserst vielseitige Pflanze, die sowohl als wirkungsvolles Naturheilmittel als auch als aromatisches Küchenkraut oder als Zierstrauch eine gute Figur macht.

WEITERLESEN...

User Kommentare