Brennnesseln

Brennnesseln – kaum einer denkt bei diesem Wort direkt ans Essen, geschweige denn an eine Arzneipflanze. Dabei tut man der Brennnessel unrecht, wenn man sie als Unkraut bezeichnet. Sie lässt sich nicht nur vielfältig zubereiten, sondern ist auch noch sehr gesund.

Zum Verzehr sind nur die frischen Triebe der Brennnesseln nicht blühender Pflanzen geeignetZum Verzehr sind nur die frischen Triebe der Brennnesseln nicht blühender Pflanzen geeignet (Foto by: photooiasson / Depositphotos)

Brennnesseln gelten gemeinhin als Unkraut. Anders war das vor allem in Notzeiten. Da Brennnesseln nahezu überall wachsen, wurden sie beispielsweise in Kriegszeiten als Gemüseersatz oder Suppenbasis verwendet. Manche Brennnessel-Arten können bis zu 3 Meter hoch werden. Zum Verzehr sind aber nur die frischen Triebe noch nicht blühender Pflanzen geeignet. Sehr frische Triebe lassen sich auch deshalb leichter Sammeln, weil sie noch nicht so stark Brennen.

Herkunft & Saison

Brennnesseln kommen weltweit vor. Außer in der Antarktis finden sich in allen Ländern eine oder mehrere Brennnesselarten. Dabei bevorzugt die Brennnessel eher das gemäßigte Klima, ist allerdings auch sehr anpassungsfähig. Die wichtigsten Anbauländer liegen dennoch in den gemäßigten Breiten, hauptsächlich in Europa. Die so produzierten Brennnesseln werden im Wesentlichen getrocknet und als Arzneitee verwendet. Wer Brennnesseln in der heimischen Küche verwenden möchte, sollte sie entweder selber anbauen oder an geschützten Stellen fernab vom Straßenverkehr selber sammeln.

Geschmack

Brennnesseln weisen einen herb-frischen, aromatischen Geschmack auf.

Verwendung in der Küche

Brennnesseln sollten immer frisch gesammelt werden. Durch Blanchieren, intensives Abduschen oder Auswringen in einem feuchten Küchentuch, lässt sich die reizende Brennnesselsäure entfernen. So kann die Brennnessel ohne Probleme frisch verzehrt werden. Sie kann klein gehackt zu Salate gegeben werden, aber auch Butter oder Quark eine besondere Note verleihen. Brennnesseln lassen sich aber auch gut Garen.

Typische Beispiele für wohlschmeckende und aussergewöhnliche Gerichte mit Brennnesseln sind die Nesselsuppe oder der Brennnesselspinat, welche aus klein gehackten frischen Brennnesseln auf dieselbe Weise zubereitet wird wie normaler Spinat. Im deutschsprachigen Raum hat sich mittlerweile sogar Brennnesselkäse etabliert und erfreut sich zunehmender Beliebtheit.

Wirkung

Brennnesseln sind wahre Vitaminbomben. Ihr Anteil an Vitamin C ist durchschnittlich siebenmal höher als in einer Orange! Ausserdem enthalten sie sehr viel Vitamin A und eine Vielzahl an Mineralstoffen wie Magnesium, Calcium und Silicium, welches vor allem Haut, Haare und Fingernägel stärkt. Der hohe Eiweissgehalt der getrockneten Brennnessel und der hohe Eisengehalt runden das Bild ab. Brennnessel zählt zu den bedeutenden Arzneipflanzen. Brennnesseltee wird seit langer Zeit als natürliches Diuretikum – als harntreibendes Arzneimittel – und zur Entgiftung eingesetzt. Er aktiviert den Stoffwechsel und wirkt schmerzlindernd sowie entzündungshemmend.


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