Ernährung bei Diabetes

Bei Diabetes handelt es sich um eine chronische Stoffwechselerkrankung. Man unterscheidet zwei Arten von Diabetes: Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2. Da die Krankheit den Zuckerstoffwechsel betrifft, spricht man auch von Zuckerkrankheit.

Der Blutzuckerspiegel wird regelmässig gemessen.Der Blutzuckerspiegel wird regelmässig gemessen. (Foto by: londondeposit / Depositphotos)

Was ist Diabetes und welches sind die Symptome?

Insulin ist ein Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Es regelt den Blutzuckerspiegel. Ein gesunder Körper kann die Insulinproduktion so regeln, dass ihm Blutzucker stets in einem gesunden Rahmen zur Verfügung steht.

Bei Diabetes-Patienten ist die Insulinproduktion jedoch gestört, sodass der Blutzucker auf ein ungesundes Mass ansteigen kann. Der zu hohe Blutzuckerspiegel kann dem Körper und den Organen erheblichen Schaden zuführen und vor allem Nieren, Augen und Blutgefässe in Mitleidenschaft ziehen.

Ein erhöhter Blutzuckerspiegel kann zu Herzinfarkten, Schlaganfällen oder Nierenversagen führen. Zu den Symptomen gehören auch Durst, Juckreiz, Müdigkeit oder Gewichtsverlust.

Diabetes Typ 1

Hier handelt es sich um eine Autoimmunkrankheit. Da der Typ 1 oft schon in der Jugend auftritt, spricht man auch von Jugend-Diabetes oder juvenilem Diabetes. Man kann aber auch als Erwachsener an Diabetes Typ 1 erkranken.

Kennzeichnend ist, dass das körpereigene Immunsystem die Betazellen der Bauchspeicheldrüse, welche für die Insulinproduktion verantwortlich sind, angreift und zerstört. Der Körper leidet also ständig unter akutem Insulinmangel. Patienten, die davon betroffen sind, müssen sich ein Leben lang mehrmals täglich Insulin spritzen. Eine Heilung für diesen Typ gibt es bislang nicht.

Diabetes Typ 2

Bei dieser Form von Diabetes spricht man auch von Altersdiabetes. Einst trat er meist bei älteren Leuten zutage. Mittlerweile erkranken auch schon Kinder und Jugendliche am Typ 2, vor allem wenn sie schwer übergewichtig sind.

Bei dieser Diabetesform produziert der Körper zwar noch Insulin, jedoch nicht in genügendem Ausmass, um den Blutzucker in Energie umzuwandeln. Erbliche Anlagen, Übergewicht und Mangel an Bewegung können zu Diabetes Typ 2 führen. Normalgewicht, genügend Sport und eine ausgewogene Vollwerternährung erlauben in vielen Fällen ein weitgehend normales Leben ohne Medikamente.

Ernährung bei Diabetes

Wichtig ist, dass man sich gesund und ausgewogen ernährt. Wenn immer möglich, ist Vollkornprodukten den Vorzug zu geben. Esswaren, die reich an Nahrungsfasern sind, lassen den Blutzuckerspiegel nämlich langsamer ansteigen.

Dazu gehören nebst Vollkornprodukten, Hülsenfrüchte, Gemüse, Salate und Früchte. Genügend zu trinken – oder Wasser –, ist für Diabetiker sehr wichtig. Topinambur ist eine Knollenfrucht, die das günstige Inulin enthält.

Bei Fetten, auch solchen die man in Käse, Wurstwaren oder Saucen findet, sollte man zurückhaltend sein. Gleiches gilt für Alkoholisches.

Mehr als ein Glas pro Tag zur Hauptmahlzeit sollte nicht eingenommen werden. Sogar Süssigkeiten in kleinen Mengen sind erlaubt.

Am besten im Anschuss an die Hauptmahlzeit, wenn dafür die Menge an Kohlenhydraten reduziert wurde.

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