Estragon

Estragon findet in unseren Küchen eher selten Verwendung. Das ist erstaunlich, handelt es sich doch durchaus um ein traditionsreiches Gewürz, das richtig eingesetzt mit seinen feinen Geschmacksnuancen zahlreiche Speisen auf angenehme Art und Weise verfeinern kann.

frischer Estragonfrischer Estragon (Foto by: 5PH / Depositphotos)

Estragon, welcher auch als Kaiserkraut und als Schlangenkraut bezeichnet wird, gehört zur Familie der Beifußgewächse. Er wächst buschig und kann bis zu 1,5 m hoch werden, wobei die einzelnen Blätter der Pflanze bis zu 6 cm lang werden. Man unterscheidet den französischen und den russischen Estragon. Beides lässt sich relativ leicht im Kräutergarten kultivieren und steht so immer frisch zur Verfügung.

Herkunft & Saison

Estragon hat den Ursprung im Anbau vermutlich im südlichen Russland. Von dort aus gelangte das Kraut vermutlich mit den Kreuzfahrern in die europäischen Länder und wurde Bestandteil unserer Küche. Heutzutage wird Estragon vor allem in Italien und Frankreich angebaut. Aber auch die osteuropäischen Länder spielen eine Rolle für die weltweite Estragon-Gewinnung. Die typische Erntezeit für Estragon erstreckt sich auf die Monate Mai bis Oktober. Da die Blätter sofort welken, sobald sie abgezupft wurden, sollte man entweder selber anbauen oder frisch als ganzer Stock kaufen. Alternativ kann man getrockneten Estragon verwenden. Er lässt sich gut trocknen, ist allerdings in dieser Form nicht mehr so aromatisch wie frischer Estragon.

Geschmack

Estragon unterscheidet sich je nach Sorte im Geschmack. Russischer Estragon weist einen aromatischen Geschmack mit bitteren, süßlichen und sogar pfeffrigen Geschmacksnuancen auf. Der französische Estragon schmeckt milder und meist überhaupt nicht bitter.

Verwendung in der Küche

Estragon entfaltet seinen würzigen Geschmack am besten, wenn er erhitzt wird und Zeit hat einige Zeit zu ziehen. Deshalb kann Estragon im Gegensatz zu vielen anderen Gewürzen problemlos mitgekocht werden und eignet sich hervorragend für Eintöpfe, deftige Fleischgerichte, Saucen und Eiergerichte. Dabei sollte er aber vorsichtig dosiert werden, damit er im fertigen Gericht nicht allzu stark hervor schmeckt. Estragon spielt außerdem eine wichtige Rolle bei der Produktion von Senf und ist zudem ein zwingender Bestandteil der französischen Sauce Bearnaise. Estragon lässt sich gut mit Dill oder Petersilie kombinieren.

Wirkung

Estragon enthält als Hauptgeschmacksträger ätherische Öle und Flavonoide, welche über ihren Anteil in Abhängigkeit von seiner Herkunft die Intensität des Geschmacks bestimmen. Estragon wirkt entzündungshemmend und appetitanregend. Außerdem fördert Estragon die Verdauung und die Durchblutung. Zusätzlich wird ihm eine harntreibende und eine entschlackende Wirkung zugesprochen und auch bei Rheumaerkrankungen und Blähungen soll er sich positiv auswirken.


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