Muskat

Muskat zu verwenden bedeutet, sehr genau zu dosieren. Das Gewürz mit dem intensiven Aroma gehört zu einer Vielzahl von Gerichten unbedingt dazu. Man denke an Rosenkohl, Spinat, Kartoffelpüree oder die Béchamel-Sauce. Überdosiert kann es den Genuss aber auch ganz schnell verderben.

Die Geschmacksnuancen von Muskat reichen von süßlich über würzig bis hin zu harzig.Die Geschmacksnuancen von Muskat reichen von süßlich über würzig bis hin zu harzig. (Foto by: Madllen / Depositphotos)

Muskat gehört zu den „schwierigen“ Gewürzen. Ein guter Koch sollte mit seiner Anwendung dennoch unbedingt vertraut sein. Wohl dosiert ist Muskat ein perfektes Gewürz, um die Geschmacksnuancen anderer Zutaten hervorzuheben. Überdosiert kann das intensive Aroma jedoch vielen Menschen, die das Gewürz nicht allzu mögen, ein Gericht komplett verleiden. Muskatnüsse und -blüten wachsen am Muskatbaum. Dieser kann bis zu 20 m hoch werden und bevorzugt tropisches Klima. Die Blüten sind weiß bis hellgelb.

Herkunft & Saison

Muskat stammt ursprünglich von den indonesischen Molukken, welche bis heute den Beinamen Gewürzinseln tragen. Schon im Mittelalter war Muskat in Europa bekannt. Auch heute noch ist Indonesien das wichtigste Anbauland für Muskat. Außerdem exportieren Indien und einige Länder Südamerikas und Asiens Muskat nach Europa. Deshalb ist Muskat hierzulande ganzjährig erhältlich. Importiert werden Muskatblüten und -nüsse. Hohe Qualität erkennt man an ihrer Unversehrtheit und einem starken Aroma. Muskatnüsse weisen zudem einen hohen Ölgehalt auf.

Geschmack

Muskat hat einen charakteristischen Geschmack und Duft. Die Geschmacksnuancen reichen von süßlich über würzig bis hin zu harzig.

Verwendung in der Küche

Muskat passt gut zu vielen Gemüsesorten, allen voran zu allen Kohlsorten, zu Spinat und zu Spargelgerichten. Ebenso lassen sich auch helle Saucen und cremige Suppen damit perfekt abschmecken. Beispielhaft sei hier die klassische Béchamelsauce, die ohne Muskat nicht dieselbe wäre. Die Verwendung von Muskat bedarf etwas Fingerspitzengefühl, weil er durch den intensiven Geschmack schnell überdosiert ist. Besonders aromatisch schmeckt Muskat, wenn die Nuss frisch gerebelt wird. Die ganzen Nüsse lassen sich über Jahre hinweg lagern und weiter verwenden. Wem das zu umständlich ist, der kann auch auf die Pulverform zurückgreifen. Muskatpulver sollte aber unbedingt luftdicht verschlossen gelagert werden.

Wirkung

Muskat enthält viele ätherische Öle. Es wirkt appetitanregend und beseitigt Blähungen. Außerdem wirkt es antiseptisch und kann bei Bauchinfektionen lindernd wirken. Sogar eine luststeigernde Wirkung wird ihm nachgesagt. Hauptwirkstoff des Muskats enthält ist das Myristicin. Dieses ist in großen Mengen giftig. Nach Verzehr der Menge einer ganzen Nuss können Halluzinationen, Schwindel oder Krämpfe auftreten. Im schlimmsten Fall kann der Verzehr ins Koma führen. Berichten zufolge wurde Muskat aufgrund dieser Wirkungen schon als Drogenersatz missbraucht.


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