Paprika - Peperoni

Peperoni gehören wie die Tomaten zu den Nachtschattengewächsen. Es gibt sie in zahlreichen Grössen, Formen, Farben und unterschiedlichen Geschmacksnoten von mild bis extrem scharf. Doch eines ist ihnen allen gemein: Wir lieben sie heiss!

Streuen Sie die Samen ab Mitte März in einen mit Anzuchterde gefüllten Topf zur AnzuchtStreuen Sie die Samen ab Mitte März in einen mit Anzuchterde gefüllten Topf zur Anzucht (Foto by: maxsol7 / Depositphotos)

Planung

Es ist gar nicht so einfach, im eigenen Garten erfolgreich Paprika zu ziehen. Denn sie lieben Sonne und Wärme über alles. So entscheiden die Sonnenscheinstunden über Top oder Flop Ihrer diesbezüglichen Gärtnerambitionen.

Leider sind bei uns die Sommermonate oft verregnet, sodass es tatsächlich zu einer Lotterie verkommt, ob die geliebten Vitamin-C-Bomben gedeihen oder nicht. Wenn Sie aber einen sehr sonnigen und witterungsgeschützten Standort zur Verfügung haben, sollten Sie die Herausforderung annehmen.

Pflanzung, Anbau

Wenn Sie Ihre Paprika selber ziehen möchten, tun Sie das ab März. Streuen Sie die Samen in einen mit Anzuchterde gefüllten Topf, etwa doppelt so tief, wie die Samen gross sind. Bedecken Sie die Samen mit Erde und drücken Sie diese an. Nun giessen Sie die Erde gründlich an und bedecken sie mit einer durchsichtigen Haube.

Danach kommt der Topf an einen hellen und warmen Standort. Nach etwa vier Wochen topfen Sie die jungen Pflänzchen einzeln in kleine Töpfe um und kultivieren sie weiter. Wer ein Gewächshaus besitzt, kann die Pflanzen ab April dort unterbringen. Wem das alles zu aufwendig ist, kann nach den Eisheiligen beim Gärtner Setzlinge kaufen und diese direkt ins Freiland setzen. Lockere, humusreiche Erde, die vorher mit Kompost oder Hornmehl vermengt wurde, wäre ideal. Paprika benötigen einen Pflanzabstand von etwa einem halben Meter, zwischen den Reihen etwas mehr.

Stützen Sie Ihre Pflanze gleich zu Beginn mit einem Bambusstab. Sie können die Pflänzchen auch durch eine schwarze, mit Schlitzen versehene Mulchfolie in die Erde setzten. Dank dieser Mulchfolie schützen Sie den Boden vor dem Austrocknen. Zudem unterstützt diese das Aufwärmen der Erde.

Pflege, Düngen

Paprika gelten als durstige Pflanzen, weshalb man sie täglich giessen sollte. Aber aufgepasst: Spritzen Sie ja nicht die ganze Pflanze ab, sondern wässern Sie sie nur an den Wurzeln. Zur Nährstoffversorgung ist es gut, wenn Ihre Paprika alle 14 Tage etwas Dünger bekommen. Tomatendünger kann man auch für Paprika verwenden; allenfalls ist ein Langzeit-Tomatendünger die bequemere Alternative zu der 14-tägigen Düngergabe.

Ernte

Paprika nicht schaffen, während der warmen Saison zu reifen, kann man sie im Herbst theoretisch ins Haus nehmen und an einem hellen, warmen Standort weiterreifen lassen.

Konservierung

Kaum ein Gemüse eignet sich besser zum Einlegen als Paprika. Sie können die Früchte in Essig oder in Öl einlegen und danach mit den Zutaten variieren. Knoblauch, Zwiebeln, zusätzliche Gemüse, Gewürze und frische Gartenkräuter sorgen für Abwechslung. Zu Fleisch und Käse passt eine pikante, feurige Paprika-Tomaten-Konfitüre. Gut mit Grilladen harmoniert ein Paprika-Knoblauch-Püree. Und nicht alltäglich, aber einen Versuch wert ist garantiert ein aromatisches Paprika-Confit.

Lagerung

Die bunten Vitaminlieferanten gehören nicht zu den lagerfähigen Gemüsen. Im Kühlschrank überstehen sie zwar einige Tage. Doch es ist ratsam, die Paprika rasch zu geniessen oder sie zu verarbeiten.

Verwendung in der Küche

Paprika auf dem Teller – und man spürt den Sommer in der Seele. Eine schöne Gemüsespiess oder als schmackhafter Farbtupfer auf dem Fleischspiess, im Ofen geschmort, auf der Antipastiplatte mit Knoblauch in Öl eingelegt, mit Paprika holen Sie sich ein Stück Italianità auf den Teller.

Balkonanbau

Wenn man sieht, wie heikel die Kultivierung von Paprika im Freiland ist, sollte man sich überlegen, sie eher in Kübeln zu ziehen. Und zwar unabhängig davon, ob man ein Gartenbeet oder nur einen Balkon zur Verfügung hat. Denn im (ausreichend grossen) Kübel kann man das Gemüse witterungsgeschützt an einer warmen Hauswand gedeihen lassen.

Im Herbst lassen sich die Töpfe zudem ins Haus dislozieren, sollte ein Nachreifen notwendig werden. Kübelpeperoni wollen ebenfalls regelmässig gegossen und gedüngt werden, damit sie schön gedeihen. Beliebte Paprika-Rezepte:


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