Backpulver

Backpulver ist die Grundlage für einen gelungenen Rührkuchen. Es sorgt dafür, dass der gerührte Teig sein Volumen in etwa verdoppelt, der Rührkuchen beim Backen „aufgeht“ und so besonders luftig-leicht zu genießen ist.

BackpulverBackpulver (Foto by: jordache / Depositphotos)

Backpulver gehört wie Rührkuchens sorgt. Backpulver ist eine wichtige Zutat für Rührkuchen und Muffins, da sie dadurch ihre gewohnte Leichtigkeit und ihr Volumen erhalten. Die Anwendung beschränkt sich aber nicht auf das Backen – Backpulver gilt als Hausmittel für die verschiedensten Küchen- und Haushaltsprobleme.

Herkunft

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Backpulver von Eben Norton Horsford und Ludwig Clamor Marquart entwickelt und im Folgenden auch industriell produziert und vermarktet. Die Nachfrage nach dem Produkt stieg während des amerikanischen Bürgerkriegs von 1861 bis 1865 enorm an, da sich durch Backpulver Backwaren leichter herstellen ließen und eine längere Haltbarkeit aufwiesen. Um 1900 entwickelte August Oetker das Backpulver weiter und läutete über eine Abfüllung und Vermarktung in Kleinstmengen für Haushalte dessen Erfolgsgeschichte als unverzichtbare Backzutat ein.

Aussehen

Backpulver ist ein schneeweißes, sehr feines, nicht klumpendes Pulver.

Geschmack

Backpulver ist nicht für den alleinigen Verzehr geeignet. Industriell hergestelltes Backpulver enthält neben den beiden Hauptbestandteilen Natriumhydrogencarbonat und Säuerungsmittel noch Trennmittel und Aromen. Aus dieser Kombination entsteht ein charakteristischer Backpulvergeschmack. Auch saure und salzige Nuancen können vorhanden sein, da Backpulver auch kleine Mengen Salz enthält. Eine geschmacklose Alternative ist Weinsteinbackpulver oder aus den Grundkomponenten selber hergestellte Backpulver.

Anwendung/Verwendung in der Küche

Backpulver führt dazu, dass über die Freisetzung von kleinsten Gasbläschen während des Backens überall im Teig eine schwammartige Struktur entsteht und so das Backprodukt sein Volumen vergrößert. Wer schon einmal bei einem Kuchen das Backpulver vergessen hat, wird die Wirkung gut beschreiben können: Der Kuchen bleibt etwa halb so klein und sehr kompakt bis hin zu schliffig. Backpulver muss genau dosiert werden. Hierfür ist ein Verhältnis von 1:30 anzuwenden, also ein Teil Backpulver, 30 Teile Mehl. Die typischen Backpulver-Päckchen enthalten 16,5 g Backpulver und sind für ein halbes Kilogramm Mehl ausgelegt. Wenn in Rezepten eine abweichende Menge angegeben ist, sollte diese genau eingehalten werden, um ein optimales Backergebnis zu gewährleisten.

Backpulver sollte stets trocken und kühl aufbewahrt werden. Feuchtigkeit und Wärme lösen die Wirkung des Backtriebmittels aus. Wenn Backpulver Feuchtigkeit gezogen hat, sollte es nicht mehr verwendet werden, da die Wirkung als Backtreibmittel nicht mehr einzuschätzen ist. Backpulver wird beim Herstellen eines Teiges entweder ganz zum Schluss, wenn der restliche Teig bereits fertig ist, hinzugegeben und nur noch kurz eingerührt oder aber gründlich mit den anderen trockenen Zutaten vermischt und dann mit diesen zusammen in die restlichen Zutaten eingerührt. Anschließend sollte der Teig sofort in den Ofen gegeben oder wenigstens im Kühlschrank zwischengelagert werden.


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