Bärlauch

Bärlauch ist der erste Vorbote des Frühlings. Tritt er in Erscheinung, weiss man, dass es nicht mehr lange geht, bis die Natur zu neuem Leben erwacht. Ob Bärlauch aus dem eigenen Garten oder im Wald geerntet: Die mit Zwiebeln und Knoblauch verwandte Pflanze ist immer ein Genuss.

Bärlauch mag einen schattigen, feuchten StandortBärlauch mag einen schattigen, feuchten Standort (Foto by: Raduska/ Depositphotos)

Anbau

Beim Bärlauch handelt es sich um eine Wildpflanze, die nicht ganz einfach zu kultivieren ist. Sie mag einen schattigen, feuchten Standort und einen humosen, lockeren und nährstoffreichen Boden. Der Bärlauch eignet sich gut zur Pflanzung zwischen Büschen und Stauden. Kaufen Sie im Gartencenter Bärlauchzwiebeln, die Sie direkt in die aufgelockerte Erde stecken, etwa 2 cm tief, mit einem Abstand von etwa 15 cm. Solange der Boden nicht gefroren ist, kann man die Zwiebeln immer setzen. Wichtig ist, dass der Boden stets schön feucht bleibt, also ist grosszügiges Wässern eine wichtige Voraussetzung für das Gedeihen Ihres Bärlauchs.

Pflege, Düngen

Bärlauch benötigt hauptsächlich viel Wasser und etwas Geduld. Denn erst nach etwa drei bis vier Jahren beginnt er, sich auszubreiten. Deshalb sollte man ihn in den ersten Jahren nicht übermässig ernten. Gönnen Sie Ihrem Bärlauch ab und zu eine Mulchschicht aus reifem Kompost.

Ernte

Die jungen, zarten Blätter schmecken am besten. Bärlauch wird deshalb im März oder April, auf jeden Fall vor der Blüte, geerntet. Hat man keinen Bärlauch im eigenen Garten, kann man wilden Bärlauch pflücken. Wer im Frühling durch die Wälder und den Bächen entlang streift, braucht bloss seiner Nase nachzugehen; das knoblauchartige Aroma breitet sich in dieser Zeit flächendeckend aus. Doch aufgepasst: Bärlauch kann man leicht mit den giftigen Maiglöckchen oder den Herbstzeitlosen verwechseln.

Sind Sie unsicher, machen Sie den Geruchstest. Reiben Sie ein Blatt zwischen Ihren Fingern: Verströmt es einen intensiven Knoblauchduft, handelt es sich zweifelsfrei um Bärlauch. Die Blätter von Maiglöckchen und Herbstzeitlosen hingegen sind völlig geruchslos. Um dem Fuchsbandwurm vorzubeugen, ist es wichtig, dass Sie den wilden Bärlauch vor dem Verzehr gut waschen.

Lagerung, Haltbarkeit

Bärlauch ist nicht lange haltbar und lässt sich nicht lagern. Entweder geniesst man ihn frisch nach der Ernte oder verarbeitet ihn so, dass er über längere Zeit konservierbar ist.

Konservierung

Bärlauch kann man zur Konservierung trocknen und danach als Gewürz verwenden. Auch kann man ihn problemlos einfrieren. Am besten verwenden Sie dazu eine Kräuterdose und frieren gleich die ganzen Blätter ein. In gefrorenem Zustand lassen sie sich leicht zerkleinern. Sowohl beim Tieffrieren als auch beim Trocknen verliert der Bärlauch sein sattes, kräftiges Aroma. Es gibt deshalb empfehlenswertere Konservierungsmethoden: Verarbeiten Sie ihn zu einer Paste. Cuttern Sie die Blätter zusammen mit etwas Fleur de Sel und einem grosszügigen Schluck erstklassigem Olivenöl. Füllen Sie die Paste in Einmachgläser und decken Sie sie mit Olivenöl zu. So lässt sich das Kraut mehrere Monate konservieren.

Sie können aber auch die Paste im Tiefkühlfach aufbewahren, um die Konservierungszeit zu dehnen. Mit der Paste verfeinern Sie Suppen, Salatsaucen, Risotto, Marinaden und vieles mehr. Eine weitere gute Konservierungsart ist die Verarbeitung zu einem köstlichen Pesto, der sich von der herkömmlichen Variante nur dahin gehend unterscheidet, dass man statt Basilikum eben Bärlauch verwendet. Zu Pasta: ein Gedicht! Übrigens – auch Bärlauchknospen lassen sich verarbeiten. Kochen Sie dazu milden Weinessig mit wenig Zucker auf und giessen Sie diesen Sud über die in Einmachgläser gefüllten Knospen. Danach luftdicht verschliessen. Die Knospen eignen sich hervorragend zum Aperitif oder als Ergänzung einer Vorspeise.

Verwendung in der Küche

Mit Bärlauch verleihen Sie zahlreichen Gerichten mehr Pep! Geben Sie Ihrem Salat einen Touch von Frühling, indem Sie ihm einfach einige junge, zarte Bärlauchblätter beifügen. Auf dem Brunchtisch macht sich ein Brotaufstrich aus Bärlauch-Spaghetti oder einem Bärlauch-Risotto. Herrlich schmeckt die Bärlauchpaste in Pizzateigrondellen frisch aus dem Ofen, die Sie zu einem prickelnden Prosecco als Apéro servieren, oder auch anstelle einer Tomatensauce auf einem Pizzateig.

Bärlauch ist gesund!

Der Bärlauch verdankt seinen Namen ursprünglich tatsächlich den Bären. Man beobachtete nämlich, dass Meister Petz nach dem Winterschlaf jeweils tüchtig Bärlauch reinhaut, und schloss daraus, seine Bärenkräfte zöge er aus diesem Kraut. Das stimmt zwar so nicht ganz.

Dennoch, die Pflanze enthält reichlich Vitamin C, Magnesium, Eisen und Mangan, was nicht nur den Bären gut tut. Weiter hat sie eine positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel. Sie soll helfen, Herzinfarkten oder Schlaganfällen vorzubeugen und weist überdies eine entgiftende, antibakterielle Wirkung auf. Beliebte Rezepte mit Bärlauch:


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