Kümmel & Kreuzkümmel

Kümmel und Kreuzkümmel – auch wenn die Namen es nicht erwarten lassen: wer sie vertauscht wird sein geschmackliches Wunder erleben. Denn trotz der nahen Verwandtschaft und einer ähnlichen medizinischen Wirkung unterscheiden Kümmel und Kreuzkümmel sind grundlegend im Geschmack.

Kreuzkümmel weist eine frische Kampfernote auf.Kreuzkümmel weist eine frische Kampfernote auf. (Foto by: dabjola / Depositphotos)

Kümmel und Kreuzkümmel sind beides Samenfrüchte bestimmter Doldengewächse. Beide sind nahezu weltweit bekannt und werden fast überall auf der Welt als Gewürz eingesetzt. Allerdings besteht akute Verwechslungsgefahr, zumal aufgrund falscher Übersetzungen in indischen Gerichten oft fälschlicherweise Kümmel auftaucht, obwohl Kreuzkümmel gemeint ist. Werden die Gewürze vertauscht, so verändert sich der Geschmack des Gerichtes komplett, da beide eine sehr starke Würzkraft haben und ihr Geschmack Speisen dominiert.

Herkunft & Saison

Sowohl Kümmel als auch Kreuzkümmel stammen ursprünglich aus Asien. Kümmel wird vermutlich seit tausenden von Jahren als Heilpflanze und Gewürz eingesetzt. Ähnliches gilt für den Kreuzkümmel, welcher schon im alten Griechenland verwendet wurde. Beide Gewürze werden mittlerweile weltweit kultiviert.

Die wichtigsten Anbaugebieten des Kümmels befinden sich vor allem in Europa, insbesondere in Polen, Ungarn, Tschechien und Österreich. Kreuzkümmel wird hauptsächlich in Indien, China, Indonesien und im Mittelmeerraum angebaut. Kümmel und Kreuzkümmel sind ganzjährig im Handel erhältlich.

Geschmack

Beide Gewürze haben eine starke Würzkraft und ein intensives Aroma. Jedes für sich schmeckt unverwechselbar herb-aromatisch. Kümmel verbreitet dabei eher ein Anis-Aroma, während Kreuzkümmel eine frische Kampfernote aufweist.

Verwendung in der Küche

Kümmel und Kreuzkümmel entfalten ihr Aroma am besten, wenn die Früchte direkt vor der Verwendung frisch zerstoßen werden. Sie können aber auch im Ganzen oder als Pulver verwendet werden. Hinsichtlich ihrer verdauungsfördernden Wirkung gleichen sich die beiden Gewürze sehr. Ihre Verwendung lässt sich daher am ehesten nach landestypischen Küchen zuordnen. Kümmel ist traditionell ein eher europäisches Gewürz. Er kommt als Brotgewürz, aber auch für Wurst, Käse, Gemüse, Fleischgerichte und Marinaden zum Einsatz.

Nicht zu vergessen die Herstellung von alkoholischen Getränken wie Kümmelbranntwein oder Kümmellikör. Kreuzkümmel hingegen ist fest verbunden mit den landestypischen Küchen Indiens, Südamerikas, Chinas, Nordafrikas, des Nahen Ostens sowie der Türkei und Griechenlands. Für die bekannten Gerichte Chili con Carne und Falafel ist Kreuzkümmel unverzichtbar. Er harmoniert besonders gut mit Koriander und ist häufig Bestandteil von Curry-Gewürzmischungen.

Wirkung

Die botanischen verwandten Kümmel- und Kreuzkümmelfrüchte enthalten vor allem ätherische Öle. Sie haben eine starke verdauungsfördernde Wirkung und verschaffen Linderung bei Verdauungsproblemen, Bauchschmerzen und Blähungen. Kümmel ist Bestandteil von Stilltee, gelangt er doch über die Muttermilch aus in Babys Bäuchlein.


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