So gelingt’s: Lammbraten

Ein Lammbraten ist eine Herausforderung für viele Köche. Schliesslich soll das Fleisch weder zu sehr nach Hammel schmecken noch im Ofen trocken werden. Wenn Sie jedoch unsere besten Tipps beherzigen, werden Sie Ihre Gäste mit dem wohlschmeckenden Lammfleisch überzeugen können.

Gewürze geben dem Lammfleisch eine besondere NoteGewürze geben dem Lammfleisch eine besondere Note (Foto by: alexraths / Depositphotos)

Vor Lammfleisch haben viele Hobbyköche einen eigentlich unbegründeten Respekt. Die meisten davon haben irgendwann schon einmal Lammfleisch gegessen, das zu fest nach Hammel geschmeckt hat oder viel zu trocken war, statt ein zartes Aroma an den Tag zu legen.

Dabei ist es überhaupt nicht schwierig, einen feinen Lammbraten zu kochen, wenn Sie einige Tipps beachten.

Tipp 1: Das Fleisch richtig auswählen

Die Gefahr eines zu herben Hammelgeschmacks können Sie ganz einfach ausmerzen: Stellen Sie beim Kauf des Fleisches sicher, dass das Tier, von dem das Fleisch stammt, nicht älter als acht Monate war.

Die optimale Schlachtzeit für Lämmer ist zwischen dem vierten und achten Lebensmonat. Zum Braten eignen sich vom Lamm vor allem die Schulter und der Rücken, die im Ganzen gebraten werden.

Auch Koteletts können als Braten verwendet werden, wenn sie ganz gelassen werden. Sie werden dann als Sattel gebraten. Für Braten nicht geeignet sind die Lammhaxe, Hals, Kamm und die Lammkeulen.

Tipp 2: Die Vorbereitung ist das A und O

Zunächst muss das Fleisch ordentlich gereinigt werden. Waschen Sie es dazu unter fliessendem, kaltem Wasser. Trocknen Sie es anschliessend ab, ein Abtupfen mit Küchenrolle reicht völlig.

Auch wenn Sie gerne fettarm essen, sollten Sie das Fett am Fleisch belassen. Ansonsten laufen Sie Gefahr, dass Ihr Braten im Ofen trocken wird.

Zudem sorgt das Fett auch für den leckeren Geschmack. Knochen und Sehnen, die beim Auslösen des Fleisches übrig bleiben, können Sie auch noch nutzen.

Kochen Sie sie aus und verwenden Sie sie als Basis für die Sauce oder auch für einen Fonds.

Tipp 3: Mit Gewürzen experimentieren

Die Gewürze sind natürlich mit das Wichtigste beim Lammbraten. Die klassischen Gewürze sind Salz und Pfeffer, vor allem aber Rosmarin und Thymian.

Aber gerade wenn Sie Lammbraten zukünftig öfter machen möchten, dürfen Sie ruhig auch ein wenig mit Gewürzen experimentieren und neue Kreationen ausprobieren. Die mediterrane Würzweise ist sehr beliebt, da sie hervorragend mit zahlreichen Beilagen verknüpft werden kann.

Passende Gewürze sind beispielsweise:

  • Salbei
  • Basilikum
  • Oregano
  • Lavendel

Ein bisschen exotischer geht es auch mit arabischen Gewürzen. In diese Gruppe gehören unter anderem:

  • Koriander
  • Kreuzkümmel
  • Safran
  • Kardamom
  • Zimt
  • Ingwer
  • Muskat
  • Anis

Wenn Sie erreichen möchten, dass das Fleisch den Geschmack der Gewürze besonders gut annimmt, können Sie den Braten mit den Gewürzen spicken.

Verwenden Sie hierzu ein ganz feines, scharfes Messer und schneiden Sie das Fleisch in Faserrichtung ein wenig ein. In diese kleine Mulde legen Sie nun die Gewürze. Achten Sie darauf, dass Sie keine Fasern verletzen, da der Braten sonst im Ofen austrocknen kann.

Tipp 4: Die Form wahren

Damit sich Ihr Braten im Ofen nicht verformt, können Sie die Fettschicht bearbeiten. Schneiden Sie sie in der Form von Rauten ein, so wie Sie es vielleicht auch schon vom Schweinebraten kennen. Dies sorgt dafür, dass das Lammstück seine Form behält. Zudem kommt dadurch die Hitze besser ins Zentrum des Fleisches, was für einen gleichmässigen Bratvorgang sorgt.

optimal ist der Lammbraten, wenn er noch leicht rosa aus dem Ofen kommtoptimal ist der Lammbraten, wenn er noch leicht rosa aus dem Ofen kommt (Foto by: XXX / Depositphotos)

Tipp 5: Auf den Punkt

Ihr Ziel sollte es sein, dass der Lammbraten in der Mitte noch leicht rosa ist, wenn er aus dem Ofen kommt. So vermeiden Sie nämlich auf jeden Fall, dass das Fleisch zu trocken wird. Im rosa Zustand ist es schön zart und weich.

Zu blutig sollten Sie den Braten besser nicht auf den Tisch bringen, wenn Sie die Vorlieben Ihrer Gäste nicht kennen, denn viele mögen das bei Lammfleisch nicht.

Die Garzeit lässt sich nicht pauschal festlegen, da diese von Ihrem Braten abhängt. So braucht beispielsweise ein grosses Stück länger als ein kleines, ein hohes Stück länger als ein flaches usw.

Am besten bedienen Sie sich eines Bratenthermometers, mit dem Sie während des Bratvorgangs immer wieder die Temperatur im Inneren überprüfen können.


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