Zitronengras

Wer denkt beim herrlich nach Zitrone und Rose duftenden Zitronengras nicht sofort an Thailands wunderbare Küche? Frisches Zitronengras findet man bei uns mittlerweile in jedem gut sortierten Grossverteiler. Doch wer einen eigenen Kräutergarten hegt, verspürt bestimmt den Wunsch, es selbst anzupflanzen. Zumal es auch als Zierpflanze äusserst hübsch aussieht.

Der sonnige, warme Standort ist die wichtigste Voraussetzung für das ZitronengrasDer sonnige, warme Standort ist die wichtigste Voraussetzung für das Zitronengras (Foto by: jumpe / Depositphotos)

Anbau

Zitronengras kommt hauptsächlich in tropischen Gegenden vor, also in Asien und Afrika. Es mag ein warmes, feuchtes Klima und volle Sonnenbestrahlung. Hingegen verträgt die Pflanze keine Kälte. Wer sich also aufmacht, seinen Kräutergarten mit Zitronengras zu erweitern, sollte sich bewusst sein, dass man es in unseren Breitengraden lediglich im Topf ziehen kann.

Denn zum Überwintern muss Zitronengras zwingend an die Wärme gebracht werden. Damit die schilfartig wachsende Pflanze trotz der hiesigen klimatischen Bedingungen gedeihen kann, braucht sie einen geeigneten Standort. Dieser sollte warm, regen- und windgeschützt sein, sowie den ganzen Tag voll besonnt werden. Verwenden Sie nährstoffreiche, humose Erde. Wenn Sie Ihre Jungpflanze einsetzen, sollten Sie darauf achten, dass Sie dem Wurzelballen genügend Raum einräumen, sodass dieser kräftig weiter wachsen kann.

Pflege, Düngen

Der sonnige, warme Standort ist die wichtigste Voraussetzung, dass Zitronengras bei uns gedeiht. Zudem sollte man es regelmässig giessen, sodass die Erde gleichmässig feucht bleibt. Übertriebene Nässe kann die Wurzeln jedoch abfaulen lassen. Wenn es im Herbst kühler wird, nehmen Sie den Topf an die Wärme und überwintern Sie die Pflanze bei mindestens 15 Grad. Lichten Sie die Pflanze während des Winters nicht aus.

Gelb verfärbte Stängel können Sie jeweils bis im Herbst wegschneiden. Im Winter sollten Sie die Pflanze ruhen lassen und sie lediglich ab und zu mit etwas Wasser versorgen. Wenn es im Frühling wieder wärmer wird, stellen Sie den Topf erneut ins Freie und nähren das Zitronengras ab und zu mit organischem Dünger.

Ernte

Während der Sommermonate kappen Sie je nach Bedarf laufend so viele Stängel, wie Sie für Ihr Gericht benötigen. Achten Sie dabei darauf, dass Sie die Knollen unversehrt lassen und Sie diese nicht berühren.

Lagerung, Haltbarkeit

Wenn Sie Zitronengras in Zeitungspapier einwickeln und ins Gemüsefach Ihres Kühlschranks legen, lässt es sich durchaus ein paar Wochen halten.

Konservierung

In jedem Asia-Laden findet man Zitronengras, teilweise getrocknet und zu Pulver gemahlen. In Form von Paste, die sich gut halten lässt, findet man es häufig ebenfalls im Angebot. Vor allem getrocknet verliert das Zitronengras aber stark an Aroma. Besser erhalten bleibt der verführerische Duft, wenn Sie die Stängel einfrieren. Zitronengras lässt sich beispielsweise zu einem exotisch mundenden Sirup verarbeiten, mit dem Sie Ihren Desserts eine besondere Note verleihen können.

Verwendung in der Küche

Zitronengras kommt hauptsächlich in der asiatischen Küche häufig zum Einsatz. Vor allem in der thailändischen und indonesischen Küche findet man es in unzähligen Rezepten. Doch auch die Afrikaner würzen ihre Speisen häufig mit Zitronengras. Beim Kochen wird nur der vorderste, weisse, leicht verdickte Teil des Stängels verwendet. Dieser wird vor dem Kochvorgang sehr fein gehackt. Der hintere, grüne Teil ist holzig und deshalb zum Essen nicht geeignet. In einem Tee können Sie jedoch den ganzen Halm ziehen lassen.

Falls Sie Tee mit frischem Zitronengras ansetzen, bearbeiten Sie es, in dem Sie es kräftig klopfen. So können sich die ätherischen Öle freisetzen. Dadurch verstärkt sich das wunderbare Aroma Ihres Tees. Mit Zitronengras können Sie exotische Salate würzen, beispielsweise einen Papayasalat mit scharfem Chili oder einen fernöstlichen Glasnudelsalat. Wunderbar passt es in die thailändische Kokosmilchsuppe. Seine intensiven Geschmacksnoten harmonieren ausgezeichnet mit Crevetten- oder Pouletgerichten. Zitronengrasstängel können Sie übrigens als Spiessli für Crevettenspiesse vom Grill verwenden.

Das sieht nicht nur sehr hübsch aus, es mundet auch hervorragend. Zum Backen oder zum Aromatisieren von verführerischen Desserts eignet sich das vielseitige Zitronengras ebenfalls ganz prima. Bereiten Sie Zitronengrassorbet zu – ein herrlich erfrischendes und leicht bekömmliches Dessert, mit dem Sie bestimmt immer Erfolg haben.

In der Naturheilkunde greift man gerne auf Zitronengrastee zurück, wenn man erkältet ist oder an Magenbeschwerden leidet. Übrigens als Duftträger wird Zitronengras oft verwendet, beispielsweise in Parfums oder aber in Räucherstäbchen und Kerzen als Repellent gegen angriffige Mücken. Rezepte mit Zitronengras:


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