Zwiebel

Ist die Zwiebel das meist verwendete Gemüse in der Küche? Fakt ist, dass Zwiebeln in einem Grossteil der Gerichte für Rasse und Würze verantwortlich sind. Grund genug also, die vielseitigen Knollen im eigenen Garten anzubauen.

Je nach Zwiebelsorte können Sie die Knollen zwischen Juli und September erntenJe nach Zwiebelsorte können Sie die Knollen zwischen Juli und September ernten (Foto by: VelesStudio/ Depositphotos)

Planung

Die Zwiebel zählt man zu den Lauchgewächsen. Man kennt zahlreiche Arten von Zwiebeln, beispielsweise die Frühlingszwiebel, die herrlich im Salat schmeckt, die grosse Gemüsezwiebel, die Schalotten, die rote Zwiebel oder die schalenlose Silberzwiebel.

Vor dem Anpflanzen muss man sich entscheiden, ob man die Zwiebeln zieht und ansät oder ob man Steckzwiebeln verwenden will. Schauen Sie, dass Sie Ihre Zwiebeln in tiefgründigen, durchlässigen Boden setzen und dass der Standort überwiegend besonnt wird. Das Zwiebelbeet sollte jedoch nicht windgeschützt sein, damit es der Mehltau schwerer hat, sich auf der Pflanze festzusetzen.

Pflanzung, Anbau

Zwiebelsamen keimen auch, wenn es kalt ist. Wenn Sie also Ihre Zwiebeln ansäen wollen, sollten Sie dies im Januar oder Februar, aber nicht später als im März getan haben. Einfacher geht es mit Steckzwiebeln.

Diese können Sie im März oder April in Ihr Gartenbeet stecken. Lockern Sie vor dem Einsetzen der Steckzwiebeln den Boden gut auf und entfernen Sie alles Unkraut gründlich. Nun stecken Sie die Zwiebeln mit dem spitzen Teil nach oben so tief in die Erde, das der Spitz gerade noch ein wenig hervorlugt. Halten Sie einen Abstand von etwa 10 cm in der Reihe und 20 cm zwischen den Reihen ein.

Pflege, Düngen

Da Unkraut das Wachstum der Zwiebeln ausbremst, sollten Sie regelmässig Unkraut jäten. Der willkommene Nebeneffekt dabei ist, dass Sie damit zugleich den Boden auflockern. Bis im August sollten Sie Ihre Zwiebeln wiederkehrend wässern – achten Sie aber darauf, dass Sie es nicht übertreiben, denn sonst faulen die Wurzeln ab.

Haben sich die Pflanzen prächtig entwickelt, können Sie ab August das Giessen einstellen. Verwenden Sie als Dünger reifen Kompost. Frischer Kompost wäre ungünstig, denn er ist gefundenes Fressen für die berüchtigten Zwiebelfliegen. Sollten sich die Zwiebelfliegen dennoch nicht abhalten lassen, kann man zum Schutz ein Netz über das Gemüse spannen.

Ernte

Je nach Zwiebelsorte können Sie die Knollen zwischen Juli und September ernten. Wenn sich das Laub der Zwiebeln gelb verfärbt und etwa ein Drittel davon abgestorben oder abgeknickt ist, kann man davon ausgehen, dass sie nun reif sind. Wählen Sie zum Ernten einen trockenen Tag und hängen Sie die Zwiebeln danach einige Tage zum Trocknen auf. Bei diesem Trocknungsvorgang sollte das Kraut an der Knolle bleiben.

Konservierung

Ob man nun Kürbis, Zucchetti oder sonst ein Gemüse einlegt, Zwiebeln gehören meistens mit dazu. Doch man kann auch lediglich die Zwiebeln einlegen. Nebst der obligaten süsssauren Variante findet man dafür viele gluschtige Rezepte: eingelegt in Rotwein, Sherryessig, Balsamico oder feurig auf mexikanische Art mit scharfem Chili. Zu Wild und gebratenem Fleisch passt eine rote Zwiebelmarmelade hervorragend. Apart mundet auch ein Zwiebel-Pflaumen-Confit.

Lagerung

Zwiebeln kann man etwa ein halbes Jahr lagern, vorausgesetzt der Standort stimmt. Der Lagerort sollte dunkel und trocken sein, am besten im Keller. Wichtig ist, dass die Zwiebeln lose in einem Netz oder Korb gelagert werden, wo sie atmen können. Plastiksäcke oder ein feuchtes Klima wirken sich ungünstig auf die Lagerfähigkeit aus, denn die Zwiebeln würden zu keimen beginnen.

Verwendung in der Küche

Wie schon erwähnt, die Zwiebel kommt bei fast allen Gerichten Zibelewaie. Herz und Seele wärmt die französische Zwiebelsuppe, die mit Käse überbacken wird.

Aus Nordamerika kommen die sündhaft guten Onion Rings, die paniert in Öl frittiert und mit einer Cocktailsauce oder Guacamole genossen werden. Gefüllte Gemüsezwiebeln sind ebenfalls ein Gedicht. Man kann sie übrigens auch hervorragend auf dem Holzkohlengrill zubereiten und zu einem grillierten Steak als Beilage reichen.

Zwiebel als Heilmittel

Die Zwiebel gilt als die älteste Kulturpflanze und kommt seit jeher nicht nur in der Küche zum Einsatz; als Heilmittel verfügt sie über zahlreiche heilende Eigenschaften. Sie besitzt eine starke antibakterielle Wirkung und unterstützt die Wundheilung. Gute Dienste erweist das kalium- und kalziumreiche Gemüse bei Bluthochdruck und hohen Blutfettwerten.

Bei Husten wirkt ein Zwiebel-Honig-Saft stark lindernd. Erkältung und Husten kann man aber auch mit einem Apfel-Zwiebel-Tee bekämpfen. Und bei Ohrenschmerzen kann man zur Linderung eine Packung mit gehackten Zwiebeln auflegen. Dies nur ein paar Beispiele aus Omas Hausapotheke, die bestimmt noch weitere altgediente Rezepturen bereithält.

Beliebte Rezepte mit Zwiebel:


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