Artischocke

Die Artischocke, die Cynara scolymus ist ein bekömmliches und schmackhaftes Edelgemüse. In der Küche werden die Blütenknospen als Gemüse gebraten oder gekocht verzehrt. Insbesondere das Artischockenherz gilt dabei gekocht oder eingelegt als Delikatesse. Aber auch als Belag auf der Pizza sind Artischocken beliebt. Wie kocht man Artischocken? Wir zeigen wie das geht.

ArtischockeArtischocke (Foto by: marylooo / Depositphotos)

Allgemeines

Die Artischocke ist eine bekannte Distelpflanze und zählt zur Familie der Korbblütler. Dabei handelt es sich um eine kräftige Kulturpflanze mit einem körbchenförmigen Blütenstand. Wild wachsende Varianten sind genauso bekannt, wie gezüchtete Pflanzen. Bei der gezüchteten Form sind die Blütenstände deutlich grösser. Die Pflanze kann eine Höhe von zwei Metern erreichen.

Herkunft

Die Ursprünge der Artischocke sind in Ägypten zu finden. Von dort aus verbreitete sich die Pflanze im 13. Jahrhundert auch in Europa. Aber erst ab dem 15. Jahrhundert fand das Gemüse den Weg in andere europäische Länder, wie in die Schweiz. In den Anfängen handelte es sich bei der Artischocke um ein teures Gemüse, sodass der Verzehr der wohlhabenderen Bevölkerung vorbehalten war. Mittlerweile zählen die USA, Argentinien, Italien, Ägypten, Spanien und Frankreich zu den Hauptanbauländern. Dort erhält die frostempfindliche Pflanze ausreichend Sonne.

Saison

Die Saison der Artischocke hängt vom Anbauland ab. So ist das Gemüse in der Schweiz mittlerweile das ganze Jahr über erhältlich. Die Auswahl ist im Frühjahr, bis in den Spätherbst hinein am grössten. Die beliebteste Artischockensorte, die Romanesco, ist aus Italien vor allen Dingen von März bis Juni erhältlich. Werden die Artischocken bei mitteleuropäischem Klima im Freiland angebaut, dann ist mit der Ernte von Juli bis September zu rechnen.

Geschmack

Die Artischocke ist ein aromatisches Gemüse mit einem leichtnussigen, feinherben bis zartbitteren Geschmack.

Verwendung in der Küche - Artischocken kochen

In der Küche werden von der Pflanze vor allen Dingen die Knospe und davon die unteren Hüllblätter und die Böden genutzt. Die Blütenknospen können gebraten oder in Salzwasser mit etwas Zitronensaft gekocht verzehrt werden. Die Artischockenböden können auch eingelegt werden und sind vielen vor allen Dingen als schmackhafter Pizzabelag bekannt.

So werden Artischocken gekocht:

Die Artischockenblätter um etwa ein Drittel mit der Schere abschneiden und die Stiele abschneiden (nicht wegwerfen, sondern mitgaren). In heissem Salzwasser mit etwas Zitronensaft etwa 30 bis 40 Minuten garen (je nach Grösse). Herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Eine besondere Delikatesse stellen bei diesem Gemüse die sogenannten Artischockenherzen dar. Dabei handelt es sich um den unteren Teil des Kelchblattes, welches verdickt ist. Dieser Teil der Pflanze kann gekocht oder eingelegt werden. Oftmals werden sie in Kräutern eingelegt als Antipasti gereicht.

Aus den frischen Blättern der Artischocke kann auch Saft gewonnen werden. Dieser wird als Heilmittel eingesetzt und nur in geringem Masse, bei Beschwerden wie Verdauungsstörungen oder Magenbeschwerden getrunken. Werden die Blätter getrocknet und mit heissem Wasser übergossen, dann lässt sich daraus auch Tee zubereiten.

Aufbewahrung/Haltbarkeit

Wie jedes frische Gemüse sollte die Artischocke möglichst frisch zubereitet und verzehrt werden. Einige Tage lang kann das ungewaschene Gemüse auch am besten im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt werden. Die optimalen Lagerungsbedingungen können erreicht werden, wenn das Gemüse dazu in ein feuchtes Tuch gewickelt wird. Wurde die Artischocke bereits durchgegart, dann sollte sie innerhalb von ein bis zwei Tagen verzehrt werden.

Nährwert/Wirkstoffe

Artischocken enthalten durchschnittlich nur etwa 22 Kilokalorien je 100 Gramm und zugleich einen hohen Anteil an Vitamin E, B-Vitaminen, Provitamin A, Eisen, Magnesium, Kalzium und Phosphor. Das enthaltene Cynarin sorgt für den herben Geschmack. Zugleich wirkt sich Cynarin positiv auf den Gallefluss und die Gallebildung aus.

Insbesondere bei Verdauungsbeschwerden, wie Übelkeit, Blähungen, Völlegefühl oder dem Reizdarmsyndrom, werden die positiven Eigenschaften der Artischocke genutzt. Zugleich sollen die Wirkstoffe helfen, den Cholesterinspiegel zu senken und auch zur unterstützenden Behandlung von Diabetes wird Artischocke gerne eingesetzt.


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