Innereiengerichte sind wirklich etwas Feines!

Innereien zählen in etlichen internationalen Küchen zu den besonders bevorzugten Spezialitäten. Bei diesen nahrhaften Fleischteilen denken die meisten Menschen an Lunge, Gedärm oder Hirn. Jedoch zählen auch Nieren, Herz und Leber zu diesen wohlschmeckenden und gesunden Delikatessen.

Gebratene Leber ist eine DelikatesseGebratene Leber ist eine Delikatesse (Foto by: ajafoto / Depositphotos)

Nur frisch werden Innereien zu einem exklusiven Genuss

Schmackhafte Innereien werden beispielsweise vom Lamm, Rind und Schwein sowie Geflügelangeboten. Innereien sind grundsätzlich nahrhaft, äusserst wohlschmeckend, zart wie auch leicht verdaulich.

Stammen sie zum Beispiel vom jungen Milchkalb oder einem Lamm, besitzen Innereien eine exzellente Zartheit. Sie müssen frisch sein und im Idealfall bereits am gleichen Tag zubereitet sowie verzehrt werden.

Vielseitige Zubereitungsvarianten der inneren Fleischteile

Es wird im Handel zwischen Organinnereien und übrigen Innereien unterschieden.

Zu den ersteren zählen:

  • Herz
  • Zunge
  • Leber
  • Lungen (Beuschel)
  • Nieren
  • Milz

Die übrigen Innereien sind dagegen Markknochen:

  • Hirn
  • Bries
  • Euter
  • Pansen
  • Knochen
  • Hoden
  • Rindermägen (Kutteln)

In unseren Breiten werden vorrangig Nieren und Leber in den Küchen zu feinen Speisen angerichtet, wobei sich Herz, Leber und Lunge, Niere sowie Milz roh verarbeiteten lassen.

Sollen Zunge, Kutteln und Hirn serviert werden, müssen diese vorher blanchiert werden. Nieren und Leber lassen sich beispielsweise für den nächsten Tag in Milch einlegen und bei 0 Grad Celsius im bereithalten.

Innereien aus ökologischer Haltung sind empfehlenswert

Einerseits sind Innereien sehr wertvoll und gesund, andererseits speichern sie auch etliche Schadstoffe. Aus diesem Grund ist es zu empfehlen nur innere Fleischteile zu verwenden, welche aus streng kontrollierter, besser noch aus ökologischer Haltung stammen.

Die ausgesuchten Innereien lassen sich auf vielfältige Art zubereiten. Sie werden beispielsweise nicht nur sauer eingelegt oder angebraten, sondern auch in Wurstmasse genutzt.

Selbst Tatar lässt sich aus Innereien herstellen oder kann im Handel auf besonderen Wunsch bestellt werden. Wobei Verbraucher, die unter einem erhöhten Cholesterinspiegel leiden, diese seltener verzehren sollten.

Die wertvollen Inhaltsstoffe frischer Innereien

Innereien überzeugen mit ihrem hohen Anteil an Vitaminen und Nährstoffen. Ihnen wurde bereits im Mittelalter eine überaus heilende Wirkungsweise zugeschrieben. Sie besitzen reichhaltiges Vitamin A und C sowie B-Vitamine. Die Mineralstoffe Kalzium, Kalium und Phosphor sowie wertvolles Eisen runden die Inhaltsstoffe ab.

Zudem beinhalten sie einen äusserst hohen Puringehalt, weshalb Menschen mit Gicht von einem Verzehr absehen sollten. Bei dem Erwerb der inneren Fleischteile sollte stets auf die Frische geachtet werden. Es darf keineswegs von der Farbe her matt sein oder unangenehm riechen.

Glänzend, leicht feucht und schimmernd zeugt zum Beispiel von absoluter Frische.


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