Kerbel

Kerbel gehört immer noch zu den selten verwendeten Gewürzen. Dabei hat er die besondere Eigenschaft, den Geschmack anderer Gewürze hervorheben zu können. Deshalb ist er auch Bestandteil der Fines herbes und verdient diese Ehre voll und ganz.

Kerbel erinnert vom Aussehen her im ersten Moment stark an Petersilie, hat jedoch weisse BlütenKerbel erinnert vom Aussehen her im ersten Moment stark an Petersilie, hat jedoch weisse Blüten (Foto by: sanddebeautheil / Depositphotos)

Kerbel erinnert vom Aussehen her im ersten Moment stark an Petersilie, bringt jedoch weiße Blüten hervor. Die Blätter ähneln zudem in der Form denen des Korianders. Geschmacklich kann man ihn jedoch weder mit dem einen noch mit dem anderen vergleichen. Kerbel sollte nach Möglichkeit immer frisch verwendet werden, da er weder durch Einfrieren noch durch Trocknen haltbar gemacht werden kann ohne einen Großteil seines Aromas zu verlieren.

Herkunft & Saison

Kerbel stammt vermutlich aus dem südlichen Russland und dem Kaukasus. Von dort aus gelangte er vermutlich mit den Römern in den Mittelmeerraum und später in das restliche Europa. Heutzutage finden sich die wichtigsten Anbaugebiete in den USA und in Europa, vor allem in Frankreich und Belgien. Kerbel wird ganzjährig kultiviert: im Sommer kommt Kerbel hauptsächlich aus dem Freilandanbau und während des restlichen Jahres aus Gewächshauskulturen. Im späten Frühling und frühen Sommer wird das Angebot auch teilweise durch Wiesenkerbel ergänzt.

Geschmack

Kerbel schmeckt interessant, aber unaufdringlich und erinnert an eine Mischung aus Petersilie, Fenchel und Anis. Süßliche Geschmackskomponenten runden das Bild ab.

Verwendung in der Küche

Kerbel verliert beim Erhitzen seinen Geschmack und eignet sich daher nicht zum Garen. Deshalb sollte der gehackte Kerbel immer erst kurz vor dem Servieren zum jeweiligen Gericht gegeben werden. Durch den leichten Geschmack und die ansprechende Optik eignet er sich auch gut zum Garnieren. Außerdem lässt sich Kerbel gut mit anderen Küchenkräutern kombinieren.

Kerbel kommt am besten zur Geltung, wenn er in Gerichten oder in Kombination mit Kräutern verwendet wird, die keinen starken Eigengeschmack aufweisen, weil der leichte, unaufdringliche Geschmack sonst untergehen würde. Häufig findet man den Kerbel deshalb in Geflügel-, Kalb- und Fischgerichten, aber auch in Kombination mit Kartoffeln, frischem Gemüse und Eiern oder in feinen Saucen kommt er besonders gut zur Geltung.

Wirkung

Kerbel hat eine blutverdünnende Wirkung und kann bei Menschen, die zu Thrombosen oder Krampfadern neigen, durch regelmäßigen Verzehr zu einer Verbesserung führen. Dieselbe Wirkung kann bei Frauen auch den Blutfluss während der Menstruation erleichtern. In der Naturmedizin wird empfohlen im Frühling mit Hilfe einer zweiwöchigen Kerbel-Kur der Frühjahrsmüdigkeit entgegen zu wirken. Außerdem wird dem Kerbel eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt, was allerdings wissenschaftlich nicht bewiesen wurde.


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