Kirschen anpflanzen

Kirschbäume bescheren den Hobbygärtnern nahezu immer Erfolgserlebnisse. Denn die Bäume sind bekannt für eine reiche Ernte. An einem grossem Baum können da schon mal 200 Kilos zusammenkommen! Eine wahre Augenweide sind die Bäume vor allem dann, wenn sie in voller Blüte stehen.

Kirschbäume pflanzt man vorzugsweise im Herbst.Kirschbäume pflanzt man vorzugsweise im Herbst. (Foto by: Greatstock / Depositphotos)

Planung

Im Grunde genommen sind Kirschbäume problemlose Gewächse, denn sie sind sehr anpassungsfähig. Wählen Sie für Ihren Kirschbaum einen guten Standort, an dem er über genügend Platz verfügt. Gönnen Sie Ihrem Baum einen warmen, sonnigen, nicht zu trockenen Platz. Wenn er zudem in einem tiefgründigen, humosen Boden steht, wird er sich bestimmt prächtig entwickeln. Doch bedenken Sie, Kirschbäume können sehr gross werden und Ihre Nachbarn wegen Schattenwurf auf den Plan rufen.

Pflanzung, Anbau

Kirschbäume pflanzt man vorzugsweise im Herbst. Bevor Sie den Baum einsetzen, geben Sie etwas Kompost, Kuhmist oder Dung ins vorbereitete Pflanzloch. Danach schütten Sie die Wurzeln mit Erde zu und drücken Sie sie gut an. Zur Sicherheit können Sie, falls das Bäumchen noch sehr klein und verletzlich ist, einen Stützpfahl ins Pflanzloch setzen und das Bäumchen daran befestigen. Am Schluss sollten Sie es gründlich angiessen.

Pflege, Düngen

Süsskirschen muss man etwas intensiver pflegen als Sauerkirschen. Heikel erweist sich oft das Frühjahr, wenn es nachts noch zu Frost kommen kann. Stehen die Bäume schon in der Blüte, könnten sie Schaden nehmen. Ihre Ernte würde dann sicher etwas kleiner ausfallen. Zwar mögen es Kirschbäume nicht allzu trocken – dennoch, Staunässe ist auch hier ein Thema.

Abhilfe schafft man, indem man im Boden eine Drainage legt. Kirschbäume müssen geschnitten werden, zum Teil schon während der Ernte. An horizontalen Ästen wachsen mehr Früchte, als an den senkrecht aufragenden. Sauerkirschen wiederum wachsen nur an einjährigen Zweigen, was den jährlichen Schnitt unabdingbar werden lässt. Wie alle Obstbäume sind Kirschbäume anfällig auf verschiedene Schädlinge.

Beobachten Sie Ihren Baum also genau und ziehen Sie einen Experten bei, wenn Sie feststellen, dass er von einer Krankheit oder einem Schädling befallen ist. Lästig bei Kirschbäumen sind auch die Mitesser in Form von Vögeln, die Kirschen über alles lieben. Ist Ihr Baum schon schön gross, können Sie nicht viel tun, ausser zu hoffen, die Ernte sei gross genug, dass es für Sie und für die Vögel ausreicht. Kleinere Bäume können Sie natürlich mit einem Netz gegen diebische Vögel schützen.

Ernte

Kirschen sind typische Sommerfrüchte und kommen im Juni, Juli, zum Teil noch im August auf den Markt. Das Pflücken erweist sich als nicht ganz ungefährlich, denn meist benötigen Sie dazu eine Leiter, um an die prallen Köstlichkeiten zu gelangen. Seien Sie also vorsichtig, wenn Sie sich zum Kirschenpflücken in luftige Höhen begeben!

Konservierung

Aus Kirschen bereitet man fantastisch mundende Konfitüren zu. Kirschen eingemacht und als Kompott gelten ebenfalls als Köstlichkeit, von der man noch im Winter zerren kann. Kein Problem ist das Einfrieren von Kirschen.

Es empfiehlt sich, sie in kleinen Mengen auf einem Teller oder einem Blech etwa zwei Stunden anzufrieren und sie erst danach in Tiefkühlbeutel luftdicht verpackt in der Kühltruhe zu verstauen. Wer der grossen Menge süsser Kirschen auch damit nicht Herr wird, kann beträchtliche Mengen verwerten, indem er sie zu Schnaps brennt, also seinen eigenen Kirsch herstellt.

Lagerung

Kirschen eignen sich nicht zur Lagerung. Einige Tage im Kühlschrank sind sie durchaus haltbar, doch sie werden damit nicht besser. Am besten haut man während der kurzen Saison tüchtig rein und geniesst die gesunden Vitaminlieferanten frisch ab Baum. So schmecken sie eh am besten.

Verwendung in der Küche

Wenn Sie einen Kirschbaum besitzen, sollten Sie sich unbedingt einen Kirschsteinentferner zulegen. Entsteint eignen sich Kirschen hervorragend für Chriesiwähe. Für die sündhaft gute Schwarzwäldertorte benötigt man ebenfalls Kirschen. Wagen Sie sich einmal an etwas Ausgefallenes: an Kirschenclafoutis oder Kirschen-Crumble.

Sie werden begeistert sein. Stets ein Genuss ist die rote Grütze mit Vanillecrème. Übrigens verwenden Sie die gewaschenen Steine für Kirschsteinkissen. Kirschsteine konservieren die Wärme ausgezeichnet, weshalb sie im Winter beliebte Wärmespender sind und überdies helfen, Schmerzen zu lindern.

Balkonanbau

Die platzsparende Säulenkirsche gedeiht in einem Topf ausgezeichnet, also auch auf Ihrem Balkon. Wichtig ist, dass die Wurzeln genügend Platz zur Verfügung haben; der Pflanzkübel sollte mindestens 20 Liter fassen können.

Ein sonniger bis halbschattiger Standort gefällt der Säulenkirsche am besten. Wie bei allem Säulenobst: Vermeiden Sie Staunässe, stellen Sie aber dennoch sicher, dass die Erde nie austrocknet. Damit die Pflanze ihre Säulenform behält, ist ein Formschnitt notwendig. Am besten während der Wachstumsphase im Sommer. Die Säulenkirsche ist nicht nur ein Blickfang auf Ihrem Balkon; sie beschert Ihnen bei guter Pflege reichlich von den delikaten Früchten.

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