Knoblauch - das Gewürz der Vampire

Knoblauch ist nicht nur vielseitig, sondern auch wahnsinnig gesund. Die Knolle ist ein universeller Muntermacher, außerdem bewahrt sie unseren Körper vor Unheil. Der Tanz der Vampire muss dann wohl ausfallen.

Weltweite Studien zeigen die positive Wirkung des Knoblauchs auf Herz, Darm und ProstataWeltweite Studien zeigen die positive Wirkung des Knoblauchs auf Herz, Darm und Prostata (Foto by: yelenayemchuk / Depositphotos)

Früher war Knoblauch das Gewürz der armen Leute. Damals wussten sie nicht, dass sie ihrem Körper mit dem Verzehr von Knoblauch etwas sehr Gutes tun. Da kann man auch schnell über den ein wenig unangenehmen Geruch hinwegsehen.

Herkunft

Knoblauch ist eigentlich ein Gemüse, obwohl es bei uns nur als Gewürz verwendet wird, was vor allem an seinem charakteristischen Geschmack liegt. Ursprünglich stammt die Knolle aus Zentralasien. Knoblauch ist eine Kulturpflanze, die Wildform des Knoblauchs ist gänzlich ausgestorben. Das Gemüse war schon damals in jeder Hinsicht ein wahres Allround-Talent. Ägyptische Sklaven wurden damit genährt, um sie vor diversen Bakterien und Parasiten zu schützen. Aber auch die Römer und Griechen nahmen die Wirkung der Knolle bereits wahr. Von diesen Gebieten aus bereiste die kultivierte Pflanze die gesamte Welt. Heute wird sie überall angebaut.

Ein scharfes Gewürz

Der Knoblauch gilt in einigen Ländern der Welt als anerkanntes Aphrodisiaka. Aphrodisiaka sind potenzsteigernde Substanzen, die die Libido anregen. Durch den Verzehr wird die Durchblutung auch im Genitalbereich gefördert. Der Knoblauch ist also in der Tat ein „scharfes Gewürz“. Allerdings könnte der unangenehme Knoblauchatem Ihr Date abschrecken. Ein paar Kardamomsamen oder ein Glas Milch schaffen Abhilfe.

Knoblauch und Gesundheit

Etliche Filme, Bücher und Serien versetzen uns darüber in Kenntnis, dass man sich mit duftendem Knoblauch vor blutsaugenden Vampiren schützen kann. Aber man kann sich durchaus auch reale Parasiten vom Hals halten. So reicht das Verspeisen einiger Zehen pro Woche aus, um Viren, Bakterien und Entzündungen im ganzen Körper zu bekämpfen. Weltweite Studien zeigen außerdem die positive Wirkung des Knoblauchs auf Herz, Darm und Prostata. Männer können so sogar ihr Prostatakrebsrisiko senken, aber auch dem Darmkrebs sagt der Knoblauch effektiv den Kampf an. Außerdem hält die Knolle den Kreislauf in Schwung und regt die Verdauung an.

Beim Konsumieren von Knoblauch kommt es natürlich auf die richtige Dosierung an. Wie bei homöopathischen Mitteln reichen kleine, aber regelmäßige Mengen der Heilpflanze aus, um verschiedenen Krankheiten vorzubeugen. Der markante Geruch des Knoblauchs weist auf schwefelhaltige Verbindungen hin, die manchmal sogar besser wirken sollen, als Antibiotika. Die Sulfide verhindern das Auftreten von Thrombosen (Blutverklumpung) und somit auch Hirnschläge und Herzinfarkte. Die Substanzen im Knoblauch fangen freie Radikale ab und verringern den Anteil des schlechten Cholesterins. Weniger erfolgreich sind Knoblauch-Präparate in Form von Kapseln und Tabletten. Je frischer der Knoblauch, desto besser kann er seine heilende Wirkung entfalten.

Die Knolle in der Küche

Das Pressen der rohen Knolle wird in Europa sehr geschätzt. Dabei wird der Knoblauch mit Öl und Essig vermengt. Salate können so verfeinert werden. Salatdressings mit gehacktem Knoblauch sind im asiatischen Raum sehr beliebt. In Frühlingsrollen und Nudelsuppen kann man ihn gerieben finden. Im Mittelmeerraum wird Knoblauch mit Soßen vermengt. Knoblauch kann aber auch gekocht oder gebraten werden. Dadurch verliert er enorm an Schärfe und bekommt ein angenehmes und mildes Aroma. Kocht man ihn nun mit anderem Gemüse, so steht einer ausgezeichneten Mahlzeit nichts mehr im Wege. Eine beliebte Kombination hierbei sind Chilis.

gegen Knoblauch Mundgeruch gibt es Hilfegegen Knoblauch Mundgeruch gibt es Hilfe (Foto by: piotr_marcinski / Depositphotos)

Tipps zum Schluss

- Den Knoblauchausdünstungen über die Haut kann nur mittels strenger Hygiene vorgebeugt werden: Regelmäßiges Duschen und Wechseln der Kleidung. - Drei Zehen am Tag wirken wie eine gesunde Medizin. Dennoch ist es ratsam, mit dem Verzehr sparsam umzugehen und zwischendurch eine Pause einzulegen. - Gegen den Mundgeruch hilft ein Stück Schokolade oder ein Glas Milch. Sie neutralisieren den Atem. Das Kauen von grünen Kräutern (Petersilie, Pfefferminz) kann ebenfalls hilfreich sein. Der Knoblauch ist in jeder Hinsicht eine sehr interessante und tiefgründige Pflanze. So hält er nicht nur unseren Organismus in Schwung, sondern hält uns auch in der Nacht ungewünschte Gäste vom Hals...

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