Lorbeer

Das Lorbeerblatt verleiht den Speisen einen kräftig-würzigen Geschmack, sollte aber vor dem Servieren wieder entfernt werden, da es nicht essbar ist. Hauptsächlich verwendet wird Lorbeer für Eintöpfe, Risotto oder Ragouts.

LorbeerblätterLorbeerblätter (Foto by: 5PH / Depositphotos)

In der Antike galt ein Kranz aus Lorbeerblättern als Zeichen für Sieg und Ruhm. Bis heute wird dieser symbolisch, versilbert oder vergoldet, als Anstecknadel für besondere sportliche Leistungen verliehen.

Seinen Siegeszug hat er aber vor allem in unseren Küchen angetreten: Obwohl die Blätter des Lorbeerbaumes nicht essbar sind, sollten sie in keinem Gewürzschrank fehlen. Sie enthalten ätherische Öle sowie Gerb- und Bitterstoffe, welche, sparsam verwendet, vielen Gerichten das gewisse Etwas geben.

Herkunft & Saison

Der Lorbeerbaum ist im gesamten Mittelmeerraum anzutreffen. Während er hier wild wächst, wird er in anderen Regionen in Plantagen kultiviert. Die Türkei ist dank vorzüglicher Qualität der Hauptlieferant für den Weltmarkt, aber auch Italien und die Balkanregion sind traditionelle Lorbeer-Märkte. Die getrockneten Blätter des immergrünen Lorbeerbaumes sind das ganze Jahr über erhältlich.

Geschmack

Der kräftig-würzige, leicht bittere Geschmack des Lorbeers erinnert an Muskat und Kampfer. Getrocknet verliert er bei zu langer Lagerung schnell an Aroma, weshalb er möglichst erst bei Bedarf gekauft werden sollte.

Lorbeer wird nicht mitgegessen und sollte vor dem Servieren entfernt werden.

Verwendung in der Küche

Vor allem bei Eintöpfen und Schmorgerichten sind Lorbeerblätter unverzichtbar.Vor allem bei Eintöpfen und Schmorgerichten sind Lorbeerblätter unverzichtbar. (Foto by: fotovincek / Depositphotos)

Da frische Lorbeerblätter bei uns nicht immer erhältlich sind, kommen sie vor allem getrocknet zum Einsatz und geben allem, was sauer ist, eine besondere Note.

Ein wenig in Vergessenheit geraten sind die Gewürzsäckli, wie sie zu Grossmutters Zeiten verwendet wurden: In diesen wird das Gewürz mitgekocht und kann vor dem Servieren bequem entfernt werden.

Das Lorbeerblatt ist ein Bestandteil des Bouquet garni, passt hervorragend in Ragouts und Schmorgerichte, ergänzt Kohl und Kraut ebenso, wie Risotto und Linsen- oder Bohnengerichte.

Nicht fehlen sollte es beim Einlegen von Fisch oder Gemüse.

Gerichte, welche erst durch die Verwendung von Lorbeer ihren unverwechselbaren Geschmack erhalten, sind beispielsweise Gemüsecurry mit Zitronenreis, Ratatouille mit Schafskäse und Oliven oder Chili Con Carne.

Nach dem Kochen sollten die Lorbeerblätter wieder entfernt werden.Nach dem Kochen sollten die Lorbeerblätter wieder entfernt werden. (Foto by: eAlisa / Depositphotos)

Wirkung

In der Naturheilkunde hat Lorbeer einen festen Platz. Das Öl, welches aus den reifen Früchten des Baumes gepresst wird, kann bei Rheuma, Verstauchungen oder Zerrungen Linderung verschaffen. Zudem ist es ein hervorragendes Insektenschutzmittel.

Dank der enthaltenen ätherischen Öle kann Lorbeer auch bei der Behandlung von Grippe und Bronchitis helfen. Hierfür werden einige Tropfen in heisses Wasser getan und die Dämpfe inhaliert.

Vorsicht ist bei Lorbeertee geboten, denn dieser kann bei empfindlichen Personen oder Überdosierung zu Rauschzuständen führen.


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