Schokoladesorten

Bestimmt sind Sie auch schon in einem Schokoladenspezialitätengeschäft gestanden, haben den verführerisch süsslichen Duft in sich aufgesaugt und gestaunt, welche Fülle an Versuchungen da hübsch verpackt präsentiert wird. Schokolade gibt es in unzähligen Sorten und Formen, doch generell kann man Schokolade grob in drei Sorten einteilen.

Bitterschokolade

SchokoladesortenEs gibt unzählige Schokoladensorten und auch Geschmacksrichtungen. (Foto by: oorka5 / Depositphotos)

  • Bitterschokolade weist einen Kakaoanteil von mindestens 50% auf.
  • Sie enthält weniger Zucker, durch den höheren Anteil an Kakaobutter jedoch mehr Fett.
  • Bitterschokolade schmeckt kräftig und herb und je höher der Kakaoanteil ausfällt, zunehmend bitter.

Bitterschokolade findet man auch unter Namen wie Edelbitter, Zartbitter oder schwarze Schokolade. Im Volksmund nennt man sie einfach „dunkle Schoggi“. Ältere Generationen sprechen sogar noch von Kochschokolade. Früher wurde die dunkle Sorte selten pur gegessen sondern lediglich fürs Kochen und Backen verwendet. Tempi passati.

Der Genuss von Bitterschokolade hat sich mittlerweile zum gehobenen Lifestyle gemausert. Ein geschicktes Marketing hat bestimmt viel zu diesem Trend beigetragen.

Der Kakaoanteil, so scheint es, kann mittlerweile nicht hoch genug ausfallen. Liebhaber greifen deshalb zu Schokoladen mit einem Kakaoanteil von bis zu 99%.

Spezialitäten mit dem Zusatz „Gran Cru“ geadelt, schön designte Hinweise auf die exklusive Herkunft oder spezielle Röstung der Kakaobohne sind weitere Argumente aus dem Marketing, die helfen, diesen Lifestyle zu zelebrieren.

Ein schönes Beispiel hierzu ist die Erfindung der „Herrenschokolade“, die kräftig, herb und kaum süss schmeckt. Sie impliziert, dass süsse Schokolade etwas für Frauen sei, echte Kerle hingegen den puren Geschmack geniessen.

Milchschokolade

Die Milchschokolade gehört zu den beliebtesten Schokoladesorten in der Schweiz.Die Milchschokolade gehört zu den beliebtesten Schokoladesorten in der Schweiz. (Foto by: luckybusiness / Depositphotos)

Der beliebteste Vertreter unter den Schokoladen ist – trotz steigender Beliebtheit der Bitterschokolade – immer noch die Milchschoggi.

Wie es sich vom Namen ableiten lässt, wird hier der Kakaomasse Milch beigefügt. Milchschokoladen schmecken allgemein sehr süss. Öfters sieht man auch den Namen Vollmilchschokolade oder aber Alpenmilch-Schokolade.

Gerade der Zusatz Alpenmilch lässt sich marketingtechnisch hervorragend verwenden, denn man kann damit den Bezug zur Schweiz und ihrer einzigartigen Alpenwelt hervorragend in Szene setzen: Nirgendwo gibt es so gute Milch wie von glücklichen Kühen, die auf einer Schweizer Alp saftiges Gras fressen dürfen. Dabei wird zur Produktion der Milchschokolade „lediglich“ Milchpulver oder Kondensmilch verwendet, da reine Milch einen viel zu hohen Flüssigkeitsanteil aufweist.

Weisse Schokolade

Die weisse Schokolade enthält keinen Kakao dafür oft aber umso mehr Zucker.Die weisse Schokolade enthält keinen Kakao dafür oft aber umso mehr Zucker. (Foto by: sabinoparente / Depositphotos)

Die weisse Schokolade wird aus Milch, Zucker und Kakaobutter hergestellt. Sie enthält also keinen Kakao. Dieser wird ihr während der Herstellung in einem speziellen Verfahren entzogen.

Die typisch gelbliche Farbe verdankt die weisse Schokolade der hellen Kakaobutter. Weisse Schokoladen sind sogar noch süsser als die Milchschokoladen. Zudem geht ihnen der charakteristische Schokoladengeschmack etwas ab. Viele bezeichnen sie gar als fade.

Zwar findet die weisse Schokolade durchaus auch ihre Anhänger, dennoch kann sie in der Beliebtheitsskala mit ihren dunklen Verwandten nicht mithalten.

Weisse Schokolade wird gerne zum Backen verwendet, für ausgefallene Dessertkreationen oder zur Verzierung von Pralinés, Gebäck und speziellen Schokoladen, beispielsweise Osterhasen und Weihnachtsmänner.

Weitere Unterscheidungsmerkmale

Neben der Nussschokolade sind in den letzten Jahren auch sehr exotische Kombinationen auf den MarktNeben der Nussschokolade sind in den letzten Jahren auch sehr exotische Kombinationen auf den Markt (Foto by: alebloshka / Depositphotos)

So weit die grobe Einteilung der Schokoladensorten. Nun kann man eine Feineinteilung vornehmen und sie nach Form oder Zutaten sortieren.

Bei den Zutaten sind Nussschokoladen die bekanntesten Vertreter. Gefüllte Schokoladen, Weihnachtsschokolade, Sommerschokoladen, Honigschokoladen, Schokoladen mit Schnaps – die Liste liesse sich beliebig verlängern.

Auch bei den Formen gibt es unzählige Unterscheidungsmerkmale. Nebst der klassischen Tafelschokolade sind die Schoggistängeli oder Prügeli hierzulande äusserst beliebt. Wer liebt sie nicht die Osterhasen, Weihnachtsmänner, Schokoladeneier, Pralinés, Kugeln, Taler oder Schokoladenherzen.

Auch hier lassen sich die verschiedenen Formen je nach Saison und Ereignis, das bevorsteht, beliebig vermarkten.

Etwas vom Besten, das man im Schokoladenangebot finden kann, ist die frische Bruchschokolade. Sie führt uns im Spezialitätengeschäft in Form von überdimensionierten zu Beigen aufgeschichteten Tafeln erfolgreich in Versuchung. Bruchschokoladen gibt es in jeder erdenklichen Sorte und Farbe. Man lässt sich von den verschiedenen Sorten einfach ein Stück abbrechen und bezahlt dann nach Gewicht.

Zu guter Letzt wäre da noch die Schokolade in Pulverform zu erwähnen, die in warme oder kalte Milch eingerührt getrunken wird. Selbst Schokoladenpulver findet man in zahlreichen Qualitätsstufen und unterschiedlich hohen Kakaoanteilen im Spezialitätengeschäft.

Couverture

Spricht man von Schokoladensorten, wäre da bestimmt auch die Couverture zu erwähnen. Bei den Couverturen handelt es sich um eine qualitativ hochwertige Schokolade, die einen höheren Fettanteil aufweist als herkömmliche Schokolade.

Couverture verwendet man zum Herstellen von Pralinés, für Kuchenglasuren, als Füllungen, zum Verzieren oder um sie zu Schokoladendesserts und Schokoladenkuchen zu verarbeiten. Auch Couverturen erhält man dunkel, hell sowie als Vollmilchvariante.


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