Tomaten

Es gibt in kulinarischer Hinsicht kaum etwas Schöneres, als im Sommer sonnengereifte, aromatische Tomaten zu geniessen. Leider dürfen die Tomaten, die man gemeinhin im Handel findet, kaum je an der Sonne reifen. Umso mehr lohnt es sich, sie selbst anzupflanzen, auch wenn man dazu etwas Glück und einen grünen Daumen benötigt.

Der Boden sollte stets feucht bleiben, da Tomaten Sonne und feuchte Erde gerne mögenDer Boden sollte stets feucht bleiben, da Tomaten Sonne und feuchte Erde gerne mögen (Foto by: anatema/ Depositphotos)

Planung

Von Tomaten gibt es unzählige Sorten im Angebot: rote, gelbe oder schwarze, Cherrytomaten, Fleischtomaten, frühe Sorten, späte Sorten und viele mehr. Es gilt also zunächst einmal, aus dem riesigen Angebot die Lieblingssorte herauszupicken.

Wählen Sie vorzugsweise robuste und frühe Sorten. Letztere haben mehr Zeit, zu reifen, sollte der Sommer nicht warm genug sein. Der Standort ist ebenfalls sehr wichtig. Wählen Sie eine sonnige, nach Süden gerichtete Hauswand, welche die Wärme auf die Pflanzen zurückstrahlt. Der Boden sollte locker, tiefgründig, nährstoff- und humusreich sein.

Ganz wichtig ist ein lichtdurchlässiger Witterungsschutz. Überdachen Sie Ihre Tomaten unbedingt. Um der berüchtigten Braunfäule entgegenzuwirken, dürfen Ihre Tomaten nämlich keinesfalls nass werden.

Pflanzung, Anbau

Vor dem Einpflanzen der Setzlinge sollten Sie den Boden mit reichlich Kuhmist oder Kompost versetzen, eventuell bereits im Herbst. Wenn Sie Tomaten vor Schädlingen geschützt sind, empfiehlt sich eine Unterpflanzung. Setzen Sie zwischen die Tomatenstauden Schnittlauch, Basilikum oder Tagetes.

Pflege, Düngen

Der Boden sollte stets feucht bleiben, deshalb müssen Sie Ihre Tomaten regelmässig giessen. Wie gesagt, giessen Sie nur den Wurzelbereich und die Erde. Um die ganze Kraft der Pflanzen ins Wachstum der starken Haupttriebe zu kanalisieren, ist das Ausgeizen die zentrale Pflegemassnahme.

Dabei trennen Sie die jungen Seitentriebe von der Pflanze ab. Tomaten brauchen übrigens die Blätter, weil sie im Laubschatten reifen. Darum sollten Sie lediglich die Blätter in Bodennähe entfernen. Durch regelmässiges Düngen mit Beinwelljauche erreichen Sie einen noch höheren Ertrag.

Ernte

Wann Sie Ihre ersten Tomaten ernten können, hängt sehr von den Sonnenscheinstunden ab, die sie geniessen durften. Wenn die Früchte schön prall rot sind, kann man sie ablesen. Sollten im Herbst noch nicht alle Früchte reif sein, so kann man sie dennoch ablesen und im Haus nachreifen lassen. Dies, sofern sie bereits eine leichte Färbung aufweisen. Doch der Geschmack solcher Tomaten wird niemals an das köstliche Aroma sonnengereifter Tomaten heranreichen.

Konservierung

Zwar schmecken Tomaten frisch ab Staude am besten. Wer das Glück hat, mit einer wirklich üppigen Ernte belohnt worden zu sein, hat verschiedene Möglichkeiten, seine Paradiesäpfel haltbar zu machen. Wenig bekannt ist, dass man sie einfrieren kann. Dazu blanchiert man sie, zieht die Haut ab und schneidet sie in Viertel.

Nachdem man die Kerne entfernt hat, können sie in einer Tiefkühldose eingefroren werden. Sie einwecken oder in Essig einlegen sind weitere Konservierungsmöglichkeiten. Besonders delikat sind getrocknete Tomaten. Ist das Wetter schön, kann man sie an der Sonne trocknen lassen, ansonsten dörrt man sie im Ofen oder im Dörrapparat. Und nicht zuletzt kann man Tomaten zu Sugo einkochen, den man ebenfalls einfrieren kann.

Verwendung in der Küche

Die Einsatzmöglichkeiten von Tomaten in der Küche sind nahezu unbegrenzt. Sie passen zu Ebly, Quinoa, Reis oder Kartoffeln. In zahlreichen Tomatenbruschette. Tomatenrisotto oder mit einer Käse-Ei-Mischung gefüllte Tomaten aus dem Ofen sind weitere Sommerhighlights. Delikat schmeckt auch eine Tomaten-Peperoni-Mozzarella-Tarte mit schwarzen Oliven. Und vergessen wir nicht den erfrischenden Gazpacho oder die wärmende Tomatencremesuppe!

Balkonanbau

Die geliebten Tomaten kann auch anpflanzen, wer nur über einen Balkon verfügt. Vor allem die knackigen Cherrytomaten gedeihen in Kübeln ausgezeichnet. Aber auch grössere Sorten können Sie auf dem Balkon kultivieren. Wichtig ist, dass Sie je nach Sorte einen ausreichend grossen Kübel verwenden. Eine warme, witterungsgeschützte Hauswand sollte auch hier als Standort zur Verfügung stehen. Balkontomaten wollen regelmässig gegossen werden; wie immer ist Staunässe zu vermeiden. Ansonsten gilt in Bezug auf Pflege dasselbe, was auch für Freilandtomaten gilt.

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