Kornelkirsche

Kennt ihr Kornelkirschen? Wenn nicht, seid ihr nicht allein. Das unterschätzte Multitalent hat viele Namen: Herlitze, Hirlnuss, Tierlibaum, gelber Hartriegel oder Cornus mas. Wir wollen dem interessanten Ur-Obst zu mehr Popularität verhelfen und haben hier Wissenswertes zusammengetragen.

Frische KornelkirschenFrische Kornelkirschen (Foto by: kostman/ Depositphotos)

Allgemeine Informationen zum Tierlibaum

  • Bei der Kornelkirsche handelt es sich um Wildobst, das aufmerksame Spaziergänger auf ihren Streifzügen durch die Natur am Wegrand entdecken. Zu kaufen, gibt es die Beeren nämlich nicht.

  • Man erkennt das Gewächs an den länglichen, ovalen Früchten mit der glänzenden Oberfläche sowie den schlanken, ebenfalls ovalen Blättern.

  • Der Strauch eignet sich auch hervorragend für den Garten; seine gelb leuchtenden Blüten sind bei Wildbienen äusserst beliebt.

  • Die Erntezeit der Beeren dauert von Mitte August bis Ende September.

  • Kornelkirschen werden in unterschiedlichen Phasen reif. So findet ihr am selben Strauch gleichzeitig helle bis dunkle, vollreife Früchte.

  • Das Aroma der vollreifen Kornelkirsche ist süss mit einem herben Einschlag.

Sind Kornelkirschen essbar?

Und ob! Zwar wird man sich die reifen Früchte stets mit Vögeln teilen müssen, die die süss-säuerlichen Kirschen über alles lieben. Dennoch lohnt es sich, die Beeren abzulesen und in der Küche zu verwerten. Sie schmecken nicht nur lecker, sondern entfalten in vielerlei Hinsicht eine heilende Wirkung.

Reife, getrocknete Kornel-FrüchteReife, getrocknete Kornel-Früchte eignen sich perfekt für ein Porridge oder Müesli. (Foto by: AndreySt/ Depositphotos)

Kornelkirsche Heilwirkung

Die Spätsommerfrucht gilt als wahres Kraftpaket:

  • Sie ist reich an Vitamin B und C. Das stärkt sowohl die Abwehrkräfte als auch das Immunsystem.

  • Die reichlich vorhandenen Eisen, Kalium und Kalzium sorgen für starke Knochen und den einwandfreien Sauerstofftransport im Blut.

  • Kornelkirschen helfen, das Fieber zu senken.

  • Bei Magen-Darm-Krankheiten helfen Kornelkirschen, die Beschwerden zu lindern.

Tipps für die Küche

  • Je nach Verwendungszweck könnt ihr auch die erst rot-grünen Beeren verwerten.

  • Rote, noch nicht ganz reife Früchte könnt ihr vor deren Verwertung zwei Tage bei Zimmertemperatur nachreifen lassen.

  • Die dunkelvioletten, reifen Beeren lassen sich gut entsteinen, indem man sie zwischen Daumen und Zeigefinger klemmt und drückt. So flutschen die Steine raus.

  • Bei weniger reifen Beeren ist das Entsteinen etwas mühsam. Hier empfiehlt es sich, die Kornelkirschen in Wasser zu kochen und sie danach durch ein Sieb zu streichen.

  • Reife Kornelkirschen schmecken auch roh lecker und passen in einen Fruchtsalat, ins Porridge oder ins Müesli.

  • Konfitüre aus Kornelkirschen harmoniert wunderbar mit Nüssen und Schokolade. Geheimtipp: Für die Linzertorte statt Himbeerkonfi mal Konfitüre aus Kornelkirschen hernehmen.

Die Kornelkirschen-Konfitüre ist besonders beliebt.Die Kornelkirschen-Konfitüre ist besonders beliebt. (Foto by: maxcab / Depositphotos)

Kornelkirschen Rezepte

Obwohl sie nicht zu derselben Familie gehören, könnt ihr die Kornelkirsche verwenden wie Kirschen:

  • Konfitüre (dazu die dunklen, sehr reifen Früchte einsetzen)

  • Gelee

  • Fruchtmus

  • Chutney

  • Sirup

  • in Wähen und Kuchen

  • im Fruchtsalat und Müesli

  • in Sirup eingelegt

  • Liköre

  • „falsche Oliven“: pikant in Essig und Gewürzen eingelegt (hierzu unreife Früchte nehmen).


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