Himbeeren

Auch die herrlichen Himbeeren versüssen uns jeden Sommer! Genau wie die Erdbeeren munden sie am besten, wenn man sie vollreif direkt ab der Staude geniessen kann. Schön, dass man keinen besonders grünen Daumen braucht, um Himbeeren erfolgreich zu kultivieren.

Die Himbeere als Waldpionier mag keine direkte SonneneinstrahlungDie Himbeere als Waldpionier mag keine direkte Sonneneinstrahlung (Foto by: Kokhanchikov / Depositphotos)

Planung

Wenn Sie in Ihrem Garten Himbeeren ziehen möchten, brauchen Sie sicher genügend Platz, denn die Staude breitet sich gerne aus. Einen sonnigen bis halbschattigen Standort wäre ideal, denn die Früchte – als Waldpioniere – mögen keine direkte Sonneneinstrahlung. Je nach Lage und Vorlieben können Sie aus unterschiedlichen Himbeersorten auswählen, die auch nicht alle zur gleichen Zeit reif sind. Lassen Sie sich von Ihrem Gartenspezialisten beraten, wie Sie die verschiedenen Sorten am besten kombinieren.

Pflanzung, Anbau

Zur Pflanzung von Himbeeren benötigen Sie ein Rahmengitter, beispielsweise stabile Holzpfähle, die quer verstrebt mit zwei bis drei Drahtseilen verbunden sind. An diesem Rahmengitter werden die Pflanzen und Triebe einigermassen unter Kontrolle gehalten. Pro Laufmeter können Sie zwischen fünf und acht Pflanzen setzen. Sie sollten allerdings bedenken, dass zu dicht stehende Pflanzen beim Rückschnitt Probleme bereiten könnten, weil man die alten Triebe nicht so einfach findet. Zudem faulen die Früchte zu dicht stehender Pflanzen schneller als bei luftig stehenden.

Pflege, Düngen

Im Grunde genommen benötigen Himbeeren keine aufwendige Pflege. Sie gedeihen am besten in nitratreichen Böden und haben einen hohen Nährstoffbedarf. Decken Sie deshalb den Boden mit Kompost, Rindenmulch, Häcksel oder Kuhmist ab. Himbeeren sollten stets genügend Wasser erhalten; aber bitte keine Staunässe. Nach der Ernte schneidet man alle Triebe ebenerdig ab. Während der Sommersaison sollten Sie die Pflanzen fortlaufend auslichten und die schwachen Triebe ebenerdig abschneiden. Schnecken könnten allenfalls zur Plage werden und sich an den süssen Früchten gütlich tun. Vor allem bei lang anhaltendem Regenwetter bedeutet das mehr Aufwand, weil man die gefrässigen Plagegeister täglich entfernen muss.

Ernte

Himbeeren kann man in aller Regel im Juli und August ernten – manche Sorten gelangen auch erst im September oder anfangs Oktober zur Reife. Die Beeren sind dann reif, wenn sie eine schöne satte Farbe (meist rot; es gibt aber auch gelbe Sorten) aufweisen und sich leicht von der Staude lösen. Müssen Sie beim Ablesen nachhelfen, sollten Sie der Frucht noch ein paar Tage an der Sonne gönnen. Himbeeren sind äusserst empfindlich und vermanschen schnell – behandeln Sie sie also mit allergrösster Sorgfalt, damit sie schön und unversehrt bleiben.

Konservierung

Der Klassiker unter den Konservierungsmethoden ist natürlich die Himbeerkonfi. Kaum eine Konfitüre ist so beliebt wie diese. Himbeersirup ist eine weitere köstliche Variante, grossen Mengen an Früchten Herr zu werden. Man kann Himbeeren auch zu Kompott verarbeiten, nur bleiben die Früchte dabei nicht schön ganz und geraten eher zu einem Mus. Dem köstlichen Geschmack tut das jedoch keinen Abbruch. Wer es etwas ausgefallener mag, wagt sich an die Zubereitung von Himbeersalz oder stellt Himbeeressig her. Damit können Sie zahlreiche Gerichte raffiniert verfeinern. Beide, Salz und Essig, sind hübsche, nicht alltägliche Mitbringsel bei Einladungen.

Lagerung

Leider lassen sich Himbeeren nicht lagern. Man sollte Sie sofort geniessen oder aber gleich weiterverarbeiten. Im Kühlschrank halten sie ein bis zwei Tage, länger sollte man sie da nicht liegen lassen. Doch wer auch im Winter noch delikate Himbeeren für sein Müesli zur Verfügung haben will, kann sie problemlos tiefkühlen. Fachmännisch verpackt, halten sie in der Gefriertruhe etwa zehn Monate. Übrigens, wer mit Himbeeren backen will, verwendet vorzugsweise tiefgefrorene Früchte – sie lassen sich so einfacher verarbeiten.

Verwendung in der Küche

Himbeeren kommen vor allem in der süssen Küche zum Einsatz. Jedes Himbeercrème, Himbeermousse oder Himbeercoulis zu Pannacotta. Auch in einem Tiramisu entzücken sie unsere Gaumen. Fruchtige Himbeermuffins oder eine Himbeer-Baiser-Torte schlemmt man jederzeit mit Genuss. Verarbeiten Sie die Beeren zu Sorbet – ein köstliches, leichtes Dessert, das man sich selbst nach einem opulenten Mahl noch locker einverleibt.

Balkonanbau

Auch wenn Himbeerstauden gerne wuchern, so ist es dennoch möglich, sie in Pflanztrögen auf dem Balkon zu kultivieren. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass Sie einen guten Standort für sie haben. Halbschattig sollte er sein und nicht windstill. Die Pflanze darf nicht der direkten Sonne ausgesetzt sein, damit die Erde nicht austrocknet. Der Pflanzkübel sollte mindestens 25 Liter Erde halten können und mit Abzugslöchern versehen sein. So kann sich keine Staunässe, die die Wurzeln faulen lassen, bilden. Ansonsten kommt für Himbeeren in Trögen die gleiche Pflege zur Anwendung wie für Himbeeren im Garten.

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