Kokosöl

Kokosöl spielte lange keine allzu große Rolle in unseren Küchen. Aufgrund seines hohen Anteils an gesättigten Fettsäuren galt es lange als minderwertig verglichen mit vielen anderen Pflanzenölen. Neueste Studien belegen – Kokosöl ist besser als ein Ruf!

KokosölKokosöl (Foto by: magone / Depositphotos)

Kokosöl ist weltweit betrachtet eines der wichtigsten Pflanzenöle. Es kommt nicht nur als Lebensmittel sondern auch als pharmazeutischer und kosmetischer Grundstoff zum Einsatz. Kokosöl ist beinahe farblos und schmeckt nahezu neutral. Natives Kokosöl ist ein hochwertiges Pflanzenöl mit einem hohen Gehalt an Vitamin E. Nicht nur deshalb sondern auch aufgrund des hohen Gehaltes an gesättigten Fettsäuren ist Kokosöl außergewöhnlich lange haltbar.

Herkunft / Qualitätsmerkmale

Kokosöl wird aus Kopra, dem Fruchtfleisch der Kokosnuss gewonnen. Kopra enthält extrem viel Fett, welches in einem ersten Schritt durch Herauspressen aus dem Fruchtfleisch entzogen wird. Daraus resultierend erhält man natives Kokosnussöl. Da es nicht erhitzt wurde, weist es sehr viele wertvolle Inhaltsstoffe sowie einen hohen Vitamingehalt auf. Das Fruchtfleisch sollte nach dem Ernten der Kokosnüsse möglichst schnell herausgelöst und verarbeitet werden, damit es nicht ranzig wird. Allerdings wird auch sehr viel Kopra aus den Hauptanbauländern wie Malaysia, Philippinen, Indonesien und Sri Lanka nach Europa transportiert und erst dort weiter verarbeitet. Das Kokosöl wird im Folgenden raffiniert und desodoriert. Das so erhaltene Speiseöl enthält kaum noch Vitamine und hat keinen gesundheitlichen Mehrwert mehr. Da es allerdings geschmacksneutral ist, wird es gerne in der Lebensmittelindustrie als Fettkomponente eingesetzt.

Anwendung in der Küche

Kokosöl ist aufgrund seines hohen Rauchpunktes bei ungefähr 200 Grad sehr hitzebeständig und des besonders gut zum Braten oder Frittieren geeignet. Da es relativ neutral schmeckt, lässt es sich für nahezu jede Speise als Bratfett oder Fettkomponente verwenden ohne den Geschmack zu beeinflussen. Deshalb kommt es auch häufig beim Backen und in Süßigkeiten zum Einsatz. Beispiele sind die Herstellung von Kuvertüre, von Torten, Pralinen oder Kleingebäck.

Kokosöl nimmt beim Schmelzen Wärme auf und verursacht dadurch einen Kühleffekt im Mund, was bei der Herstellung von Eiskonfekt ausgenutzt wird. Kokosöl ist auch im raffinierten Zustand sehr lange haltbar, da es keine luftempfindlichen ungesättigten Fettsäuren enthält. Selbst ungekühlt aber dunkel gelagert, weist es eine Haltbarkeit von bis zu zwei Jahren auf. Gekühlt hält es sogar noch länger. Kokosfett hat einen außergewöhnlich hohen Schmelzpunkt und wird erst bei ungefähr 24 Grad flüssig. Entsprechend wird das Öl fest, wenn es kühl gelagert wird.

Gesundheit

Kokosöl sollte nach Möglichkeit nur in nativer Form eingesetzt werden. Während der Raffination entstehen Transfettsäuren, welche sich nachgewiesenermaßen negativ auf den Cholesterinspiegel auswirken, was zu einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen führt. Natives Kokosöl enthält ungefähr 90 Prozent gesättigte Fettsäuren, insbesondere Laurin-, Capryl- und Mystrinsäure. Studien haben gezeigt, dass natives Kokosfett Herzinfarkten vorbeugen und das Gefäßsystem unterstützen kann.


Bewertung: Ø 0,0 (0 Stimme)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Baumnussöl

Baumnussöl

Baumnussöl ist das aussergewöhnlichste Öl – sein unverkennbar nussiger Geschmack, das angenehme Aroma – Baumnussöl vermag besonders Salaten ein i-Tüpfelchen zu verleihen.

WEITERLESEN...
Sesamöl

Sesamöl

Sesamöl zählt nicht nur zu den feinsten Speiseölen, sondern auch zu den teuersten. Keine Wunder, ist doch ein grosser Teil der Sesamöl-Gewinnung bis heute Handarbeit.

WEITERLESEN...
Sojaöl

Sojaöl

Sojaöl ist das weltweit mengenmäßig am meisten produzierte Pflanzenöl. Hierzulande wird es aber noch eher selten verwendet.

WEITERLESEN...
Leinöl

Leinöl

Leinöl ist ein Naturprodukt mit langer Tradition in Europa. Es erobert die Küchen der Schweizer!

WEITERLESEN...

User Kommentare