Koriander

Koriander ist aus der asiatischen Küche nicht wegzudenken. Das intensiv duftende Gewürzkraut spaltet bei uns die Geniesser in zwei Lager: Man liebt es – oder man verachtet es. Wer gerne exotisch kocht, kommt jedoch um die Verwendung von Koriander nicht herum.

Zwischen März und Mai kann man Koriander ansäen.Zwischen März und Mai kann man Koriander ansäen. (Foto by: Luisecheverriurrea/ Depositphotos)

Anbau

Wer seinen Kräutergarten mit Koriander bereichern will, hat dazu mehrere Möglichkeiten. Inzwischen erhält man das Gewürzkraut im Gartencenter im Topf, genau wie Basilikum. Im Asiashop erhält man den Koriander mitsamt der Wurzel. Wer ihn selbst ziehen will, kann dazu die Samen verwenden, die man im Grossverteiler im Gewürzregal findet. Beim Koriander handelt es sich um eine einjährige Pflanze, die nicht winterhart ist. Vorzugsweise pflanzt man ihn an einer windgeschützten Lage, die mindestens drei Stunden täglich von der Sonne beschienen wird.

Der Boden sollte humusreich und durchlässig sein. Zwischen März und Mai kann man Koriander ansäen. Lockern sie vor dem Ansäen den Boden gut auf und vermischen Sie ihn mit reifem Kompost. So erhöhen Sie Ihren Ertrag. Halten Sie beim Ansäen einen Reihenabstand von etwa 30 cm ein. Nach einiger Zeit müssen Sie die Pflanzen auf 15 cm vereinzeln.

Wenn Sie eine Pflanze, die Sie im Supermarkt im Topf gekauft haben, ins Freibeet pflanzen wollen, geben Sie ihr Zeit, sich nach und nach an die direkte Sonnenbestrahlung zu gewöhnen. Pflanzen Sie den Koriander nicht in die Nähe von Gartenkresse, Schnittlauch, Peterli oder Fenchel. Übrigens, Schmetterlinge lieben den Duft von Koriander. Wenn Sie in Ihrem Garten also vermehrt die bunten Falter entdecken, wissen Sie nun, warum.

Pflege, Düngen

Damit der Koriander schön gedeiht, sollten Sie den Boden gleichmässig feucht halten und regelmässig wässern. Zudem sollten Sie öfters einmal Unkraut jäten. Es empfiehlt sich, den Koriander im Sommer einmal mit einem flüssigen Stickstoffdünger oder einem organischen Gemüsedünger zu nähren.

Mehltau könnte Ihrem Kraut zusetzen, wenn die Pflanzen zu dicht stehen. Deshalb ist das Auslichten sehr wichtig. Zudem könnte Ihr Koriander von der Doldenwelke befallen werden. Diese Krankheit wird in der Regel durch einen Pilz hervorgerufen. Doch leider ist dagegen kein Kraut gewachsen, wie man so schön sagt. Ist Ihr Koriander damit befallen, bleibt Ihnen leider nur eine Radikalkur: Sie müssen ihn vollständig entfernen.

Ernte

Wenn Sie Koriander ansäen, dauert es bis zur Erntezeit etwa 24 Wochen. Also können Sie ihn etwa ab August pflücken. Geerntet wird er kurz vor der vollen Reife. Anders ist es natürlich, wenn Sie eine Topflanze ins Freibeet gesetzt haben. Dann können Sie meist sofort die ersten Blätter abzupfen und verwenden.

Lagerung, Haltbarkeit

Richtig behandelt lässt sich Koriander eine ganze Weile halten. Sind die Wurzeln noch dran, waschen Sie diese, nicht aber die Blätter und Stiele. Stellen Sie das Gewürzkraut in ein Glas mit Wasser und stülpen Sie einen Plastiksack darüber. Befestigen Sie den Plastiksack mit einem Gummi. So lässt sich das Kraut im Kühlschrank mehrere Wochen frisch halten.

Konservierung

Wie gut sich Koriander zum Tieffrieren eignet, darüber scheiden sich die Geister. Sicher ist, dass Sie ihn sowohl einfrieren als auch trocknen können, dass er dabei aber stark an Qualität einbüsst. Der Geschmack solcherart konservierten Korianders ist nur noch halb so intensiv. Seinen prallen Duft erhalten kann man, wenn man ihn in ein neutrales Öl einlegt oder ihn zu einem Koriandersalz verarbeitet.

Wagen Sie einmal etwas Neues und bereiten Sie ein exotisches Pesto zu, und zwar mit Koriander, Cashewnüssen, Limonen und Sesamöl. Das schmeckt herrlich zu Fisch- oder Pouletgerichten und vor allem zu grillierten Crevetten.

Verwendung in der Küche

Ob Sie nun thailändisch, indisch, marokkanisch, türkisch oder afrikanisch Kochen: Taboulé, einem Salat aus Hirse, werden Unmengen von Peterli und Koriander verarbeitet. Melonensalat mit Chili und Koriander ist im Sommer eine herrliche Vorspeise für ein thailändisches Menu. Für eine peppige Salsa eignet sich das Gewürzkraut ebenfalls. Ob Tajine, Suppe, Fleisch-, Fisch- oder Gemüseeintopf: Mit Koriander wird’s noch besser!

Balkonanbau

Koriander lässt sich im Topf auf dem Balkon ziehen. Verwenden Sie normale, ungedüngte Blumen- oder Kräutererde. Koriander im Topf benötigt keine Düngergaben. Ausser dem regelmässigen Wässern benötigt Ihr Kraut keine Pflege. Wichtig ist, dass die Erde im Topf nicht austrocknet und stets schön feucht bleibt. Rezepte mit Koriander


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