Koriander

Koriander ist ein hierzulande eher noch selten verwendetes Gewürz, das kaum überzudosieren ist. Man kann also nach Belieben damit experimentieren. Das Kraut kann mit seinen sehr angenehmen Geschmacksnuancen unsere Küche bereichern und wirkt zudem verdauungsfördernd.

Fast die ganze Korianderpflanze kann genutzt werden: Früchte, Blätter und SamenkörnerFast die ganze Korianderpflanze kann genutzt werden: Früchte, Blätter und Samenkörner (Foto by: egal / Depositphotos)

Fast die ganze Korianderpflanze kann genutzt werden, von den Früchten über die Blätter bis hin zu den Samen und der Wurzel.

  • Gemahlener Koriander: Kauft man Koriander in Pulverform, so handelt es sich dabei nicht um das gemahlene Grün, sondern um die gemahlenen Früchte, also die gemahlenen Koriandersamen.
  • Koriandergrün: In der schweizerischen Küche ist das Grün des Korianders weniger üblich. Die Blätter des Korianders ähneln in ihrem Aussehen sehr stark der Petersilie und werden meist frisch und roh am Ende des Kochens über das Gericht gestreut.
  • Gemahlener Koriander ist oft Teil von Curry-Mischungen.
  • Die Korianderpflanze ist einjährig und benötigt viel Sonne für das Wachstum. Sie bringt weisse und schwach rote Blüten hervor.

Geschmack von Koriander

Frischer Koriander weist einen charakteristischen aber milden Geschmack mit etwas Schärfe und einigen bitteren Nuancen auf. Wenn er getrocknet wird, entwickelt sich auch süsslicher Duft. Die verschiedenen Teile des Korianders unterscheiden sich auch leicht im Geschmack.

Verwendung von Koriander in der Küche

Koriander kann sehr vielfältig eingesetzt werden. Da die verschiedenen Teile unterschiedlich schmecken werden sie auch für unterschiedliche Zwecke eingesetzt.

  • Fleisch- und Fischgerichte lassen sich gut mit frischem Koriander verfeinern, die gemahlenen Korianderkörner eignet sich gut zum mitkochen.
  • Auch Pasteten und Wurst profitieren sehr von der Zugabe von gemahlenem Koriander.
  • Gemahlener Koriander ist ein wichtiges Gewürz für Brot und ist Bestandteil der meisten Curry-Gewürzmischungen.
  • Randen werden ebenfalls traditionell mit Koriander gewürzt. Hierfür eignet sich das frische Koriandergrün für gekochte Speisen oder Randensalate mit gemahlenem Koriander.
  • Die Asiaküche vollendet ihre Gerichte oft mit frischem Koriandergrün wie die Bihun-Suppe oder den gebratenen Glasnudeln.
  • Die Korianderwurzel, oder die Korianderstengel werden in der Thaiküche für Würzpasten verwendet.
  • Koriander eignet sich besonders für Küchenneulinge und zum Experimentieren, weil er aufgrund seines relativ schwachen und milden Aromas kaum überdosiert werden kann.

Wirkung von Koriander

Koriander ist gesund und wirkt:

  • verdauungsfördernd
  • bei nicht zu schweren Verdauungsbeschwerden kann er Abhilfe schaffen.
  • Hilft gegen Darm- und Magenkrämpfen, Blähungen oder Magenschmerzen.
  • Koriander kann schwere Speisen leichter bekömmlich machen.
  • hat eine appetitanregende Wirkung.
  • Koriander ist Teil vieler abführender Tees
  • beruhigende Wirkung

Herkunft & Saison von Koriander

Koriander stammt vermutlich ursprünglich aus dem Mittleren Osten und Südeuropa und ist dort seit tausenden von Jahren Teil der landestypischen Küche. Heute wird er weltweit angebaut, um die Nachfrage zu decken.

Zu den wichtigsten Anbauländern zählen Rumänien, die Ukraine, Russland, Ungarn sowie Marokko.

In Europa und den anderen gemässigten Zonen kann Koriander vor allem von April bis August frisch geerntet werden. Ausserhalb dieser Saison wird er aus Anbauländern ausserhalb Europas importiert oder ist in Form von Treibhausware erhältlich.

Rezepte mit Koriander:

Kartoffelsalat mit Koriander

Kokos-Koriander-Sauce

Rüeblisuppe mit Koriander


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