Dill

Dill ist eine vielseitige Gewürzpflanze. Gerne verwendet im Rahm-Gurken-Salat oder Saucen, wird das Gewürz auch "Gurkenkraut" genannt. Selbstanbau ist beim Dill kein Problem, er lässt sich sehr einfach ziehen und Verwendung finden Pflanzenteile sowie Samen.

frischer Dillfrischer Dill (Foto by: 5PH / Depositphotos)

Dill, auch Gurkenkraut genannt, ist eine vielseitige, recht anspruchslose Gewürz- und Heilpflanze. Sie ist in gut sortierten Gemüseabteilungen der Grossverteiler, aber vor allem auf Bauernmärkten erhältlich. Wer einen Garten besitzt, kann die Pflanze problemlos selber ziehen. Für den Balkon dagegen ist sie weniger geeignet, da sie über einen Meter hoch wird und viel Platz braucht. In der Küche finden alle Pflanzenteile sowie die Samen Verwendung. Der duftende, aromatische Dill war schon im Altertum bekannt, als man ihm allerlei magische Wirkung nachsagte. Heute wird er als gesundes Kraut zum Würzen ebenso geschätzt, wie als Heilpflanze bei Magen-Darm-Beschwerden.

Herkunft & Saison

Woher die Dillpflanze ursprünglich den Weg nach Mitteleuropa fand, steht nicht mit Sicherheit fest. Wahrscheinlich stammt Sie aus Vorderasien. Jedoch lässt ein Fund in Schweizer Pfahlbauten darauf schliessen, dass der Dill bereits im Altertum bei uns bekannt war. Dill kommt im Sommer in den Handel, er wird in der Schweiz vor allem zwischen Ende Juli und September geerntet. Während das frische Kraut schon im Frühsommer erhältlich ist, kann die Dillsaat gewonnen werden, wenn sich die Fruchtdolden bereits bräunlich färben. Neben eigener Ernte wird Dill aus Südeuropa, Vorderasien oder Holland importiert.

Geschmack

Das Dillkraut hat einen frischen und leicht herben Geschmack und ergänzt viele Sommergerichte vorzüglich. Getrocknet schmeckt es nicht ganz so intensiv und sollte höher dosiert werden. Die aromatischen Samen erinnern an Fenchel oder Anis.

Verwendung in der Küche

Als Doldenblütler bringt der Dill Abwechslung in die Sommerküche. Dolden, Samen und Dillspitzen können genutzt werden. Den Beinamen Gurkenkraut bekam der Dill, weil seine aufgeblühten Kronen Gewürzgurken ihr typisches Aroma verleihen. Dillspitzen verfeinern Fisch- und Fleischgerichte, gehören in Kräutersossen, passen hervorragend zu Quark und Joghurt und sind eine typische Zutat des griechischen Tzatzikis. Das frische Grün schmeckt lecker auf Butterbrot oder zu gegarten Kartoffeln.

Wirkung

Dill ist in der Pflanzenheilkunde vor allem in Form von Tee und Öl bekannt. Ein Tee aus den reifen, getrockneten Früchten wird verdauungsfördernd und krampflösend. Da er milder als der häufiger verwendete Kümmel ist, eignet er sich hervorragend für Säuglinge, welche unter Blähungen leiden. Auch die Mama sollte von diesem Tee trinken: Er fördert nämlich die Milchbildung. Sitzbäder aus Dillkraut können bei Gebärmutterkrämpfen und schmerzhafter Menstruation Linderung verschaffen. Ein wenig in Vergessenheit geraten ist das Dillöl. Es kommt äusserlich zum Einsatz, um Geschwüre zu bekämpfen. Innerlich regt es die Magensaftbildung an und entspannt den Magen- und Darmtrakt.


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