Dill

Dill ist eine äusserst vielseitige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler. Sie findet Verwendung in der Küche, als Naturheilmittel, in der Schädlingsbekämpfung und sogar als adrettes Grün in Blumensträussen. Zahlreiche Gründe also, sie im eigenen Garten anzupflanzen.

Dill können Sie rund sechs Wochen nach dem Ansäen während etwa zwei Monaten erntenDill können Sie rund sechs Wochen nach dem Ansäen während etwa zwei Monaten ernten (Foto by: DLeonis / Depositphotos)

Anbau

Der Dill mag einen lockeren, kalkhaltigen Boden; sein Standort sollte sehr sonnig und windgeschützt sein. Pflanzen Sie das Kraut keinesfalls in die Nähe von Gartenkresse, Fenchel oder Basilikum, da es sich mit diesen Pflanzen nicht verträgt.

Da Dill hingegen Schädlinge wie Kohlweisslinge oder Zwiebelfliegen wirkungsvoll abhält, eignet er sich gut für die Verwendung in der Mischkultur. Hervorragend gedeiht er zwischen Zwiebeln oder Salat und in der Nähe von Erbsen, Kohlrabi, Erdbeeren und vor allem Karotten. Dill kann von April bis Juni ausgesät werden.

Säen Sie ihn in Reihen mit einem Abstand von gut 20 cm, etwa 1 bis 2 cm tief in die Erde. Nun müssen Sie achten, dass Sie das Kraut regelmässig wässern und dass der Boden nicht austrocknet.

Pflege, Düngen

Dill ist eigentlich unproblematisch und pflegeleicht. Unkraut jäten tut zwar Not; doch wenn Sie eine etwa 2 cm dicke Mulchschicht um die Kräuterpflanzen anlegen, minimieren Sie Ihren diesbezüglichen Aufwand. Achten Sie darauf, dass Ihr Dill stets genügend feucht hat, dass sich das Wasser aber nicht staut. Denn Staunässe verträgt er nicht.

Düngen müssen Sie das Kraut zwar nicht. Doch wenn Sie ihm ab und zu etwas Kompost gönnen, kurbeln Sie sein Wachstum zusätzlich an. Die Fusarium-Welke gehört zu den gefährlichsten Schädlingen des Dills. Sie kann den ganzen Bestand zum Absterben bringen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie den Standort der Dillpflanze jährlich wechseln und allgemein die Fruchtfolge von vier Jahren einhalten.

Ernte

Dill können Sie rund sechs Wochen nach dem Ansäen während etwa zwei Monaten ernten. Es ist also möglich, Dill bis in den Sommer hinein anzusäen; so verfügen Sie während des ganzen Sommerhalbjahres über frischen Brotaufstrichen, Fischen und vielem mehr.

Sie können auch die ganze Dolde als Gewürz zum Einlegen und Einkochen verwenden. Die zarten grünen Stängel kann man auch einfach unter einen Rohkostsalat mischen. Sie sehen: Vom Dill lässt sich die ganze Pflanze verwerten.

Lagerung, Haltbarkeit

Verfügen Sie über Dill in Ihrem Garten, ernten Sie jeweils nur so viel, wie Sie benötigen. Denn wie alle Kräuter schmeckt er frisch am besten. Frisch gepflückter Dill lässt sich im Kühlschrank einige Wochen halten, sofern er feucht gelagert wird.

Konservierung

Dill lässt sich sehr gut trocknen. Allerdings verliert er dabei etwas von seinem intensiven Aroma. Verwenden Sie beim Kochen getrockneten Dill, sollten Sie die Dosis entsprechend erhöhen. Wenn Sie Dill einfrieren, müssen Sie hingegen kaum Geschmackseinbussen in Kauf nehmen.

Die Samen oder die ganze Dolde werden oft verwendet, um Mixed Pickles oder in Essig eingelegtem Gemüse eine zusätzliche süsslich-pikante Würze zu verleihen. Eine schöne Konservierungsart ist die Herstellung eines aromatischen Kräutersalzes.

Verwendung in der Küche

Dill verfügt über einen ausgeprägten, kräftigen Eigengeschmack. Entweder man liebt ihn – oder man mag ihn gar nicht. Auf klassische Art kommt er im Gurkensalat zum Zug, wo er dem sonst eher faden Gericht eine schöne Würze verleiht. Hervorragend passt Dill zu Kartoffeln und zu zahlreichen Dill-Senf-Sauce, die oft zum geräucherten Lachs serviert wird. Zu Kräuterdip lässt sich Dill ebenfalls hervorragend verarbeiten.

Dill verliert viel von seinem Aroma, wenn Sie ihn kochen. Deshalb fügen Sie ihn erst ganz am Schluss der Kochzeit ihrem Gericht bei. So bleibt sein unverwechselbares Aroma sicher erhalten. Als Heilmittel kommen Dillsamen unter anderem in Form von Tee gegen Magenkrämpfe und Blähungen zum Einsatz.

Balkonanbau

Dill können Sie auf dem Balkon ziehen. Blumenkistli sind dafür aber nicht geeignet, denn die sind zu flach. Da Dill zu den Tiefwurzlern gehört, sollten Sie für den Balkonanbau einen grossen, tiefen Topf verwenden. Verwenden Sie gesiebte Balkonerde und stellen Sie den Topf an einen hellen, sonnigen Ort.

Ihr Balkondill benötigt keinen Dünger, jedoch regelmässig grosszügige Wassergaben. Hier gilt, wie überall: Vermeiden Sie Staunässe. Zwar sind Dillpflanzen im Topf nicht sehr ergiebig. Doch um ab und an Ihr Fischgericht zu verfeinern oder einen feinen Dip herzustellen, reicht es allemal!

Beliebte Rezepte mit Dill


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