Goldmelisse

Die Goldmelisse im Garten ist mit ihren roten Blüten nicht nur ein wahrer Hingucker. Sie lockt zahlreiche Insekten an und gilt sowohl in Küche als auch als natürliches Heilmittel sehr potent. Wir haben für euch die wichtigsten Informationen zu diesem Kraut zusammengestellt.

GoldmelisseDie aus den USA stammende Goldmelisse wird auch Indianernessel oder Scharlach-Monarde genannt. (Foto by: RukiMedia / Depositphotos)

Anbau und Pflege der Goldmelisse

Die aus den USA stammende Goldmelisse wird auch Indianernessel oder Scharlach-Monarde genannt. Es lohnt sich, dieses Kraut im Garten oder auf dem Balkon zu kultivieren.

  • Es handelt sich um eine krautige Pflanze, die zwischen 50 und 150 cm hoch werden kann.
  • Die Blütezeit ist von Juni bis September
  • Die Erntezeit dauert von Mai bis August
  • Setzlinge werden am besten im März in die Erde gesetzt.
  • Das Kraut mag sonnige bis halbschattige Standorte sowie nährstoffreiche und durchlässige Böden.
  • Die Goldmelisse kann auch in Gefässen gezogen werden, allerdings braucht es dazu Töpfe von mindestens zehn Liter Volumen.
  • Achtet, dass die Pflanze mit genügend Nährstoffen versorgt ist - im Freiland mit Mulch oder Kompost. Goldmelissen im Topf sollten alle vier bis sechs Wochen gedüngt werden.
  • Bei heissem Wetter sollte das Kraut am Abend gut gegossen werden, wobei Staunässe zu vermeiden ist.
  • Bei «normalen» Temperaturen verzeiht sie auch mal längere Perioden ohne Wasser.
  • Wie die Pfefferminze ist auch die Goldmelisse winterhart.

Lagerung und Haltbarkeit der Goldmelisse

Wie alle Kräuter lässt sich die Goldmelisse nicht lange lagern. Deshalb ist es am besten, sie gleich nach dem Ernten zu verarbeiten. So kommt ihr Aroma sowieso am besten zur Geltung.

Konservierung der Goldmelisse

Die Blätter der Indianernessel lassen sich sehr gut trocknen und so für die kalten Monate haltbar machen. Weitere Möglichkeiten der Haltbarmachung sind:

  • Goldmelissensirup
  • Goldmelissenlikör
  • Goldmelissengelee
  • Kräuteressig mit Goldmelisse
  • Blüten trocknen

Goldmelisse als Tee- und Heilpflanze

In der indianischen Geschichte hat die Goldmelisse eine lange Tradition als natürliches Heilmittel; daher rührt auch der Name Indianernessel. Medizinmänner verwendeten das Kraut gegen Infektionen und Entzündungen im Mund oder auf der Haut. Kleinere Wunden behandelten sie mit Goldmelisse-Umschlägen. Dem Kraut sagt man unter anderem auch folgende wohltuende Wirkungen nach:

  • fiebersenkend
  • schleimlösend
  • schweisstreibend
  • stimulierend
  • antioxidativ
  • entwässernd

Tee aus Goldmelisse wird zur Behandlung von Grippe und Erkältungen empfohlen. Doch Blüten und Blätter können auch einfach als aromatischer Aufguss genossen werden. Besonders lecker schmeckt der Goldmelissentee, wenn man ihn mit frischer Pfefferminze kombiniert.

Verwendung in der Küche

Die Goldmelisse eignet sich nicht nur als Tee- und Heilkraut. Ihre frische zitrus- und minzähnliche Note pimpt viele Gerichte:

  • Gemüsesalate
  • Obstsalate
  • Goldmelissen-Ice Tea
  • Grüner Eistee mit Goldmelisse
  • Gewürzkraut für Kartoffeln
  • Gewürzkraut für Suppen und Saucen
  • für Goldmelissenbutter
  • als Würze von Kompotten, Konfitüren oder Bowlen
  • frisch oder getrocknet in Currys, zu Poulet, geräuchtem Fisch oder Ente
  • für Desserts, wie ein Goldmelissen-Sabayon
  • mit den jungen Blättern könnt ihr Blattsalate ergänzen
  • Die Blüten eignen sich hervorragend zum Dekorieren eurer Speisen.

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