Meerrettich

Meerrettich bereichert als sehr scharfes Gewürz unsere heimische Küche. Das als Gewürz eingesetzte Gemüse lässt sich mit zahlreichen Fleisch- und Fischgerichten kombinieren. Auch zu einer deftigen Brotzeit passt Meerrettich in verschiedensten Varianten hervorragend.

Meerrettich frisch verarbeiten, da die ätherischen Öle schnell verfliegen und das Aroma nachlässt.Meerrettich frisch verarbeiten, da die ätherischen Öle schnell verfliegen und das Aroma nachlässt. (Foto by: jirkaejc/ Depositphotos)

Meerrettich, welcher auch gerne als Kren (vor allem in Österreich) gehandelt wird, enthält ausserordentlich viele ätherische Öle und entfaltet daher beim Reiben eine enorme Schärfe. Verarbeitet werden dafür die frischen länglichen, dünnen Wurzeln des Meerrettichs. Sie weisen eine weissliche bis hellbraune Farbe auf. Meerrettich kann entweder in Form der frischen Wurzeln oder in verarbeitetem Zustand haltbar gemacht gekauft werden.

Herkunft & Saison

Meerrettich wird traditionell bereits seit dem 12. Jahrhundert als Heilpflanze und als Gewürz verwendet. Er ist heimisch in Europa und kann hier häufig sogar in der freien Natur gefunden werden. Er wächst am besten in lockerem Boden und wird überall in Europa kultiviert.

Meerrettich gehört zu den typischen Wintergemüsen und ist winterhart. Die Erntezeit geht vom Herbst bis zum Frühjahr. Beim Kauf von frischem Meerrettich im Supermarkt ist darauf zu achten, dass es sich immer um die ganze Wurzel handeln sollte, da angeschnittene Wurzeln schnell austrocknen. Zumeist wird Meerrettich aber sowieso in konservierter Form gekauft.

Wirkung

Meerrettich enthält ausserordentlich viel

  • Vitamin C
  • aber auch Provitamin A
  • Vitamine B1, B2 und B6
  • Mineralstoffe wie Kalium, Natrium, Calcium, Magnesium und Eisen

Seine antibiotische Wirkung wird von den enthaltenen Senfölen verursacht. Diese sind auch für

  • seine schleimlösende Wirkung verantwortlich
  • unterstützen den Einsatz gegen Erkrankungen der Luftwege
  • wirken appetitanregend
  • kurbeln die Verdauung an
  • fördern die Durchblutung
  • senken Blutdruck

Geschmack

Frischer Meerrettich hat einen intensiven, scharfen Geschmack. Die enthaltenen ätherischen Öle können dazu führen, dass man auf den Genuss von Meerrettich mit einem heftigen Brennen und Jucken in der Nase reagiert.

Verwendung in der Küche

Soll Meerrettich frisch verarbeitet werden, so sollte er am besten direkt vor der Verwendung frisch gerieben werden, da die ätherischen Öle schnell verfliegen und das Aroma nachlässt.

Die vor dem Schälen geruchlose Wurzeln wird vorsichtig geschält und anschliessend entweder in kleine dünne Scheibchen geschnitten oder mithilfe einer feinen Reibe gerieben.

Mit Hilfe von ein wenig Zitronensaft oder Milch lässt sich ein Verfärben vermeiden.

Der intensive Geschmack des Meerrettichs passt hervorragend 

  • zu deftigen Fleischgerichten
  • zu Wurst
  • abgemildert durch die Zugabe von Rahm passt er auch zu Fisch
  • als Zugabe in Drinks oder Smoothies
  • schärft jedes Salatrezept
  • in Suppen als Hauptzutat

Köstliche Merrrettichrezepte:


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