Hirtentäschel

Kennt ihr Hirtentäschelkraut? Falls nicht, solltet ihr es kennenlernen. Nicht nur ist das Kraut überall einfach zu finden. Man findet es auch das ganze Jahr. Es bringt Abwechslung in die Küche und tut unserer Gesundheit Gutes. Hier findet ihr viel Wissenswertes über das interessante Wildkraut.

HirtentaeschelVom Hirtentäschel kann die ganze Pflanze verwendet werden: Wurzeln, Blätter, Blumen, Samen. (Foto by: jordache / Depositphotos)

Allgemeine Informationen

Taschenkraut, Löffeli, Herzkraut oder Bauernsenf: So lauten einige der im Volksmund verbreiteten Namen des Hirtentäschels. Folgende Merkmale zeichnen es aus:

  • Das gemeine Hirtentäschelkraut ist eine bescheidene, sehr anpassungsfähige Pflanze.
  • Das Kraut wird ein- bis zweijährig und kann eine Höhe von 50 cm erreichen.
  • Die Pflanze kommt in ganz Europa vor und kann bis auf 2000 M. ü. M. gedeihen.
  • Hirtentäschel kennen keine eigentliche Saison - sie können das ganze Jahr über blühen.
  • Die genügsame Pflanze gedeiht überall ohne Probleme, sogar auf Schutthalden.

Hirtentäschel sammeln

Wie bei allen Wildkräutern macht es am meisten Spass, selbst gesammelte Pflanzen zu verarbeiten. Darauf solltet ihr achten:

  • Pflückt keine Kräuter auf frisch gedüngten Wiesen.
  • Meidet wegen Spritzmitteln und Abgasen das Sammeln an Strassenrändern oder in Nachbarschaft zu Landwirtschaftsflächen.
  • Von Hunden frequentierte Wege und Wiesen eignen sich generell nicht zum Sammeln von Wildkräutern.
  • Die jungen, zarten Blätter des Hirtentäschelkrauts pflückt man idealerweise im Frühling.
  • Vor der Verarbeitung in der Küche solltet ihr das Kraut gründlich reinigen.

Geschmack und Aroma

Die Blätter des Hirtentäschels sind sehr würzig bis scharf. Das Aroma erinnert an eine Kombination aus Rucola, Meerrettich und Kresse. Hat die Pflanze geblüht, erhalten die Blätter einen leicht bitteren Geschmack. Die Wurzeln ähneln im Aroma dem Ingwer.

Nährstoffe und Vitamine

Hirtentäschel werden gerne unterschätzt. Eigentlich schade, denn die Liste an Vitamin- und Nährstoffen ist beeindruckend:

  • Vitamin C
  • Kalium
  • Kalzium
  • Flavonoide
  • Saponine

Wirkung auf die Gesundheit und das Wohlbefinden

Bei den vielen guten Eigenschaften, die das Hirtentäschelkraut auf sich vereint, ist es erstaunlich, dass die Pflanze nicht öfter zum Einsatz kommt:

  • Sie gilt als Frauenkraut - denn der Tee aus Hirtentäschel soll bei starken Blutungen und Menstruationsbeschwerden Linderung bringen.
  • Seine blutstillende Wirkung ist generell anerkannt. Das Pflänzchen soll auch gegen Nasenbluten helfen.
  • Hirtentäschel wirken verdauungsfördernd und Blutdruck regulierend.
  • Es verspricht Linderung bei Rheuma und Gicht.
  • Als Tinktur kann es gegen Ekzeme oder kleine Blessuren eingesetzt werden. Unterwegs kann man das Kraut einfach auf die Schürfung reiben.

Verwendung in der Küche

Vom Hirtentäschel kann die ganze Pflanze verwendet werden: Wurzeln, Blätter, Blumen, Samen. Entsprechend vielseitig kann das Kraut in der Küche eingesetzt werden.

  • Die Wurzel ist schön zart, solange die Pflanze noch nicht geblüht hat. Dann kann man sie ernten und als Gewürz verwenden.
  • Die Blätter eignen sich als Zugabe im Salat - etwa zu gleichen Teilen mit Nüsslisalat mischen.
  • Im grünen Smoothie sorgt das aromatische Kraut für Pep. Das gilt auch für Kräuterquark, das Butterbrot oder Omeletten.
  • Die jungen zarten Blätter verwendet man wie Spinat zubereitet als Gemüsebeilage.
  • Die Samen der Hirtentäschelfrüchte können gemahlen und zu Senf verarbeitet oder einfach so als Würze verwendet werden.
  • Die kleinen weissen Blüten kann man als Speisedekoration hernehmen.
  • Aus den getrockneten Blättern giesst man wohltuenden Hirtentäschel-Tee auf.

Köstliche Rezepte mit Hirtentäschel:


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