Quiche oder Tarte?

Unsere europäischen Nachbarländer können mit einigen Spezialitäten aufwarten, die die Herzen vieler Geniesser höher schlagen lassen. Ein gutes Beispiel wäre da die „Quiche“. Was solch eine Quiche überhaupt ist, wodurch sie sich auszeichnet, und warum sie schnell mit der Tarte verwechselt wird, erfahren Sie in den folgenden Zeilen.

Quiche kann vielseitig zubereitet werden, hier mit Brokkoli, Pilzen und HuhnQuiche kann vielseitig zubereitet werden, hier mit Brokkoli, Pilzen und Huhn (Foto by: minadezhda / Depositphotos)

Heutzutage lassen sich die verschiedensten Köstlichkeiten aus den unterschiedlichsten Landesküchen unzähliger Staaten, die in den entferntesten Ecken dieser Welt liegen, geniessen. Um den Gaumen mit schmackhaften Gerichten zu verwöhnen, bedarf es längst nicht den Ausflug in exotische und weit entfernte Küchen.

Quiche

Traditionell gibt es die Quiche immer montags, da früher viele Fleischsorten, welche lediglich am Wochenende auf die Teller kamen und eventuell übrig blieben, in die Quiche eingearbeitet wurden.

Solch eine Quiche ist grob gesagt ein herzhafter Kuchen und zeichnet sich stets durch einen Eier-Sauerrahm-Guss aus. Dieser Guss wird jedoch nicht pur, sondern mit vielen verschiedenen

Zusätzen versehen, sodass in Frankreich bereits eine regelrechte Quiche-Kultur ausgebrochen ist. Bei einer Quiche ist die Füllung jedoch stets herzhaft – Speck, Zwiebeln, Hack oder Kohl sind typische Bestandteile der Füllung.

Hinzu kommt, dass der Boden in der Regel aus einem Mürbeteig  besteht und der gesamte „Kuchen“ (zumindest auf traditioneller Weise) in einer runden Keramikbackform gebacken wird. Der Mürbeteig kann übrigens auch ohne Ei zubereitet werden und wird dann als Pâte brisée bezeichnet.

Bei der Zubereitung und der Bezeichnung einer Quiche gibt es übrigens zwei Besonderheiten zu beachten:

  • Die klassische Quiche Lorraine besteht zum Beispiel aus geräuchertem Speck, welche sich in der Füllung wiederfinden lässt.
  • Sind jedoch auch noch Zwiebeln in ihr enthalten, spricht man von der Quiche Alsacienne.

Beide Varianten stammen übrigens aus der Gegend um Elsass und Lothringen.

Eine Tarte wird meist mit Obst zubereitetEine Tarte wird meist mit Obst zubereitet (Foto by: haarmony / Depositphotos)

Unterschied zur Tarte

Verglichen mit der Tarte tun sich etliche Gemeinsamkeiten auf. Doch auch eine Reihe an Unterschieden lassen sich bei der Betrachtung der französischen Spezialitäten finden.

So kann die Tarte wörtlich genommen mit „flacher Kuchen“ übersetzt werden. Denn eine Tarte ist um einiges flacher als die Quiche und besteht oftmals auch aus süssen Belegen.

Der französische Apfelkuchen, die Tarte aux Pommes, ist solch eine süsse Variante. Zudem wird der Boden einer Tarte aus einer geschmacksneutralen Mischung hergestellt: Zucker und Salz fehlen bei der Herstellung des Bodens auf ganzer Linie. Ausserdem wird der Mürbeteig oftmals durch einen Blätterteig ersetzt.

Dieser ist jedoch wesentlich aufwendiger herzustellen, weshalb die meisten französischen Haushalte sich an die Mürbeteigversion halten.

In einem gut betuchten Restaurant hingegen, erwartet (zumindest der französische) Gast die Verwendung eines Blätterteigs. Um eine Tarte oder eine Quiche zu geniessen, ist dem Franzosen eigentlich jede Gelegenheit gelegen.

Die süsse Variante, also die Tarte, wird zum Beispiel oft als Nachspeise mit einer Kugel Eis. Pudding oder Rahm serviert, während die Quiche sowohl als Vor-, aber auch als Hauptspeise oder einfach nur „zwischendurch“ genossen werden kann.


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