Radieschen, vitaminreich und gesund

Radieschen konnten sich etwa im 16. Jahrhundert in der französischen Küche verbreiten. Nur langsam erkannten auch andere Europäer den hervorragenden Geschmack dieser kleinen Knolle. Die roten Radieschen werden meist roh verzehrt und schmecken leicht scharf.

Die Senfölglykoside in den Radieschen wirken gesundheitsförderndDie Senfölglykoside in den Radieschen wirken gesundheitsfördernd (Foto by: nblxer / Depositphotos)

Köstliche Radieschen

Am bekanntesten sind Radieschen als Beilage im Salat. Hier wird die Knolle geraspelt oder in Scheiben geschnitten zu den übrigen Zutaten gegeben. Das weisse Innere mit der roten Schale ist auch optisch eine Aufwertung für die Mahlzeiten.

Die Senföle, die die Pflanze eigentlich vor Tieren schützen sollen, geben dem Gemüse einen unverkennbaren, scharfen Geschmack.

Dieser wird zum Beispiel auch bei Brotzeiten geschätzt. In Scheiben geschnitten werden die Radieschen auf einem Brot genossen.

Um die Knollen haltbar zu machen, können sie auch eingelegt werden. Während die Knollen meist roh verzehrt werden, finden sich Kochrezepte für die Blätter der Radieschen. Diese werden ähnlich dem Spinat gedünstet und gewürzt serviert.

Gesundheit

Die Senfölglykoside, die den Geschmack der Radieschen hervorrufen, sind für die Gesundheit des Menschen von Vorteil. Die antibakterielle Wirkung dieser Pflanzenstoffe wird schon seit Längerem in der Naturheilkunde genutzt. Erste Untersuchungen an Ratten lassen sogar eine Wirkung vermuten, die dem Krebs vorbeugen kann. Auch ohne diese Wirkung sind Radieschen aber eine gesunde Rohkost.

Die Knollen enthalten von nahezu allen Vitaminen und Spurenelementen einen nennenswerten Anteil. Zudem sind sie nahezu frei von Fett und Eiweiss. Der Kaloriengehalt bei den rohen Knollen ist sehr gering.

Sorte

Die roten, runden Radieschen sind die bekannteste Sorte, die auch in nahezu jedem Geschäft zu kaufen ist.

Daneben finden sich aber auch Knollen in gelber oder weisser Farbe und in länglicheren Formen. Die Eiszapfen zum Beispiel, längliche weisse Knollen erinnern im Aussehen eher an einen kleinen Bierrettich. Diese Variante der Radieschen wird häufiger gekocht verzehrt.

Ein besonderer Vertreter der Radieschen ist der Riese von Aspern. Dieser "Radies" hat einen Durchmesser von durchschnittlich sechs Zentimetern und wird in der Region um Wien angebaut.

junge Radieschen sind knackig, ältere Knollen werden holzigjunge Radieschen sind knackig, ältere Knollen werden holzig (Foto by: dima_sidelnikov / Depositphotos)

Anbau und Ernte

Der Anbau von Radieschen kann ab März im Folientunnel erfolgen. Die erste Ernte lässt dann nicht lange auf sich warten. Je nach Sorte sind das Frühjahr und der Sommer die typischen Erntezeiten für dieses Gemüse.

Der frische Geschmack der Knollen lässt sie aber vor allem im Frühjahr besonders beliebt werden. Die Ernte sollte nicht länger als sechs Wochen nach der Aussaat erfolgen, damit die Knollen nicht verholzen. Nach der Ernte halten die Radieschen länger frisch, wenn sie vollständig vom Laub befreit in ein nasses Tuch eingeschlagen werden. Sie können dann für mehrere Tage im Kühlschrank gelagert werden.


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