Rosmarin

Rosmarin gehört in die Riege der typisch mediterranen Gewürze und bietet einen außergewöhnlichen und unverkennbaren Geschmack. Erwischt man etwas zu viel, so schmeckt er nicht nur stark hervor, sondern zeigt auch seine medizinische Wirkung – er belebt Körper und Geist.

Rosmarin zählt geschmacklich zu den herberen Gewürzen mit holziger Note.Rosmarin zählt geschmacklich zu den herberen Gewürzen mit holziger Note. (Foto by: Dream79 / Depositphotos)

Rosmarin gehört wie viele andere Gewürze zur Familie der Lippenblütler, deren Mitglieder zumeist einen hohen Gehalt an ätherischem Öl aufweisen. Rosmarin ist ein bis zu zwei Meter hoch wachsender, immergrüner Strauch mit kleinen weißen, hellblauen oder rosa Blüten. Er bildet kleine Stängel aus, an denen sich die Rosmarinnadeln befinden. Ihr Aussehen erinnert an Tannennadeln. Rosmarin wird als Gewürz- und Heilpflanze, aber auch zur Aromatisierung von Kosmetika eingesetzt.

Herkunft & Saison

Rosmarin ist im Mittelmeergebiet heimisch, findet sich aber mittlerweile in ganz Europa. Hierzulande ist er das ganze Jahr über frisch oder in getrockneter Form erhältlich. Der Großteil der Ware stammt aus europäischem Anbau.

Geschmack

Rosmarin zählt geschmacklich zu den herberen Gewürzen mit holziger Note. Es bestehen Ähnlichkeiten zum Kampfer mit zusätzlichen Geschmacksnuancen, die an Muskat und Kiefernnadeln erinnern.

Verwendung in der Küche

Rosmarin weist eine sehr intensive Würzigkeit auf und sollte daher sparsam dosiert werden. Als Richtwert sei hier erwähnt, dass ein frischer Zweig ausreicht, um im Ganzen mit gekocht und vor dem Servieren wieder entfernt, ein ganzes Gericht zu würzen. Statt den Zweig mit zu kochen können auch die frischen Nadeln vom Zweig abgestreift, klein gehackt und direkt zugegeben werden. Rosmarin ist besonders in Italien und Frankreich ein häufig verwendetes Gewürz.

Besonders für Fleisch-, Wild- und Geflügelgerichte ist das Gewürz beliebt. Braten lässt sich beispielsweise mit einem Rosmarin-Sträußchen im Inneren geschmackvoll abrunden. Sehr bekannt sind auch die sogenannten Rosmarinkartoffeln. Auch mit Fisch harmoniert Rosmarin ausgezeichnet, sollte aber besonders sparsam dosiert werden, damit der den Fisch nicht „erschlägt“. Rosmarin wird auch gerne genutzt, um neutralem Öl einen angenehm aromatischen Duft zu verleihen.

Wirkung

Rosmarin enthält an Wirkstoffen hauptsächlich ätherische Öle und Gerbstoffe. Letztere sorgen für den herben Geschmack, die ätherischen Öle für seine Würzigkeit. Rosmarin nimmt vielfältigen Einfluss auf die Verdauung: er ist appetitfördernd, verdauungsanregend und lindert Blähungen. Außerdem wirkt er entwässernd und man sagt ihm nach sogar für frischen Wind im heimischen Schlafzimmer sorgen zu können. Dies kann man durch Rosmarin-Bäder unterstützen. Die belebende Wirkung ist aber nicht nur im Hinblick auf Schlafzimmeraktivitäten interessant, sondern wird auch in Kosmetika und Badezusätzen genutzt.


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