Allgemeines zum Käse in der Schweiz

Käse gehört zur Schweiz wie die Schokolade oder die Banken. Zu Recht dürfen wir stolz sein auf unsere Käsetradition, denn auch im Ausland wird beherzt Schweizer Käse geschlemmt. Erfahren Sie mehr über einen unserer populärsten Exportschlager.

Käseland SchweizKäseland Schweiz (Foto by: racorn/ Depositphotos)

Käseland Schweiz

Die Schweizer haben aus der Not eine Tugend gemacht. Etwa 80% unseres Kulturlandes, namentlich in den Berggebieten, kommen für den Ackerbau nicht infrage. Um zu verhindern, dass dieses Grasland vergandet, lässt man darauf Kuh- und Rinderherden grasen und produziert somit grosse Mengen Milch.

Rund 42% davon werden zu Käse verarbeitet. Pro Kopf verzehren wir Schweizer jährlich satte 21 Kilo dieser urschweizerischen Delikatesse selbst; rund ein Drittel der Gesamtproduktion exportieren wir in alle Welt. Des Schweizers liebster Käse kommt ursprünglich allerdings nicht von hier: Es ist der italienische Mozzarella. Auf den Plätzen zwei und drei folgen der Gruyère und der Raclettekäse.

Die bekanntesten Schweizer Käse

Die rund 450 verschiedenen Käsesorten, die hierzulande produziert werden, teilt man grundsätzlich in Extrahart- und Fonduemischungen oder schmackhafte Sandwichs.

Sbrinz ähnelt dem Parmesan und ist in Möckli geschnitten ein Gedicht zum Apéro; gerieben verfeinert er Pastagerichte. Hobelkäse findet man auf den meisten Käseplatten und wird zu knusprigem Bauernbrot genossen.

Bei den Halbhartkäsen schwingt der Raclettekäse obenauf, den man geschmolzen mit Kartoffeln oder auf einer Scheibe Brot geniesst.

Mutschli, Tilsiter, Appenzeller oder Vacherin fribourgeois zählen ebenfalls zu den Halbhartkäsen. Viele von ihnen gehören in eine gute Fonduemischung – sie munden aber auch kalt hervorragend.

Brie oder Tomme vaudoise sind die bekanntesten Vertreter der Weichkäse. Tomme im Strudelteig mit Preiselbeeren und Salat: ein Gedicht!

Auch zum Dessert mit Baumnüssen und Birnen schmecken Weichkäse einfach himmlisch.

Zu den Frischkäsen zählt man Quark, Hüttenkäse oder Mozzarella.

Ziegen- und Schafskäse gelten in der Schweiz nach wie vor als Nischenprodukte. Dennoch steigt ihre Beliebtheit stetig an – und das nicht nur, weil Ziegen- und Schafsmilch auch von laktoseintoleranten Menschen gut vertragen werden.

Was bedeutet AOP und IGP?

Haben Sie sich auch schon gefragt, was die Zusätze AOP oder IGP beim Käsenamen bedeuten? IGP ist die Abkürzung für „Indication Géographique Protégée“. Das bedeutet, dass ein Produkt im angegebenen Gebiet entweder produziert, verarbeitet oder veredelt werden muss. AOP steht für „Appellation d’Origine Protégée“. Wenn Sie also einen Emmentaler AOP kaufen, dürfen Sie sicher sein, dass dessen Milch aus dem Emmental stammt und in derselben Region verkäst und bis zur Reife gepflegt wurde.

Käse und Tourismus

Unserem Käse verdanken wir zahlreiche touristische Attraktionen. Alpabzüge im ganzen Land oder die hauptsächlich im Bernbiet bekannten Käseteilet entwickeln sich oft zu farbenfrohen Volksfesten. Schaukäsereien gibt es über das ganze Land verteilt.

In Gruyère kann man den Besuch der Schaukäserei ideal mit einem Bummel durch das museal anmutende Örtchen und einem Fondueschmaus verbinden.

In vielen kleineren Käsereien, meist in Bergregionen, gibt es Workshops, in denen man seinen eigenen Käse produzieren kann. Dieser muss dann allerdings bis zur Reife in der Käserei gelagert werden.


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