Aprikosen anpflanzen

Die saftigen Aprikosen gehören zu den besonderen Sommergenüssen. Ursprünglich aus China stammend, werden sie heute hauptsächlich in der warmen Mittelmeerregion und der Türkei angebaut. Doch sogar im Wallis gedeihen diese verführerischen Früchte hervorragend. Wer die Herausforderung liebt, kann im eigenen Garten Aprikosen ziehen.

Aprikosenbäume lieben trockene, witterungs- und windgeschützte StandorteAprikosenbäume lieben trockene, witterungs- und windgeschützte Standorte (Foto by: stevanovicigor / Depositphotos)

Planung

Informieren Sie sich beim Fachmann, welche Aprikosensorte sich am besten für Ihren Garten eignet. Späte Sorten haben den Vorteil, dass sie später blühen. Die Gefahr, durch Nachtfrost um die Ernte gebracht zu werden, wird mit Spätsorten geringer. Damit Sie an Ihrem Aprikosenbaum Freude haben, ist der Standort von zentraler Bedeutung.

Aprikosenbäume lieben trockene, witterungs- und windgeschützte Standorte, humusreiche Böden und ein ausgeglichenes Klima. Eine nach Osten gerichtete Hauswand wäre als Standort ideal, denn dort ist Ihr Baum am wenigsten der Witterung ausgesetzt. Achten Sie darauf, dass der Baum genügend Platz zur Verfügung hat und die Nachbarn nicht stört – er kann bis zu sieben Meter hoch werden.

Pflanzung, Anbau

Haben Sie sich für einen Baum entschieden, geht’s ans Einpflanzen – vor dem Austrieb im Frühling. Das Loch, das Sie ausheben, muss grösser als der Wurzelballen sein. Lockern Sie die Erde vor dem Einpflanzen unbedingt noch einmal auf und fügen Sie nährstoffreichen Kompost und Sand bei.

Nun setzen Sie zuerst einen Pflanzpfahl ins vorbereitete Loch und gleich daneben Ihr Aprikosenbäumchen. Setzen Sie dieses etwa gleich tief in die Erde, wie es zuvor im Topf stand. Nun füllen Sie das Pflanzloch mit Erde auf und treten diese gut an. Zum Schluss wird das Bäumchen am Pflanzpfahl befestigt und grosszügig gegossen. Gerade während des ersten Jahres ist es wichtig, dass das junge Bäumchen regelmässig mit Wasser versorgt wird.

Pflege, Düngen

Auch wenn eine regelmässige Wasserversorgung vor allem im ersten Jahr sehr wichtig ist, mögen Aprikosenbäume keine übernassen Böden. Die Erde um den Baum herum sollte schön locker sein. Generell schneidet man Aprikosenbäume – mit Ausnahme von dürren Ästen – nicht zurück, denn das behindert ihr Wachstum. Sollte der Baum zu viele Früchte tragen, ernten Sie einen Teil der Früchte frühzeitig, damit die ganze Kraft im Baum für die verbleibenden Früchte übrig bleibt. Im Winter ist es üblich, an den Aprikosenbäumen einen Pflegeschnitt vorzunehmen.

Ernte

Die Erntezeit ist stark von der Aprikosensorte abhängig. Frühe Sorten kann man bereits im Juni pflücken; späte sind hingegen erst im September erntereif. Sattes Orange ist noch kein Hinweis darauf, dass die Früchte reif sind. Um zu testen, ob man die Früchte schon ernten kann, macht man am besten die Druckprobe: Reife Früchte geben auf Druck leicht nach. Zudem verströmen sie einen intensiven, betörenden Duft. Da die Früchte nicht nachreifen, sollte man sie wirklich erst pflücken, wenn sie bereits reif sind.

Konservierung

Aprikosen lassen sich auf vielfältige Weise konservieren; man muss sie nicht zwangsläufig zu Konfitüre verarbeiten! Experimentierfreudige wagen sich an Aprikosenchuttneys, Aprikosensenf oder – nicht alltäglich – an Aprikosensalsa, die herrlich zu Grilladen passt. Wer Aprikosenschnitze in Sirup einkocht und in Weckgläser abfüllt, zaubert noch im Winter sommerliche Desserts auf den Tisch. Aprikosen eignen sich hervorragend zum Einfrieren, und zwar halbiert und entsteint. Luftdicht verpackt lassen sie sich so mehrere Monate halten. Wer eine Dörrmaschine besitzt, kann die Früchte natürlich auch trocknen.

Lagerung

Leider lassen sich Aprikosen nicht lange lagern. Am besten kauft man nicht mehr Früchte ein, als man am gleichen Tag zu essen vermag. Da sie nicht nachreifen, sollte man nur bei vollreifen Früchten zugreifen. In einem Papiersack überstehen Aprikosen zwar einige Tage im Kühlschrank. Leider verlieren sie dabei rasch an Frische. Zudem schmecken sie um ein Vielfaches besser, wenn sie vor dem Genuss nicht gekühlt werden mussten.

Verwendung in der Küche

Wie fast alle Obstsorten eignen sich Aprikosen hervorragend für eine gluschtige Aprikosen-Streuselkuchen ist dabei eine besonders köstliche Mischung. Hervorragend schmecken Aprikosen im Fruchtsalat, als Kompott zu Milchreis oder in Crêpes. Erfrischend kommen sie als Lassie oder Smoothie daher. Die vielseitige Aprikose kann man aber auch für herzhafte Hauptgerichte verwenden, beispielsweise in Currys oder getrocknet als exotische Beigabe in Fleischeintöpfen.

Balkonanbau

Mittlerweile gibt es recht resistente Säulenaprikosen, die winterhart auch die kalten Monate bei uns überstehen. Dennoch ist der Standort für Säulenaprikosen wichtig: Wie der Baum auch, so wünscht sich die Säulenaprikose einen trockenen, sonnigen, windgeschützten Standort – vorzugsweise an einer Hauswand.

Da die Aprikosen einen recht hohen Nährstoffbedarf aufweisen, ist es wichtig, dass Sie regelmässig düngen. Die Erde sollte locker und stets ausreichend feucht sein. Zu nass darf es dennoch nicht werden. Damit der Säulenwuchs erhalten bleibt, ist es notwendig, die Triebe auf etwa drei Augen zurückzuschneiden. Dies geschieht vorzugsweise im Juni. Der Aufwand lohnt sich – es gibt nichts Köstlicheres als sonnengereifte Aprikosen!

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