Aprikose

Aprikosen sind kleine, gelbe Früchte, die einen süsslichen Geschmack aufweisen. Obwohl sie auf den ersten Blick ein wenig unscheinbar wirken, sind sie dennoch der Star in zahlreichen Gerichten wie Aprikosenknödeln oder Schnäpsen.

Aprikose, MarilleAprikose (Foto by: Valentyn_Volkov / Depositphotos)

Aprikosen sind unter vielen Namen bekannt, unter anderem als Ämriche oder Marillen (in Österreich). Sie kleinen gelben Früchte sind rund bis eirund und werden zwischen 4 und 8 cm gross. Die Schale fühlt sich samtig an und weist manchmal eine leicht rote Verfärbung auf, was auf direkte Sonneneinstrahlung während des Reifeprozesses schliessen lässt.

Herkunft

Die Aprikose stammt ursprünglich aus China. Hier wurde das Obst bereits vor über 4.000 Jahren angebaut. Auf dem Weg nach Europa passierte das Obst Persien, die Türkei und Rom. Die Aprikose ist überall auf der Welt heimisch, insbesondere dort, wo es im Sommer schön warm ist.

Das wichtigste Anbauland ist die Türkei, wobei auch andere Mittelmeerländer den Markt beliefern. In unseren Breiten reifen die Ämriche zwischen Juli und September heran, was von der Sorte abhängig ist. Aprikosen sind dennoch ganzjährig verfügbar, was sich durch die verschiedenen Anbaugebiete ergibt.

Im Winter ergänzen Importe aus Südafrika den Markt. Ob eine Aprikose reif ist, findet man am einfachsten mithilfe des Drucktests heraus: Wenn die Schale auf den Druck des Fingers hin nicht nachgibt, ist die Aprikose unreif. Fühlt sie sich hingegen sehr weich an, ist sie wahrscheinlich überreif.

Geschmack

Aprikosen schmecken angenehm süsslich und sind ziemlich saftig. Wenn sie zu früh geerntet wurden und nicht genügend Sonneneinstrahlung hatten, kann der Geschmack ein wenig fade sein.

Verwendung in der Küche

Die Schale der Aprikose kann problemlos mitgegessen werden. Wenn man sie dennoch entfernen möchte, überbrüht man sie kurz mit heissem Wasser und zieht sie anschliessend ab. Vor dem Verzehr muss noch der Stein im Inneren des Fruchtfleischs entnommen werden.

Hierzu halbiert man den Ämrich und verdreht die zwei Hälften gegeneinander. So löst sich der mandelförmige Kern automatisch heraus. Wenn man die Torten und Desserts. Aprikosenmarmelade und -gelee sind beliebte Brotaufstriche für das Frühstück.

Aus Aprikosen werden zahlreiche regionale Spezialitäten hergestellt, wie der österreichische Aprikosenschnaps oder Marillenknödel (=Aprikosenknödel). Davon abgesehen können sie natürlich auch pur genossen oder für Obstsalat kleingeschnitten werden.

Aufbewahrung/Haltbarkeit

Der Ämrich sollte immer zügig verbraucht werden, wenn er reif ist. Unreife Aprikosen kann man bei Zimmertemperatur zwar etwas nachreifen lassen, allerdings gewinnen sie dadurch nicht mehr an Süsse.

Reife Aprikosen sollten bei Zimmertemperatur innerhalb von zwei bis drei Tagen verbraucht werden. Im Kühlschrank halten sie es zwar ein wenig länger aus, allerdings verlieren die sonnenverwöhnten Früchte dadurch einen Teil ihres Aromas. Auf jeden Fall sollten sich die Ämriche bei der Lagerung nicht berühren, um Druckstellen zu vermeiden, durch die Fäulnis entstehen könnte.

Nährwert/Wirkstoffe

Aprikosen bieten einen hohen Gehalt von Provitamin A, Carotin und Magnesium. Sie haben nur sehr wenige Kalorien, weshalb sie perfekt für einen Imbiss zwischendurch geeignet sind. Wer an Verstopfung leidet, täte gut daran, regelmässig getrocknete Aprikosen zu essen, denn sie besitzen eine abführende Wirkung.

Auch Schwangeren sei der regelmässige Verzehr empfohlen, denn ein Ämrich liefert eine grosse Menge Folsäure, die das Hirnwachstum des Babys unterstützt. Aprikosen beinhalten ausserdem Q10 und Salizylsäure, die die Fähigkeit haben, freie Radikale zu entschärfen und somit eine Hautverjüngung bewirken können.


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