Auberginen

Die Aubergine, die Solanum melongena zählt zu den Nachtschattengewächsen und ist oftmals auch als Eierpflanze bekannt. Auberginen sind in der Küche sehr vielseitig einsetzbar und passen zu orientalischer und mediterraner Küche genauso, wie zu Nudeln, Fisch- und Fleischgerichten.

AuberginenAuberginen (Foto by: olhaafanasieva / Depositphotos)

Allgemeines

Auberginen sind vorwiegend als länglich-ovales Gemüse in den Farben Dunkel-, Blau- oder Schwarz-Violett bekannt. Allerdings gibt es von diesem Gemüse noch weitere Formen und Farben, welche allerdings nicht so verbreitet sind. Die Pflanzen erreichen eine Höhe von bis zu 150 Zentimetern und die Früchte sind meist in der Grösse von bis zu 25 x 9 Zentimetern erhältlich.

Herkunft

Die Aubergine stammt ursprünglich aus Indien. Jedoch wurde sie schon in vorgeschichtlicher Zeit in Ländern Zentralasiens als Gemüsepflanze gezüchtet. Erst im 15. Jahrhundert gelangte die Aubergine nach Europa.

Insbesondere im Süden Italiens ist das Gemüse, welches ein sonniges und warmes Klima zum Wachsen benötigt, seit der Zeit zu finden. Mittlerweile werden die meisten Früchte der Art in China angebaut. In Europa wird sie vor allen Dingen in Ländern wie der Türkei, in Italien, Spanien und in einigen weiteren europäischen Ländern gezüchtet.

Auch in der Schweiz wird sie angebaut. Die meisten Anbaugebiete sind in der Schweiz in der Region des Genfersees und im Tessin zu finden.

Saison

Auberginen werden vor allen Dingen in den Monaten von Juli bis Oktober geerntet und sind somit im Sommer bis in den Herbst hinein erntefrisch erhältlich. Dabei kommen in jedem Jahr die ersten Auberginen vorwiegend aus Marokko und der Türkei. Später folgt die Ernte aus Spanien, Italien und Mitteleuropa.

Geschmack

Die Aubergine hat zunächst einen eher neutralen Geschmack. Den typischen leicht-nussigen bis leicht-bitteren Geschmack entwickelt das Gemüse erst durch die Zubereitung. Das macht das Gemüse sehr vielseitig einsetzbar.

Verwendung in der Küche

Das Gemüse darf nur gegart verzehrt werden, denn erst dadurch verflüchtigt sich das oftmals enthaltene Alkaloid Solanin. Dabei können Auberginen gekocht, geschmort, frittiert, gegrillt, gebraten oder auch im Backofen zubereitet werden. Durch Salzen vor der Zubereitung werden der Frucht die bitteren Stoffe entzogen.

Allerdings ist das Salzen bei vielen modernen Züchtungen nicht mehr notwendig. Auf das Schälen kann bei dieser Frucht verzichtet werden. Zu den besonders bekannten Gerichten mit Auberginen zählen zum Beispiel das  Türkische Gericht Türkei İmam Bayıldı, das griechische Moussaka, das orientalische  Baba Ghanoush oder das insbesondere im Mittelmeerraum bekannte Ratatouille.

Die Verwendungsmöglichkeiten der Aubergine sind dabei sehr vielfältig, denn der Geschmack passt zu Gemüse genauso wie zu Fleisch, Fisch oder Nudeln.

Aufbewahrung/Haltbarkeit

Die Aubergine sollte bei rund zehn Grad, wie zum Beispiel im Keller oder im kühleren Flur aufbewahrt werden. Der Kühlschrank ist für das empfindliche Gemüse zu kalt. Wird sie zusätzlich in Folie eingewickelt, dann liegt die Haltbarkeit der unbehandelten Aubergine bei rund einer Woche.

Allerdings sind Auberginen empfindlich und sollten nicht in Verbindung mit Tomaten, Äpfeln und einigen anderen Früchten gelagert werden.

Nährwert/Wirkstoffe

Auberginen bestehen zu über 90 Prozent aus Wasser. Dementsprechend gering ist der Brennwert. 100 Gramm der Frucht enthalten durchschnittlich 22 Kilokalorien. Dabei sind Auberginen besonders reich an Folsäure. Die meisten Vitamine und Mineralstoffe sind direkt in der Schale zu finden.

Der hohe Gehalt an Kaffeesäure in der Frucht wirkt sich zugleich antioxidativ, antimikrobiell und antikanzerogen aus. Die Wirkstoffe in der Aubergine werden gerne zur ergänzenden Behandlung bei Ischias-Schmerzen, Rheuma und erhöhtem Cholesterinspiegel eingesetzt. Auch gegen Warzen sollen die Wirkstoffe helfen.


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