Chili

Chili bringt als Gewürz vor allem einen Geschmack in ein Gericht – Schärfe! Kaum ein anderes Gewürz bringt den Genießenden so leicht an den Rand seiner Leidensfähigkeit. Wobei wir Europäer als besonders empfindlich gelten – aus so mancher landestypischen Küche ist Chili nicht wegzudenken.

Chili wird aus Chilischoten gewonnenChili wird aus Chilischoten gewonnen (Foto by: Fotografiche / Depositphotos)

Chili wird aus Chilischoten gewonnen. Chilischoten sind botanisch betrachtet eigentlich die Beerenfrüchte einer speziellen Paprikaart, welche wiederum ein Nachtschattengewächs ist. Chili wird auch gerne als Peperoni, Pfefferoni oder Peperoncino bezeichnet, wobei die gleichen Begriffe auch zu Unterscheidung verschiedenartiger Chilischoten verwendet werden. Die Schärfe der Chilischoten wird durch das enthaltene Capsaicin verursacht. Dieses findet sich vor allem in den kerntragenden hellen Pflanzenstrukturen im Inneren der Chilischote.

Herkunft & Saison

Chili stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika. Schon vor über 7000 Jahren wurden Chilischoten vom Menschen genutzt. Bereits vor 4000 Jahren wurden Chilipflanzen kultiviert, deren Früchte schärfer als die Wildform waren. Von Kolumbus in Mittelamerika entdeckt, verbreitete sich die Chilischote während des Kolonialismus über die ganze Welt und ist heute als Schärfungsmittel Bestandteil fast aller Landesküchen. Heutzutage wird Chili überall auf der Welt in tropischen Gefilden kultiviert und von dort aus auch in die Schweiz importiert. Im Handel findet sich Chili meist als Pulver aber auch in Form der ganzen Schoten.

Geschmack

Chili schmeckt vor allem scharf. Allerdings lässt sich auch der von Gemüsepaprika bekannte süßlich-aromatische Geschmack erahnen.

Verwendung in der Küche

Chili wird im Wesentlichen verwendet, um Gerichte zu schärfen. Je nach Sorte bringt Chili eine extreme Schärfe mit sich. Da die Schärfe ein wenig Zeit braucht, um sich entsprechend zu entfalten, sollte Chili immer vorsichtig dosiert werden. Chili kommt abgesehen von Pulver und Schoten vor allem in Gewürzpasten und Chilihaltigen Gewürzsaucen zum Einsatz. Fast jede Landesküche kennt eine solche Sauce. Beispiele sind Tabasco, Ajvar, Salsasaucen und Sambal Oelek. Andere Zutaten sind häufig Essig, Öl und Gemüse wie Tomaten.

Wirkung

Chilischoten enthalten je nach Sorte mehr oder weniger viel Capsaicin sowie ätherische Öle. Capsaicin verursacht nicht nur die intensive Schärfe, sondern ist auch medizinisch betrachtet der Hauptwirkstoff. Es erreicht im Mund spezielle Empfängerzellen und führt zu einer Anregung des Speichelflusses. Daraus folgt eine appetitanregende und verdauungsfördernde Wirkung. Gelangt das Capsaicin in den Blutkreislauf führt es zu einer Erweiterung der Blutgefäße, was bei der äußerlichen Anwendung von Wärmepflastern und -salben ausgenutzt wird. Über eine Senkung der Thrombozytenzahl wirkt Capsaicin sogar leicht blutverdünnend.


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