Maroni Warenkunde

Die Tage werden dunkler, es regnet mehr und die Mäntel werden fester zugezogen – es ist Herbst. Endlich ist wieder Maroni-Zeit! An allen Strassenecken gibt es jetzt wieder die leckeren, frisch gerösteten Maroni, die einen leckeren Snack zwischendurch versprechen.

MarroniMarroni (Foto by: igordutina / Depositphotos)

Maroni sind unter vielen Namen bekannt, z. B. Edelkastanie, Keschte, Maronen oder Marroni. Maroni wachsen geschützt von einer stacheligen Fruchthülle heran. Bis zu drei Marroni können in einer Schale sitzen.

Wenn die Früchte geröstet werden, offenbart sich das gelb-weissliche Fleisch, die dadurch einen feinen Geschmack bekommen. Die Schale ist braunrot und weist eine ziemlich ledrige Konsistenz auf.

Bemerkenswert ist der Wassergehalt, der mehr als 50 Prozent beträgt. Maroni wachsen an Bäumen, die bis zu 20 Meter hoch werden können.

Herkunft & Saison

Woher genau die Maroni stammen, kann heute nicht mehr eindeutig festgestellt werden, da sie bereits in der Antike im kompletten Mittelmeerraum verbreitet waren. Man vermutet den Ursprung aber auch in Kleinasien.

Heute werden Maroni auf der ganzen Welt angebaut, insbesondere aber in Europa, Japan, China und Nordamerika.

Auch in der Schweiz werden Maroni angebaut, vor allem im Tessin, im Jura, im Wallis, am Vierwaldstätter und am Genfer und Zuger See. Die Hauptsaison ist im Herbst. Maroni werden nicht geerntet, man muss abwarten, bis sie von selbst vom Baum fallen. Bei Esskastanien ist dies im September und Oktober der Fall. Dauermaronen hingegen werden im November gepflückt.

Geschmack

Roh weisen Maroni einen eher herben Geschmack auf. Wenn sie jedoch geröstet werden, entwickeln sie einen kräftigen Geschmack, der einen sahnigen Touch hat.

Die Marroni vor dem Rösten bei der Spitze kreuzförmig einschneiden um das Platzen zu verhindern.Die Marroni vor dem Rösten bei der Spitze kreuzförmig einschneiden um das Platzen zu verhindern. (Foto by: ildicanon / Depositphotos)

Verwendung in der Küche

Man kann ganz einfach testen, ob Maroni von Würmern befallen sind. Man legt sie in eine Schüssel mit Wasser. Befallene Stücke schwimmen an der Oberfläche, die anderen gehen unter.

Bevor Maroni verwendet werden können, ist es erforderlich, die Schale zu entfernen. Hierzu nimmt man ein scharfes Messer, und schneidet die Spitze kreuzförmig ein. Dies ist erforderlich, um das Platzen der Maroni beim Rösten zu vermeiden.

Man lässt die Luft aus der Schale entweichen. Das Rösten erfolgt im Backofen oder auch auf heissen Kohlen. Dabei verwandelt sich das Aroma der Maroni in einen süsslichen Geschmack. Es befindet sich im Inneren eine braune Haut, die bitter schmeckt. Sie sollte daher abgezogen werden.

Maroni sind besonders im Herbst beliebt. Man isst sie häufig einfach als „heisse Maroni“, direkt aus der Hand. Sie können aber auch als kandierte Früchte, Maronensuppe, Gemüse, Kuchenbelag und vieles mehr verspeist werden.

Aufbewahrung/Haltbarkeit

Maroni eignen sich nicht für die lange Aufbewahrung. Sie beinhalten sehr viel Zucker, der sie in Zusammenhang mit dem hohen Wassergehalt leicht verderben lässt.

Sie müssen daher luftig und trocken gelagert werden. Dennoch sollten sie stets schnell verbraucht werden, da sie innerhalb kürzester Zeit austrocknen. Die Lagerfähigkeit kann verlängert werden, wenn sie vorbehandelt wurden. Dann können sie sogar mehrere Monate lang halten.

Nährwert/Wirkstoffe

Maroni bestehen beinahe zur Hälfte aus Kohlenhydraten. Sie beinhalten die Vitamine B1, B2, B6, C und E.

Ausserdem liefern sie wertvolles Magnesium, Kalium und Folsäure. Insbesondere bei Erkrankungen der Milz und Leber können Maroni eine lindernde Wirkung haben.

Auch Kopfschmerzen können durch den Verzehr von Maroni bekämpft werden. Maroni enthalten auch sehr viele essentielle Aminosäuren, die der Körper nicht selbst produzieren kann.


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