Heilfasten - so fasten Sie richtig

Zunächst muss einmal unbedingt klar gestellt werden, dass Heilfasten nichts mit Hungern zu tun hat. Auch wenn man es kaum glauben mag, aber Heilfasten ist einfacher, als weniger zu essen. Zu Hause können einige Fastentage eingelegt werden. Dabei kommt es darauf an, das Richtige zu sich zu nehmen und Bewegung einzubauen.

Viel Trinken ist wichtig beim HeilfastenViel Trinken ist wichtig beim Heilfasten (Foto by: sheftsoff / Depositphotos)

Heilfasten hat Tradition

Das Heilfasten hat also seit mehreren Jahrhunderten Tradition und gehört zu den natürlichen Formen unseres Lebens. Oft wird Dr. Buchinger als Fastenarzt genannt. Der Deutsche Arzt, der bis zu seinem Tode 1966 wirkte, gilt als Begründer des Heilfastens im heutigen Sinne.

Was ist Heilfasten?

Während einer Heilfasten-Kur schaltet der Körper um und die Ernährung erfolgt aus den Nahrungsdepots, die unser Körper im Inneren gespeichert hat. Solche Reserven sind schneller verfügbar als Stoffe, die aus der Nahrung nach mühsamer Verdauung gewonnen werden können. Beim Fasten wird also nicht nur der Stoffwechsel aktiviert, sondern auch Kraft und Leistung Energie sparend mobilisiert, so dass die inneren Selbstheilungskräfte wirken können.

Daher bekam auch das Heilfasten seinen Namen. Heilfasten bedeutet den bewussten Verzicht auf die gewohnte Nahrung für eine bestimmten Zeit.

Die Fastenkur beinhaltet keinen Diätplan, sondern besteht aus einem Einstimmungstag, mehreren Tagen ohne feste Nahrung und im Anschluss die Aufbautage, wo der Körper wieder auf reguläre Mahlzeiten vorbereitet wird.

Vorteile des Heilfastens

  • Richtig durchgeführt, kein Hungergefühl
  • Keine Diät im eigentlichen Sinne
  • reguliert unseren gesamten Stoffwechsel
  • Verbesserung der Darmfunktion
  • Wirkt sich positiv auf chronische Krankheiten aus
  • Steigerung des Wohlbefindens
  • Entwässerung und Entschlackung von Gewebe, Gefässen, Gelenken und Darm
  • Gewichtsverlust, Abnehmen
  • Verbesserte Atmung
  • Entlastung der Stützelemente des Körpers, wie Bandscheiben, Kniegelenke und Füsse
  • Straffung von Haut und Gewebe
  • Verbesserung der Blutfettwerte möglich
  • Wirkt gegen Bournout-Symptome

Heilfasten bedeutet auch Zeit für sich nehmen, Ruhe finden und sanfte Bewegung wie YogaHeilfasten bedeutet auch Zeit für sich nehmen, Ruhe finden und sanfte Bewegung wie Yoga (Foto by: microgen / Depositphotos)

Was passiert beim Heilfasten?

Während der Zeit des Heilfastens befreit sich der Körper von allen Schadstoffen. So werden Schlacke- und Giftstoffe ausgeschieden, auf allen Ebenen werden die Stauungen und Blockaden gelöst.

Regeln für das Heilfasten:

  • Viel Trinken, in erster Linie Tee, Saft, Molke, Wasser, Gemüsebouillon oder (Hafer- oder Hirse)Schleim.
  • Keine feste Nahrung zu sich nehmen.
  • Verzicht von Genussgiften wie Alkohol, Kaffee, Nikotin oder Süssigkeiten
  • Kein Fleisch
  • Kein Zucker
  • Verzicht auf Salz bzw. starke Reduzierung von Salz. Statt dessen wird mit frischen und getrockneten Kräutern gewürzt.
  • Entspannungssequenzen und sanfte Bewegung wie spazieren gehen, Yoga, Qigong , Meditation

Beim Heilfasten wird nur Flüssigkeit in Form von Wasser, Suppen, Tees und Säften zu sich genommenBeim Heilfasten wird nur Flüssigkeit in Form von Wasser, Suppen, Tees und Säften zu sich genommen (Foto by: 2mmedia / Depositphotos)

Tipps für einen Fastentag:

  • Der Tag beginnt mit 2 Gläsern warmen Wasser um die Verdauung anzukurbeln. Auch ungesüsster Tee mit Minze oder Brennnessel ist möglich
  • Zu Mittag gibt es eine Fastensuppe wie die Fastensuppe mit Kartoffeln und Zucchini
  • Am Nachmittag leichte Bewegung wie Spazieren gehen oder sanfte Bewegungen wie Yoga oder Qigong
  • Abends nur ein wenig verdünnter Gemüsesaft oder Gemüsebouillon und ein warmes Bad, Körperpflege und Meditation.

Während des gesamten Tages sollte genug Flüssigkeit in Form von Wasser, ungesüssten Tees oder Fruchtsäfte mit stillem Wasser verdünnt zu sich genommen werden.

Fastenzeitrezepte für die Aufbautage oder für die Vorbereitung:

Fastenzeit Rezepte

Dauer einer Heilfasten Kur

Es wird ungefähr mit einer Woche Fastenzeit gerechnet. Am besten ist es, wenn ein Arzt die Kur betreut. Dabei gibt es einen Vorbereitungstag, wo viel Gemüse mit kaum Salz zu sich genommen wird. Dann wird 3-4 Tage nur Flüssigkeit zu sich genommen und im Anschluss gibt es 2-3 Aufbautage mit leichter Schonkost.

Wem wird Heilfasten empfohlen?

Ideal ist regelmässiges Heilfasten bei chronischen Leiden und gesundheitlichen Problemen, die sich dadurch bessern und manchmal sogar vollständig heilen lassen.

Regelmässiges Heilfasten wirkt positiv auf den Körper bei

  • Diabetes
  • Allergien
  • Asthma
  • Rheuma
  • verschiedene Krankheiten von Herz und Kreislauf

Heilfasten unter ärztlicher Aufsicht und Kuren

Ein kurzer Urlaub entbindet uns von allen Zwängen und Pflichten des täglichen Lebens. Dadurch kann das Heilfasten besonders intensiv wirken. Je nach innerem Bedürfnis sollte man entweder sportlich aktiver werden oder sich vollkommen ausruhen, je nachdem, wonach der Körper verlangt.

Damit überflüssiger Ballast ausgeschieden werden kann, werden bei Kuren oft

  • Trinkkuren
  • Einläufe (Darmentleerung)
  • Spezielle Hausmittel wie Salze
  • Colon-Hydro-Therapie zur Unterstützung der Darmreinigung
  • Wandern oder eine spezielles Bewegungsprogramm

angewendet.

Unser Fazit

Dennoch ist Heilfasten eine Herausforderung an den Körper und den inneren Schweinehund. Man sollte also auch mit Krisen und Flauten rechnen. Wichtig ist jedoch, sich dadurch nicht entmutigen zu lassen und einfach weiterzumachen. Wer der Versuchung widerstehen kann, entwickelt Stärke. Am Ende der inneren Reinigung fühlt man sich wie neu geboren – als Belohnungen winken also ein stolzes und beglückendes Gefühl und ein deutlich verbesserter Allgemeinzustand.


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