Hummer

Als Inbegriff von Luxusessen gilt der Hummer. Entsprechend teuer kommt ein Hummermahl im Restaurant zu stehen. Etwas günstiger wird es, wenn man die delikate Meeresspezialität zu Hause selbst zubereitet. Wir verraten euch, was ihr dabei beachten müsst.

Hummer-WarenkundeHummer liefern gerade mal 80 Kalorien auf 100 Gramm. (Foto by: Subbotina / Depositphotos)

Allgemeine Informationen

Über den Genuss von Hummer wird kontrovers diskutiert. Tierschützer monieren die Zubereitungsart, wonach Hummer lebend ins kochende Wasser gegeben wird, was aus tierethischer Sicht unakzeptabel sei. Gourmets lassen sich deswegen kaum vom Genuss von Hummer abhalten - denn zugegebenermassen schmeckt er absolut delikat.

  • Hummer werden bis zu 50 Jahre alt und 70 cm lang.
  • Ein ausgewachsener Hummer kann bis zu 9 kg schwer werden.
  • Tiere, die in Becken gehalten werden und auf unseren Tellern landen, wiegen bei einer Länge von 25 Zentimetern etwa ein Kilo.
  • Die Schale lebender Hummer kann blau-schwarz, dunkelviolett oder braun gefärbt sein.
  • Die rote Farbe entsteht beim Kochen, weil in der Hitze das für die dunkle Farbe verantwortliche Protein zerstört wird und die roten Pigmente freigesetzt werden.

Herkunft

Hummer lieben kaltes Meereswasser, weshalb sie an der Ostküste der USA und Kanadas ideale Lebensbedingungen vorfinden. Besonders berühmt ist der Maine-Hummer. In Europa gilt das Schalentier als überfischt. Vereinzelt finden wir Tiere aus Island und Irland auf dem Markt.

Saison und Einkauf

Zwar werden Hummer hauptsächlich im Sommer gefangen. Da sie danach in Salzwasserbassins «aufbewahrt» werden, kann man sie das ganze Jahr über kaufen. Da sich Hummer überhaupt nicht lagern lässt, wird er lebend transportiert und verkauft. Alternativ kann man auf tiefgefrorenen Hummer zurückgreifen.

Geschmack

Hummer duftet angenehm nach Meer und kitzelt die Gaumen mit einer leicht süsslichen Note. Das Fleisch ist angenehm im Biss und sehr zart.

Nährwerte

  • Hummer liefern gerade mal 80 Kalorien auf 100 Gramm.
  • Sie enthalten viel Protein und wenig Fett.
  • Fans von Low-Carb mögen Hummerfleisch, weil es frei von Kohlenhydraten ist.

Infos-HummerFans von Low-Carb mögen Hummerfleisch, weil es frei von Kohlenhydraten ist. (Foto by: GuteKueche.ch)

Zubereitung

  • Wer den Hummer nicht selbst töten will, kauft ihn tiefgefrorenen oder beim Händler frisch gekocht und zerteilt.
  • Die Schalentiere tötet man, indem man sie in stark kochendes Wasser gibt. Letzteres ist sehr wichtig, denn so tritt der Tod schneller ein und verkürzt die Leidenszeit. Ausserdem: Das Tier muss zur Gänze mit Wasser bedeckt sein.
  • Um das delikate Fleisch so pur wie möglich zu geniessen, sollte Hummer nicht allzu stark abgeschmeckt werden.
  • Man kann dem (gesalzenen) Kochwasser etwas Lauch, Zwiebeln oder Weisswein hinzufügen - so wird das Fleisch dezent gewürzt.
  • Nach etwa vier Minuten kann die Hitze auf dem Herd etwas gedrosselt werden. Bis der Hummer gar ist, solltet ihr mit 15 Minuten rechnen.
  • Um das Fleisch aus der Schale zu holen, verwendet ihr ein formstabiles Messer oder eine spezielle Hummerzange.
  • Das Zerbrechen der Schale tönt etwas brachial und ist nichts für Feinfühlige.
  • Kopf und Darm werden nicht gegessen.

Verwendung in der Küche

Hummer passt wie alle Krustentiere hervorragend zu Pasta oder Risotto. Wer gerät bei einer Hummer Bisque nicht ins Schwärmen? Auch eine Hummersuppe mit Garnelen ist wahrlich köstlich.

Aus Hummer lassen sich auch edle Salate ( Hummer-Spargel-Salat) und Cocktails zaubern. Hummerbutter oder Fischfonds mit Hummerschalen munden vorzüglich. Besonders gut zur Geltung kommt der gekochte Hummer mit zerlaufener, salziger Butter. Auch vom Grill oder überbacken ist das Krustentier ein wahrer Gaumenschmeichler.

Tolle Rezepte mit Hummer:

Weitere tolle Rezepte mit Hummerfleisch finden Sie in unserer Rezeptkategorie für Meeresfrüchte Rezepte.


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