Gerste

Bei Gerste denken viele zunächst an Bier oder Whisky. Gerste ist aber auch ein wertvolles Getreide, das in der Küche für Abwechslung sorgt. Hier beantworten wir Fragen nach der Verwendung von Gerste, wie man Gerste kochen kann, ob Gerste Gluten enthält und viele andere mehr.

Gerste mit GerstenkörnernGerste mit Gerstenkörnern (Foto by: ifong/ Depositphotos)

Häufig gestellte Fragen – Gerste Steckbrief

Hier eine kleine Übersicht über die wichtigsten Fragen zu dem wertvollen Nahrungsmittel:

  • Ist Gerste ein Getreide? Ja, sie gehört wie der Weizen zu der Gattung der Süssgräser.

  • Woher stammt Gerste? Ursprünglich stammt sie aus Südasien, wo sie bereits 15'000 Jahre vor Christus angebaut wurde. Heute wird Gerste sowohl in Nordamerika als auch in Europa angebaut.

  • Für was braucht man Gerste? Gerste kann man zu Alkohol fermentieren. Sie wird zur Herstellung von Bier und Whisky verwendet. Wintergerste kommt als Tierfutter zum Einsatz; Sommergerste findet in verschiedenen Formen (Flocken, ungeschliffenen Körnern, Mehl und als Rollgerste, respektive Graupen) den Weg in unsere Küchen.

  • Was ist grüne Gerste? Hier handelt es sich um unreif gepflückte Gerste, die in aller Regel zu Pulver weiterverarbeitet wird. Dieses kann man als Drink einnehmen oder über den Salat oder ins Müesli streuen. Es soll sehr gesund sein, bei der Gewichtsabnahme helfen, die Körperentgiftung unterstützen und verschiedenen Krankheiten entgegenwirken.

  • Was ist Gerstengras? Bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Gerste beginnt Ähren auszubilden, spricht man von Gerstengras. Gerstengras hat einen sehr hohen Nährstoffgehalt (Eisen, Magnesium, Zink und Selen) und wird als Nahrungsergänzungsmittel bei Sportlern, Vegetariern und Veganer immer beliebter. Gerstengras ist als Pulver oder in Form von Presslingen erhältlich.

Ist Gerste gesund?

Gerste liefert viele gute Inhaltsstoffe und ist unserer Gesundheit in jeder Hinsicht zuträglich:

  • Sie enthält Mineralstoffe wie Kalzium, Phosphor, Kalium sowie Proteine.

  • Sie verbessert den Stoffwechsel.

  • Sie unterstützt die Regulierung des Blutzucker- und Cholesterinspiegels.

  • Sie enthält viel Beta-Glucan - sie macht deshalb lange satt und verringert so die Gefahr von Heisshungerattacken. Zudem soll sie helfen, den Bauchumfang zu minimieren.

Achtung: Gerste enthält Gluten. Wer an Zöliakie leidet, muss leider auf den Genuss von Gerste verzichten.

GerstenfeldGerstenfeld (Foto by: Sunshine27 / Depositphotos)

Gerste zubereiten

Normalerweise kaufen wir Rollgerste, also Körner, die zuvor bereits geschält und poliert wurden. Mit dieser Behandlung gehen teilweise auch Nährstoffe verloren. Wer weniger geschälte Gerste geniessen will, kauft sie am besten im Bioladen oder Reformhaus.

Das müsst ihr beim Gersten Kochen beachten:

  • Geschälte Gerste kann man kochen ohne einzuweichen. Vor dem Kochen sollten die Körner jedoch unter dem fliessenden Wasser gut gespült werden.

  • Wenn ihr Gerste ungeschält kochen wollt, müsst ihr sie zuvor über Nacht in kaltem Wasser einweichen, danach das Wasser abgiessen, die Körner nochmals waschen und erst anschliessend kochen.

  • Für Rollgerste nehmt ihr einen Teil Gerste und drei Teile gesalzenes Wasser. Wasser zuerst aufkochen und dann die Gerste ins kochende Wasser leeren.

  • Lasst die Gerste während rund einer halben Stunde kochen und danach nochmals 15 Minuten zugedeckt quellen. So giesst ihr mit dem Kochwasser keine wertvollen Nährstoffe weg.

  • Im Dampfkochtopf reduziert ihr die Kochzeit um die Hälfte.

  • Bei ungeschälter Gerste dauert der Kochvorgang etwas länger als bei Rollgerste.

  • Nach dem Kochen, Körner mit der Gabel auflockern, mit etwas Butter oder Öl und nach Belieben mit Kräutern würzen oder je nach Rezept weiterverarbeiten.

  • Grundsätzlich könnt ihr Gerste aber auch wie Reis in reichlich Salzwasser kochen, bis sie den gewünschten Biss hat – und das überschüssige Wasser dann wegschütten.

Gerste Rezepte

Wie oben erwähnt, sorgt Gerste für gesunde Abwechslung in der Küche. Gekocht, mit Kräutern und etwas Olivenöl abgeschmeckt, ist sie eine prima Beilage zu einem Fleischgericht. In Gratins, Eintöpfen oder als Salat macht sie sich ebenfalls hervorragend. Eine tolle Variante ist, sie wie ein Risotto zuzubereiten.

Obenauf bei den beliebten Gerste Rezepten schwingt natürlich die überaus schmackhafte Bündner Gerstensuppe. Gerstenflocken gelten als wertvolle Zutat im Frühstücksmüesli. Gerstenmehl wiederum sorgt für extra knusprige Guetzli. Da Gerstenmehl nur wenig Klebereiweiss enthält, muss Gerstenmehl jedoch immer mit einem anderen Mehl gemischt werden.

Hier findet ihr tolle Gerstenrezepte:

Gersten-Tee

Bündner Gerstensuppe

Gemüsesuppe mit Gerste

Chicorée-Gersten-Schiffchen

Gerstenrisotto

Gerstensalat

Gersten- Krautstiel- Suppe

Kürbis-Gersten-Risotto


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