Erdnussöl

Erdnussöl erobert mit der zunehmenden Begeisterung der Schweizer für die exotische Küche auch unsere Pfannen und Töpfe. Das intensive Aroma des Öls verfeinert vor allem asiatische Gerichte mit seinem unvergleichlichen Geschmack. Erdnussöl ist aber nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund.

ErdnussölErdnussöl (Foto by: tashka2000 / Depositphotos)

Erdnussöl hat eine lange Tradition in den verschiedenen asiatischen Küchen und zählt ohne Zweifel weltweit zu den wichtigsten Ölen. Aufgrund seines hohen Rauchpunkts ist raffiniertes Erdnussöl besonders gut für das heiße Braten und zum Frittieren mit der asiatischen Rundpfanne geeignet. Das Öl sollte aber nicht nur aufgrund seiner guten Eignung zur Verwendung in der Küche und seines aromatischen Geschmacks eingesetzt werden, sondern auch aufgrund seiner günstigen Zusammensetzung an verschiedenen Fettsäuren. Mit bis zu 35 Prozent enthält Erdnussöl besonders viel zweifach ungesättigte Fettsäuren.

Herkunft / Qualitätsmerkmale

Erdnussöl wird auch Erdnüssen gewonnen, welche weltweit in vielen tropischen und subtropischen Gebieten kultiviert werden. Zu den Hauptanbauländern zählen China, Amerika, Indien und Indonesien. Die Erdnüsse werden geschält und getrocknet. Nach dem Zerkleinern wird das Öl heraus gepresst. Für besonders hohe Ausbeuten wird häufig zusätzlich chemisch extrahiert. Durch Kaltpressung und ohne chemische Extraktion gewonnenes Erdnussöl besitzt einen aromatischen Geschmack und eine schöne gelbe Farbe. Allerdings ist es sehr hitzeempfindlich und eignet sich nicht für zum Braten. Durch Raffination wird das Öl hitzebeständiger verliert zugleich aber an Farbe und Geschmack sowie an gesundheitlichem Wert.

Anwendung in der Küche

Erdnussöl stammt aus der asiatischen Küche, wo es eine lange Tradition hat. Das raffinierte Öl wird meist bei der Zubereitung von Wok-Gerichten als Bratfett verwendet. Aber auch zum Frittieren ist raffiniertes Erdnussöl aufgrund des hohen Rauchpunkts gut geeignet. Soll das Öl weniger zum Braten als vielmehr zum Aromatisieren eingesetzt werden und wird es nicht stark erhitzt, so ist die Verwendung des nativen Erdnussöls empfehlenswert. Sein stark aromatischer Geschmack verfeinert besonders Salate, Rohkostgerichte und andere kalte Gerichte. Erdnussöl verleiht beispielsweise Speisen mit Reis, Fisch, Spargel oder Sellerie das besondere Etwas. Sowohl unbehandeltes als auch raffiniertes Erdnussöl sollte für besonders lange Haltbarkeit gut verschlossen im Dunklen und kühl gelagert werden. Wird eine volle, ungeöffnete Flasche entsprechend gelagert, ist Erdnussöl bis zu zwei Jahre ohne Qualitätseinbußen haltbar. Von einer Lagerung im Kühlschrank sollte aber abgesehen werden, da Erdnussöl bei Temperaturen von unter 10 Grad Celsius eine zähflüssige Konsistenz annimmt.

Gesundheit

Erdnussöl weist eine sehr variable Zusammensetzung auf, welche vom Anbaugebiet abhängt. Besonders wichtig ist sein hoher Vitamin E-Gehalt; aber auch die Vitamine B1, D und K erhöhen die gesundheitliche Wertigkeit. Erdnussöl hat einen positiven Effekt auf den Blutdruck und den Cholesterinwert. Außerdem wirkt stimulierend auf das Immunsystem und hilft gegen bestimmte Haarschuppen. Erdnussöl ist außerdem ein wichtiger Grundstoff in der pharmazeutischen Technologie verschiedener Arzneimittel.


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