Sesamöl

Sesamöl zählt nicht nur zu den feinsten Speiseölen, sondern auch zu den teuersten. Keine Wunder, ist doch ein grosser Teil der Sesamöl-Gewinnung bis heute Handarbeit. Dennoch sollte es in keiner Küche fehlen, denn es bereichert asiatische Gerichte ebenso wie unsere traditionellen Speisen.

SesamölSesamöl (Foto by: lenyvavsha / Depositphotos)

Sesamöl zeichnet sich durch einen intensiven aber dennoch milden Geschmack aus. Es kann je nach Herstellungsland und Gewinnungsart als goldgelbes bis braunes Öl angeboten werden. Sesamkörner enthalten in etwa 40 bis 50 Prozent reines Sesamöl.

Das Öl selber besteht in grossen Teilen aus ungesättigten Fettsäuren, wobei sowohl Omega-3- als auch Omega-6-Fettsäuren in ausgewogenem Verhältnis vertreten sind. Sesamöl gehört damit zu den gesunden Fetten und darf in der Küche nach Belieben verwendet werden.

Herkunft / Qualitätsmerkmale

Sesam wird vor allem in Ländern wie Indien, China, Sudan, Ägypten und Mexiko angebaut. Die Ernte der Samen, auch als Sesamkörner bezeichnet, erfolgt bis heute traditionell von Hand, weshalb Sesam und Sesamöl relativ teuer sind.

Aus den Samen wird entweder durch Kaltpressung oder durch Heisspressung und Raffination Sesamöl gewonnen. Wie bei den meisten anderen Speiseölen ist die kaltgepresste Variante zur Verwendung in der Küche zu empfehlen, weil es noch die natürlichen Vitamine und ungesättigten Fettsäuren enthält.

Werden die Samen des Sesams direkt gepresst so entsteht ein helles Sesamöl. Werden sie dagegen vor dem Pressen geröstet, so entsteht beim Pressen ein dunkelbraunes Öl mit einem besonders intensiven, aromatischen Geschmack.

Anwendung in der Küche

Sesamöl hat eine lange Tradition in den meisten asiatischen Küche. Allerdings wurde es schon vor langer Zeit verbreitet und ist auch aus der orientalischen Küche nicht wegzudenken. Es verfügt über einen starken Eigengeschmack und kommt deshalb besonders gut in Kombination mit anderen intensiven Gewürzen zur Geltung. Besonders das dunkle, stark aromatische Sesamöl verleiht besonders Marinaden und Dressing einen charakteristischen Geschmack.

Natives, durch Kaltpressung gewonnenes Sesamöl sollte nur geringfügig erhitzt werden und kann zum Verfeinern von Suppen und Salaten dienen. Raffiniertes Sesamöl ist zum Braten und Kochen besser geeignet. Reis- und Wokgerichte profitieren von seinem besonderen Aroma.

Sesamöl sollte luftdicht, kühl und dunkel gelagert werden. Ungeöffnet ist es so bis zu ein Jahr haltbar, ist es angebrochen, dann sollte es innerhalb weniger Monate aufgebraucht werden.

Gesundheit

Sesamöl enthält neben den ungesättigten Fettsäuren einige wichtige Mineralstoffe sowie Lecithin und Cholin. Aufgrund dieser Zusammensetzung ist es besonders gesund für das Gehirn und das Nervensystem, sowie für die Leber und die Galle.

Bei regelmässigem Verzehr wirkt es sich positiv auf den Cholesterinspiegel, die Herztätigkeit und die Blutgerinnung aus. Das Risiko der Erkrankung an Arteriosklerose wird gesenkt. Sogar eine vorbeugende Wirkung gegen Osteoporose wird Sesamöl nachgesagt.


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