Streifzug durch die regionalen Fasnachtsspezialitäten

Die Fasnachtstage gehören für viele Schweizer zur schönsten Zeit des Jahres. Umzüge, Guggenkonzerte, Schnitzelbänke und ausgelassene Feste bestimmen die Tage. Nicht zu vergessen, die köstlichen Spezialitäten, die den nötigen Boden geben, um das Feiern schadlos zu überstehen.

Die meisten Fasnachtspezialitäten sind fettreich aber köstlichDie meisten Fasnachtspezialitäten sind fettreich aber köstlich (Foto by: uroszunic / Depositphotos)

Frittierte Süssigkeiten dominieren

Was kommt euch in den Sinn, wenn ihr an Fasnachtspezialitäten denkt? Richtig:

  • Fasnachtschüechli
  • Schenkeli
  • Krapfen

Am Ascher Mittwoch wurde im Mittelalter meist noch einmal geschlachtet, bevor die Fastenzeit begann. Dem Fett – ein Nebenprodukt des Schlachtens – verdanken wir die süssen, fasnächtlichen Versuchungen. Denn es wurde zum Ausbacken süsser Mehlspeisen verwertet, ansonsten es bis nach Ostern verdorben wäre. Krapfen, Schenkeli und Fasnachtschüechli gehören landesweit in die närrische Zeit, mit leichten Abwandlungen je nach Gegend.

Regional unterschiedliche Fasnachtsspezialitäten

Es ist nicht alles süss, was wir während der „fünften Jahreszeit“ schlemmen. Aus Basel – wo die grösste Schweizer Fasnacht beheimatet ist – stammen gleich drei salzige Delikatessen, die zur Fasnacht gehören wie der überdimensionierte Haarschopf zum Waggis.

  • Faschtewaje: Von wenigen Ausnahmen abgesehen erhält man diese Köstlichkeit nur in Basel und nur während ein paar Wochen um die Fasnachtszeit. Das Milch-Hefe-Gebäck wird mit Weissmehl gebacken und grosszügig mit Kümmel bestreut. Teilweise bekommt man es auch mit Schinken oder Käse gefüllt.

  • Basler Mehlsuppe: Wer schon mal einen Morgenstraich bestritten hat, weiss, dass eine kräftigende Suppe genau das Richtige ist, um für die kommenden Tage Kraft zu tanken. Mehlsuppe wird traditionell vor dem Morgenstraich genossen. Doch sie schmeckt so gut; man kann sie durchaus auch sonst mal auftischen.

  • Ziibelewaje: Auch die würzige Zwiebelwähe gehört zum Standardangebot der Basler Fasnacht. Ein knuspriger Boden, geraffelte Zwiebeln, ein gut gewürzter Guss – besser kann man den kulinarischen Einstieg in die Fasnacht nicht gestalten.

  • Luzern: Die zweitgrösste, aber ebenso traditionsreiche Fasnacht der Schweiz steht ganz im Zeichen der legendären Fasnachtsfigur Vater Fritischi. Ihm verdanken wir die Kreation der köstlichen Fritschipastete. Sie ist mit Brät, Kalbsvoressen, Zwiebeln und Weinbeeren gefüllt.

  • Appenzell: Schon sind wir wieder beim Süssen gelandet. Die Bacheschnitten muss man mal gekostet haben: Die Honigleckerli, die im Bierteig gedreht und ausgebacken werden, versprechen einen besonderen Genuss.

  • Tessin: Von hier stammen die süssen Ravioli di Carnevale . Je nach Region werden sie mit Brot, Sultaninen, Kompott oder Konfitüre gefüllt.

Nach der fasnächtlichen Schlemmerei wird es kaum schwerfallen, sich für eine Weile an leichte, gut verdauliche Gerichte oder gar an Fastenzeit Rezepte zu halten.


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